Der SV Schwarzhofen (in blau) will in Untertraubenbach entschlossen zu Werke gehen, damit es mit einem Dreier klappt. Der TSV Detag Wernberg (in orange) wäre in Hahnbach wohl mit einem Remis einverstanden.
Der SV Schwarzhofen (in blau) will in Untertraubenbach entschlossen zu Werke gehen, damit es mit einem Dreier klappt. Der TSV Detag Wernberg (in orange) wäre in Hahnbach wohl mit einem Remis einverstanden. – Foto: Günter Uschold

Wernberger Kellerkinder vor schweren Aufgaben

Nach der Last-Minute-Niederlage in Vohenstrauß bekommt es der FC Wernberg mit der SV TuS/DJK Grafenwöhr zu tun +++ TSV Detag Wernberg muss zum Angstgegner nach Hahnbach

Der SV Schwarzhofen geht an diesem Wochenende als Favorit ins Rennen, denn die Blau-Weißen sind beim Schlusslicht in Untertraubenbach zu Gast.

Eine bedauerliche Verletzung eines Chambtaler Spielers führte am vergangenen Samstag in Wernberg-Köblitz zum Spielabbruch. Etwas überraschend sprach das Sportgericht die Punkte nicht dem TSV Detag zu, stattdessen wird die Begegnung neu angesetzt. Dadurch bleibt die Elf von Josef Holler auf dem vorletzten Tabellenplatz hängen. Dementsprechend braucht „Detag“ dringend Punkte, um sich aus dem Tabellenkeller herauszuarbeiten. Ob diese am Samstag auf das Wernberger Punktekonto wandern, ist allerdings fraglich, denn der TSV muss beim SV Hahnbach ran. Obwohl es in den letzten Jahren zahlreiche Duelle zwischen den beiden Kontrahenten gab, ist der letzte Wernberger Auswärtssieg in Hahnbach fast auf den Tag genau 13 Jahre her. Zudem spricht die Tabellenkonstellation klar für die Gastgeber, denn der SVH steht momentan auf dem dritten Platz. „Auch wenn wir der klare Außenseiter sind, wollen wir die Negativserie beenden. Einen besseren Zeitpunkt gibt es dafür wohl nicht“, hofft Trainer Josef Holler auf eine Überraschung. Personell ist die Lage unverändert angespannt; Holler hofft, dass zumindest die zuletzt erkrankten Gradl-Zwillinge Johannes und Sebastian wieder zurückkehren können.

Wernbergs Landkreisnachbar SV Schwarzhofen hatte am letzten Wochenende den SV Hahnbach zu Gast und zog mit 0:3 den Kürzeren. Nach zwei gewonnen Spielen war dies zwar ein kleiner Rückschlag, dennoch war Interimscoach Christoph Danner mit dem Auftritt nicht unzufrieden: „Die Leistung der Mannschaft war absolut okay, die Jungs haben alles reingehauen und nicht aufgegeben. In der Offensive haben wir allerdings zu glücklos agiert.“ Nun gilt es für den SVS, den Fokus nach vorne zu richten, denn am Sonntag steht in Untertraubenbach eine enorm wichtige Partie an. Danner warnt sein Team davor, das Tabellenschlusslicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „Untertraubenbach ist generell ein unangenehmer Gegner, vor allem aber zuhause.“ Dies unterstreicht die Heimtabelle, denn von den insgesamt zwölf Punkten holte der Aufsteiger neun daheim. Nachdem es für den FCU darum geht, den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren, rechnet Danner mit einem kampfbetonten Spiel. Diesen Kampf müsse seine Truppe annehmen, ansonsten würde sein SVS den Kürzeren ziehen. Wenn die Blau-Weißen aber an die letzten Wochen anknüpfen können, ist der Interimstrainer zuversichtlich, die drei Punkte mit an den Kaplanacker nehmen zu können – dies ist zweifelsohne auch die klare Zielsetzung.

Beim FC Wernberg konnte man am letzten Sonntag die Welt nicht mehr verstehen. Im Spiel eins nach der Entlassung von Christian Zechmann waren die Grün-Weißen in Vohenstrauß gut im Spiel, zehn Minuten vor dem Ende brachte Simon Preisser den FCW sogar mit 2:1 in Führung. Doch aktuell meint es der Fußballgott offensichtlich nicht gut mit dem Tabellendreizehnten, denn kurz vor Ende der regulären Spielzeit entschied der Referee auf einen unglücklichen, jedoch berechtigten Handelfmeter. „Dass wir dann in der Nachspielzeit auch noch das 2:3 kassieren, hat uns den Rest gegeben“, war Interimstrainer Christian fassungslos. „Ich konnte der Mannschaft wirklich keinen Vorwurf machen. Die Leistung war gut, die Jungs haben gekämpft bis zum Umfallen.“ Trotz des späten Ausgleichstreffers hätte er auch mit einem Punkt noch leben können, doch in der Nachspielzeit wurde seine Elf komplett um den eigenen Lohn gebracht.

Nichtsdestotrotz helfe es jetzt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken; im Heimspiel gegen die SV Grafenwöhr unternimmt der FCW einen neuerlichen Versuch, drei Punkte einzufahren. „Wir sind uns bewusst, wie spielstark Grafenwöhr und wie schwer diese Aufgabe ist. Dennoch traue ich der Mannschaft zu, eine Überraschung zu landen – wie müssen einfach weiter an uns glauben“, spricht Spindler seiner Truppe Mut zu. Allerdings müssen die Grün-Weißen auf die verletzten Christopher Meller und Johannes Schwirtlich verzichten.

Aufrufe: 011.11.2022, 17:00 Uhr
Tobias ZiereisAutor