2024-07-17T10:40:36.325Z

Allgemeines
Gau-Bickelheims Tobias Enslinger (Mitte) überlistet auf dem Weg zum 2:0 die Wendelsheimer Oliver Hahn (Tor) und Fabian Hoffmann.	Foto: pakalski-press/Axel Schmitz
Gau-Bickelheims Tobias Enslinger (Mitte) überlistet auf dem Weg zum 2:0 die Wendelsheimer Oliver Hahn (Tor) und Fabian Hoffmann. Foto: pakalski-press/Axel Schmitz

Wendelsheim/Kriegsfeld: Besser, aber noch nicht gut genug

Wendelsheimer Hartplatzhelden unterliegen Gau-Bickelheim und hoffen auf einen Rasen im Herbst

WENDELSHEIM. Wenn Trainer Patrick Zundel von der SG Wendelsheim/Kriegsfeld über die 0:5(0:2)-Niederlage in der B-Klasse gegen Aufstiegsanwärter TSG Gau-Bickelheim vom vergangenen Sonntag spricht, teilt er das Spiel in zwei verschiedene Phasen: Die eine bis zur Gelb-Roten Karte für Andreas Hahn (51.), die andere danach. „Wir wollten den Gegner nicht zu Torchancen kommen lassen, ohne zu mauern und von der Mittellinie vorwärtsverteidigen.“

Das habe „relativ gut funktioniert“ – trotz eines 0:2-Halbzeitrückstands. „Zweimal sind sie durchgebrochen“, berichtet Zundel über gegnerische Effizienz. Umgekehrt sei das eigene Team „dreimal alleine vor dem Torwart aufgetaucht, hat aber immer kläglich vergeben“, so Zundel. Darin zeige sich auch die Unerfahrenheit der jungen Elf.

Die Gau-Bickelheimer seien „abgezockter“ gewesen. Das, was man sich zur Pause vorgenommen habe, sei mit dem Platzverweis „erledigt“ gewesen. „Zu zehnt hatten wir keine Chance mehr.“ Nur selten habe man sich überhaupt noch Ballbesitz erarbeiten können. Tabellarisch kostete die Niederlage nichts – die Mannschaft steht nach 14 Spieltagen auf Platz zehn. Mit zwölf Zählern, das sind immer noch doppelt so viele wie der Vorletzte TV Sulzheim und viermal so viele wie der Letzte SG Schornsheim/Undenheim II hat.

„Natürlich hätten wir gerne den einen oder anderen Punkt mehr“, räumt Zundel ein, der vor der Saison den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat. Manchmal habe man mit Ausfällen und auch Spielpech zu kämpfen gehabt. „Aber im Grunde stehen wir da, wo wir in diesem Jahr hingehören.“ Positiv sei für ihn, dass man ohne Druck spielen könne. „Wir haben keinen Zug, das Ziel haben zu müssen, einstellig zu sein oder gar um den Aufstieg zu spielen.“ Man wolle sich einfach weiterentwickeln.

Diesmal nicht komplett chancenlos

Bei der 1:7-Niederlage in Gau-Bickelheim im Dezember war man „komplett chancenlos“. Das sei diesmal nicht der Fall gewesen. Zundel glaubt, dass bei einem 1:2-Anschlusstreffer mehr möglich gewesen wäre. Auch beim 1:1-Unentschieden eine Woche zuvor beim TV Albig habe die Mannschaft überzeugt. Man sehe, dass das Team wolle – auch die Besucher der Spiele würden das honorieren.

Zundel erfreut sich beispielsweise daran, dass „auch die Spieler, die nicht so oft zum Einsatz kommen, wieder ins Training gehen und Spaß daran haben“. Er hofft, dass das so bleibt. Immerhin gehören knapp 25 Spieler zum Aufgebot. Zwei Trainingseinheiten gibt es jede Woche, in der Winterpause wurde in der Halle in Kriegsfeld trainiert. Auch ein paar AH-Spieler machten noch mit. Die Spiele finden auf dem Hartplatz in Wendelsheim statt. „Man muss sich auf einen Hartplatz einstellen und dort spielen wollen“, findet Zundel.

Ab Herbst ein Rasen?

Auf vielen Rasenplätzen sei es von deren Qualität in dieser Liga auch nicht so leicht, ein technisch ansprechendes Spiel durchzubringen. Aber natürlich sei es ein Vorteil, dass gegnerische Spieler auf ein Spiel auf dem Hartplatz verzichten, „weil man sich da auch mal wehtun kann“, weiß er. Nicht umsonst sei die Heim- besser als die Auswärtsbilanz. Einen Rasenplatz wünscht man sich trotzdem. Im Moment hängt es an der Bewilligung der Ausschüsse. Man putzt Klinken bei der Gemeinde und bei der Verbandsgemeinde, beim Landkreis und beim Fußballverband. Zundel hofft, dass es vielleicht im Herbst so weit sein könne, dass ein neuer Rasen liegt.



Aufrufe: 023.3.2023, 08:00 Uhr
Alexander SchlögelAutor