
Wer künftig in der Regionalliga West spielen möchte, muss ab sofort einen deutlich verschärften Lizenzierungsprozess durchlaufen. Damit hat der Westdeutsche Fußballverband auf die Chaos-Saison 2024/25 reagiert, als gleich mehrere Vereine ihre Teams zurückzogen und die Liga ins Chaos stürzten. Künftig spielt deshalb die gesicherte Finanzierung der Spielzeit eine wichtige Rolle.
Am vergangenen Freitag hat der WDFV die Bewerbungsunterlagen an die Vereine verschickt, die sich für die Regionalliga-Saison 2026/27 qualifizieren können. Die darin angeführten Anforderungen für den Erhalt einer Lizenz haben sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren allerdings drastisch erhöht. Der WDFV spricht hier von einer inhaltlichen Weiterentwicklung, die "die finanzielle Leistungsfähigkeit der Bewerbervereine stärker in den Fokus" rückt.
Unerwartet trifft die Vereine die Verschärfung dabei nicht, gab es im Vorfeld doch bereits eine Arbeitsgruppe, in der Vertreter der Vereine und des Verbandes gemeinsam beraten und beschlossen haben. "Die Ergebnisse dieser gemeinsamen Arbeit flossen in das aktualisierte Zulassungsverfahren ein. Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität der Vereine nachhaltiger zu bewerten und damit die langfristige Sicherung des Spielbetriebs in der Regionalliga West zu unterstützen", heißt es dazu von Verbandsseiten.
Reichte als wirtschaftlicher Faktor in der Vergangenheit noch die Hinterlegung einer Geldsumme in Höhe von 30.000 Euro, muss ab der kommenden Saison eine komplette Finanzierung der Spielzeit nachgewiesen werden. "Die Bewerbervereine müssen gemäß den neu im Regionalliga-Statut festgelegten Richtlinien zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihre Liquidität sowie Finanzplanungen nachweisen. Damit soll bezweckt werden, dass die Vereine über die gesamte Saison hinweg wettbewerbsfähig bleiben und der Spielbetrieb in der Regionalliga West stabil und verlässlich durchgeführt werden kann", erklärt der WDFV.
Von dieser Regelung ausgenommen bleiben die Zweitvertretungen der Profi-Mannschaften. Bei ihnen reicht weiterhin "die Vorlage des jeweiligen DFL-Lizenzierungsbescheids als Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit" aus. Bis zum 31. März 2026 haben die Vereine Zeit, sich beim Westdeutschen Fußballverband um einen Startplatz in der Regionalliga West zu bewerben.
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