
In den Staffeln der Kreisliga A des Bezirks Enz/Murr war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service für jede Staffel.
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In Ditzingen erlebten die Zuschauer einen unglücklichen Start der Hausherren, der den Gästen früh in die Karten spielte. Bereits in der 3. Minute unterlief Amin Djellali ein Eigentor, das Weil der Stadt mit 0:1 in Führung brachte. Die Gäste nutzten die Verunsicherung eiskalt aus und erhöhten in der 20. Minute durch Vladyslav Bondar auf 0:2. Nach dem Seitenwechsel keimte bei den Ditzingern kurz Hoffnung auf, als Arne Poster in der 50. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Doch die Spvgg blieb abgeklärt: Mousa El Arkoubi stellte in der 69. Minute den alten Abstand wieder her, bevor Salih Okan Karaman in der Nachspielzeit (90.+2) mit dem Treffer zum 1:4-Endstand den Sack endgültig zumachte.
Dieses Spiel wurde zur großen Bühne für einen einzigen Akteur: Leon von Bank. In einer beeindruckenden ersten Halbzeit zerlegte er die Rutesheimer Defensive fast im Alleingang. Mit einem lupenreinen Hattrick in der 10., 17. und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) schoss er sein Team fast im Alleingang zur 0:3-Pausenführung. Im zweiten Durchgang ließen es die Möglinger etwas ruhiger angehen. In der 73. Minute gelang der Rutesheimer Reserve zwar noch der Ehrentreffer zum 1:3 (Torschütze nicht gemeldet), doch den Schlusspunkt setzte erneut der TV Möglingen. In der 93. Minute markierte Julian Reiser den 1:4-Endstand.
Eine wahre Machtdemonstration bekamen die Fans in Kornwestheim zu sehen. Die Hausherren spielten sich phasenweise in einen Rausch, allen voran Spetim Muzliukaj. Er eröffnete den Torreigen in der 16. Minute und legte in der 23. Minute das 2:0 nach. Zwar kam Warmbronn durch Petrus Erhardt Glöditzsch in der 28. Minute kurzzeitig auf 2:1 heran, doch noch vor der Pause stellte erneut Muzliukaj mit seinem dritten Treffer (41.) die Weichen auf Sieg. Nach dem Wechsel kannte das Spiel nur noch eine Richtung: Elvis Gashi (68.), Tugay Han (75.) und schließlich Sermin Zekjiri per Handelfmeter (78.) schraubten das Ergebnis auf den deutlichen 6:1-Endstand hoch.
Was sich in Flacht abspielte, wird sicher als die "Christopher-Welsch-Show" in die Vereinsannalen eingehen. Nach einer torarmen ersten Phase brach Christopher Welsch in der 43. Minute den Bann. Was dann nach dem Seitenwechsel folgte, war purer Wahnsinn: Mit einem Hattrick innerhalb von nur drei Minuten (60., 61., 63.) erhöhte er sein persönliches Torekonto auf vier und das Ergebnis auf 4:0. Die Leonberger Reserve war völlig von der Rolle. Lukas Küppers (77.) und Kajeevan Sasikaran (80.) legten weitere Treffer nach, bevor Fabian Raab in der 90. Minute lediglich noch den Ehrentreffer zum 6:1 für die Gäste erzielen konnte.
In Höfingen sahen die Zuschauer eine konzentrierte und souveräne Vorstellung der Hausherren. Das Spiel begann denkbar ungünstig für Gerlingen, als Lars Neufer in der 17. Minute ein unglückliches Eigentor unterlief. Höfingen kontrollierte fortan das Geschehen und ließ defensiv kaum nennenswerte Chancen zu. Nach dem Seitenwechsel sorgte Gökmen Yüksel in der 54. Minute mit dem Treffer zum 2:0 für Beruhigung auf den Rängen. Den endgültigen Deckel auf die Partie setzte Rick Schuhmacher in der 77. Minute, der zum 3:0-Endstand einnetzte und Höfingen die drei Punkte sicherte.
In Renningen entwickelte sich ein packendes Duell, das vor allem in der ersten Halbzeit für ordentlich Gesprächsstoff sorgte. Die Gäste aus Heimerdingen erwischten den besseren Start und gingen durch Luka Banas in der 14. Minute mit 0:1 in Führung. Doch Renningen antwortete prompt: Baris Erdogan glich in der 20. Minute zum 1:1 aus, und nur zehn Minuten später drehte Mehmet Semsettin Erdogan (30.) die Partie zur 2:1-Führung für die Hausherren. Als sich alle bereits auf eine Pausenführung des KSV eingestellt hatten, schlug Heimerdingen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+3) durch Felix Brändle zum 2:2 zurück. Im zweiten Durchgang neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, sodass es bei der Punkteteilung blieb.
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In Nussdorf bekamen die Fans eine Machtdemonstration der Hausherren zu sehen. Überragender Akteur auf dem Platz war Johannes Wizemann, der die Kleinglattbacher Defensive fast im Alleingang zerlegte. Den Torreigen eröffnete er in der 15. Minute per Foulelfmeter, bevor Maurizio Aprigliano in der 23. Minute auf 2:0 erhöhte. Kleinglattbach keimte kurz Hoffnung auf, als Daniel Linder in der 39. Minute auf 2:1 verkürzte, doch praktisch mit dem Pausenpfiff stellte erneut Wizemann (45.) den alten Abstand wieder her. Im zweiten Durchgang kannte die Partie nur noch eine Richtung: Johannes Wizemann (62.) machte seinen Hattrick perfekt, ehe David Grözinger (72.) und Denis Kerkez (88.) das halbe Dutzend zum 6:1-Endstand voll machten.
In Ensingen entwickelte sich ein emotionaler Schlagabtausch, der die Zuschauer bis zur letzten Sekunde in Atem hielt. Die Gäste aus Kirchheim schienen nach Toren von Kai Müller (26.) und Liborio Crosta (38.) bereits zur Pause wie der sichere Sieger. Doch Ensingen bewies nach dem Seitenwechsel eine unglaubliche Moral: Innerhalb von nur elf Minuten glichen Davide Tasselli (48.) und Robin Carta (59.) die Partie zum 2:2 aus. Die Freude der Hausherren währte jedoch nicht lange. In der 71. Minute setzte Kirchheim den entscheidenden Nadelstich durch Albin Abdullahu, der zum 2:3-Endstand traf. Ensingen warf in der Schlussphase zwar alles nach vorne, konnte die bittere Heimniederlage aber nicht mehr abwenden.
Diese Begegnung in Illingen war ein klassisches Duell vom Punkt. In einer hart umkämpften Partie, in der spielerische Glanzpunkte eher selten waren, fielen beide Treffer nach Standardsituationen. Zunächst brachte Fynn Köppl die Hausherren in der 16. Minute durch einen verwandelten Handelfmeter in Führung. Bissingen brauchte bis weit in den zweiten Durchgang, um zu antworten: In der 53. Minute behielt Eros Ciatto die Nerven und verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:1-Ausgleich. Die Schlussphase wurde extrem hitzig, was durch eine schier endlose Nachspielzeit unterstrichen wurde. In der 98. Minute sah Kristof Grünenwald bei den Gästen noch die Gelb-Roten Karte, doch am Unentschieden änderte sich nichts mehr.
Vor 120 Zuschauern in Bietigheim sahen die Fans eine Partie, die durch die individuelle Klasse eines Bönnigheimers gedreht wurde. Mezopotamya erwischte den besseren Start und ging durch Maximo Sezgi bereits in der 13. Minute mit 1:0 in Führung. Doch dann schlug die Stunde von Noah Maier: Mit einem Doppelpack in der 36. Minute und tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) drehte er die Begegnung im Alleingang zur 1:2-Pausenführung. Bietigheim drängte im zweiten Durchgang leidenschaftlich auf den Ausgleich, lief jedoch in der extrem langen Nachspielzeit in einen Konter. In der 100. Minute (90.+10) machte Luigi Annunziata mit dem 1:3 alles klar.
In Markgröningen sahen die Zuschauer ein packendes Duell auf Augenhöhe, bei dem sich beide Teams letztlich die Punkte teilten. Die Hausherren gingen durch Brian Richard in der 24. Minute mit 1:0 in Führung, doch Riexingen antwortete postwendend durch David Follak (28.). Praktisch mit dem Halbzeitpfiff brachte Juri Gnad (45.) Markgröningen erneut in Front. Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend, bis Marc Tröger in der 65. Minute die Lücke in der Markgröninger Abwehr fand und zum 2:2-Endstand einnetzte. In der Schlussphase agierten beide Teams vorsichtiger, um den Punkt nicht mehr zu gefährden.
Was sich in Horrheim vor 117 Zuschauern abspielte, war eine regelrechte Offensiv-Gala der Gäste. Die Spielgemeinschaft Hohenhaslach/Freudental spielte sich phasenweise in einen Rausch. Luca Sautter (6.), Marcel Göttfert (26., Foulelfmeter) und Finn Schopper (30.) sorgten für eine frühe 0:3-Führung. Horrheim kam durch Sascha Berger (43.) zwar auf 1:3 heran, doch postwendend erhöhte erneut Göttfert (44.) auf 1:4. Auch nach dem Wechsel ließen die Gäste nicht locker: Schopper (48.) und Linus Tröster (86.) legten nach, während Luca-Niklas Schneider einen besonders kuriosen Tag erlebte: Erst unterlief ihm ein Eigentor (61.), bevor er in der 88. Minute auf der richtigen Seite zum 2:7-Endstand traf.
In Großglattbach entwickelte sich eine dramatische Partie mit wechselnden Führungen. Die Gäste vom SV Hellas erwischten durch Dardan Marashi (4.) einen Blitzstart, doch die Hausherren drehten das Spiel durch Tore von Florian Kuhnle (21.) und Markus King (38.) zur 2:1-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel wurde jedoch Dani Da Silva zum Matchwinner für die Bietigheimer. Mit einem Doppelpack in der 51. und 61. Minute drehte er die Begegnung erneut zugunsten der Gäste. Großglattbach warf in der Schlussphase alles nach vorne, biss sich am Abwehrbollwerk von Hellas jedoch die Zähne aus, sodass es beim knappen Auswärtssieg blieb.