Statt des Befreiungsschlages gab es für den SV Walbeck nur einen Punkt.
Statt des Befreiungsschlages gab es für den SV Walbeck nur einen Punkt. – Foto: A. Wahl

Frauen des SV Walbeck zwischen Hoffen und Bangen

Niederrheinliga der Frauen: Gastgeber muss sich mit 1:1 gegen Viktoria Winnekendonk begnügen.

Die 87. Minute, in der Lena Jansen den Ball zum 1:1-Endstand gegen Viktoria Winnekendonk einköpfte, könnte sich für den Frauen-Niederrheinligisten SV Walbeck noch als der entscheidende Moment im Kampf um den Klassenerhalt herausstellen.

SV Walbeck
1:1
SV WiDo
Der erhoffte Befreiungsschlag in Form eines Heimsieges blieb zwar aus. Doch immerhin konnte der SV Walbeck den Rückstand auf den rettenden zwölften Tabellenplatz auf drei Punkte verringern. Bereits am Sonntag hatte Konkurrent HSV Langenfeld, der ein Spiel mehr ausgetragen hat, bei TuSA Düsseldorf mit 1:4 verloren.

Wenn alles optimal läuft, kann der SV Walbeck am kommenden Sonntag den Klassenerhalt perfekt machen, da die Mannschaft im direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit entscheidet, die Nase vorn hat. Dazu müssen die Grün-Weißen ihr Gastspiel beim Absteiger Eintracht Solingen gewinnen und parallel darauf hoffen, dass der Tabellenzweite Borussia Mönchengladbach II seiner Favoritenrolle in Langenfeld gerecht wird.

Zum Geschehen am Bergsteg: Vor mehr als 150 Zuschauern entwickelte sich kein hochklassiges Niederrheinliga-Derby. Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, dass die Viktoria keineswegs angereist war, um Nachbarschaftshilfe zu leisten. Die Gäste gingen nach zwölf Minuten in Führung. Selina Berns schoss aus 18 Metern Distanz aufs Walbecker Tor. Torhüterin Viola Koblenz, die etwas zu weit vor ihrem Gehäuse stand, hatte das Nachsehen.

Wieder einmal musste die Heim­elf einen Rückstand verkraften. Erst kurz vor der Pause tauchte der SV Walbeck gefährlich vor dem Winnekendonker Tor auf. Gleich zweimal verhinderte Aluminium den Ausgleich. Zunächst traf Marie Aengenvoort nur den Pfosten, den Abpraller setzte Marie Wellmans an die gleiche Stelle. In einer von vielen Unterbrechungen geprägten zweiten Hälfte machten die Gastgeberinnen viel Druck. Von der Offensive der Viktoria war kaum noch etwas zu sehen. Einer der vielen Standards führte dann doch noch zum verdienten Ausgleich. Nach einer Ecke war Torjägerin Lena Jansen zur Stelle. „Es war eine gute kämpferische Leistung von uns, mit dem Punkt kann ich gut leben“, sagte Viktoria-Coach Uli Berns. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit das Unentschieden auf alle Fälle verdient“, meinte Walbecks Trainer Dieter Blomm.

SV Walbeck: Koblenz – Vester, Patyk, Rasch (74. Kostyrok), Wellmans (76. Winter), Jansen, Grusa, Aengenvoort, Finger, Peschges, Juntermanns (58. Hanßen).

Viktoria Winnekendonk: Hönning – Vos, Böhm, Hölzle, Tepaß (90. Samira Berns), Selina Berns (83. Lamers), Luyven (56. Luyven), Klucken, Linßen, Claus (90. Merz), Stein.

Aufrufe: 07.6.2022, 18:00 Uhr
RP / Klaus SchopmansAutor