Der VfR Bürstadt tut sich in der neuen Umgebung A-Liga noch etwas schwer.
Der VfR Bürstadt tut sich in der neuen Umgebung A-Liga noch etwas schwer. – Foto: Nückel/Steinmann

VfR Bürstadt: Frischer Wind dank David Vorreiter

Der KOL-Absteiger hat sich in der A-Liga gefangen, sucht aber weiter nach Verstärkungen

Bürstadt. Nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga Bergstraße tut sich der VfR Bürstadt auch in der neuen Umgebung recht schwer und belegt Tabellenplatz zwölf. Dass es beim ehemaligen Zweitligisten dennoch viele positive Ansätze gibt, hängt auch mit Trainer David Vorreiter zusammen, der seit Sommer Schwung in den zuletzt etwas wackeligen Laden gebracht hat.

Anspruch und Wirklichkeit: Aufgrund der vielen Zugänge trauten einige eingefleischte VfRler ihrer Mannschaft zu, oben mitspielen zu können. Dabei ignorierten sie den Umstand, dass die Elf komplett neu formiert werden musste. „Vom Kader der Vorsaison blieben letztlich nur zwei Spieler“, bringt es Trainer David Vorreiter auf den Punkt. Nicht umsonst ist der Absteiger erneut in der unteren Tabellenhälfte beheimatet.

Was war gut? Der Saisonstart mit dem 6:1-Heimsieg über die TG Jahn Trösel und die starke Serie im Oktober mit vier Erfolgen. Diesen spielerischen Status hätten die Bürstädter gerne gehalten. Doch aufgrund diverser Ausfälle gingen die drei letzten Spiele vor der Winterpause verloren. „Uns fehlten zwei, drei Spieler, um unser Niveau vom Oktober halten zu können“, bedauert Vorreiter.

Was geht besser? Gerade in der Anfangsphase gab es Spiele, in denen die Akteure viel zu weit weg von ihren Gegenspielern waren. „Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht“, weiß der Trainer.

Wie haben die Zugänge eingeschlagen? Mit Nadir-Volkkan Celikan (eigene Reserve) und Ahmet Tubay (Starkenburgia Heppenheim) haben zwei Zugänge jeweils ein Dutzend Tore erzielt. Auch viele weitere Zugänge wussten zu überzeugen. „Einige sind froh, dass ich sie aus ihrem fußballerischen Dornröschenschlaf wach geküsst habe“, sagt Vorreiter mit Blick auf Flavius Guzmann Blando, der bei Vorreiters altem Verein SV Zwingenberg zu den Leistungsträgern zählte, es aber nie in einer höheren Klasse versuchte.

Gibt es in der Winterpause personelle Veränderungen? Bereits in der Hinrunde kam Torhüter Markus Rothenhäuser von der SG Lautern, ist nun spielberechtigt. „Trotz sehr intensiver Bemühungen ist er unser vorerst einziger Zugang. Wir bleiben aber an dem Thema dran“, sagt Vorreiter.

Was ist noch drin in dieser Saison? Die Bürstädter wollen den Klassenerhalt so früh wie möglich zu den Akten legen, mit einer guten Endplatzierung die Voraussetzung für eine entspannte Saison 2023/24 legen. Aber auch in dieser tun die eingefleischten VfRler wohl gut daran, eine Rückkehr in die Kreisoberliga nicht zu erwarten.



Aufrufe: 07.1.2023, 10:00 Uhr
Matthias B�hrAutor