2024-05-22T11:15:19.621Z

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Der VfB Hilden hat sich gegen St.Tönis erst spät zum Sieger gekürt.
Der VfB Hilden hat sich gegen St.Tönis erst spät zum Sieger gekürt. – Foto: Jens Terhardt

VfB Hilden steht jetzt sicher auf Rang fünf

Als schon alles auf ein Unentschieden beim SC St. Tönis hindeutet, schlagen die Hildener Fußballer in letzter Minute doch noch zu. Lukas Lier trifft in der Nachspielzeit zum 1:0-Erfolg über den Oberliga-Rivalen.

In der Hinrunde feierten die Fußballer des VfB Hilden noch einen deutlichen Erfolg über den Oberliga-Rivalen – allerdings auf eigener Anlage. Diesmal reichte es nur zu einem knappen Sieg, doch der Jubel der Hildener war nicht minder groß. Immerhin bewies die Mannschaft von Tim Schneider auf ihre Art „Meisterqualitäten“ à la Bayer 04 Leverkusen. Geduldig bearbeitete sie den Gegner – und schlug dann in der Nachspielzeit zu. „Ein Tor des Jahres“, befand der VfB 03-Coach kurz und bündig, denn die Flanke von Koray Temiz beförderte Lukas Lier mit der Hacke zum 1:0 (90+3) über die Linie. Für Schneider war der Siegtreffer hochverdient. „Wir haben mehr für das Spiel getan und wollten unbedingt gewinnen, trotz der gefährlichen Konter, die St. Tönis gelaufen ist.“ Die Rechnung ging auf, auch weil Lier ein „feines Füßchen“ bewies.

Durch den späten Erfolg festigte der VfB 03 den fünften Platz in der Oberliga Niederrhein, da Verfolger ETB SW Essen bei der SpVg Schonnebeck im Duell zweier aufstiegsambitionierter Mannschaften klar mit 1:5 unterlag und aktuell vier Zähler Rückstand auf die Hildener hat. Nächsten Sonntag erwartet das Schneider-Team dann den TVD Velbert, der an diesem Wochenende spielfrei hatte.

Tim Schneider schickte in St. Tönis eine veränderte Anfangsformation ins Rennen. Diesmal standen mit Shadrak Dombe und Calvin Mockschan zwei Nachwuchsleute von Beginn auf dem Platz. In der Innenverteidigung agierte für den gelb-gesperrten Peter Schmetz Marvin Brüggehoff an der Seite von Fabian zur Linden, während Nick Sangl und Len Heinson die Außenpositionen in der Abwehrkette übernahmen.

Entscheidung in letzter Sekunde

Nach verhaltenem Beginn setzte sich Talha Demir mit einem gut gezirkelten Eckball in Szene, der fast den direkten Weg ins Tor fand (20.). Dann stürmte Nils Gatzke über die Außenbahn nach vorne, doch seinen Schuss wehrte ein Verteidiger ins Toraus ab (32.). Die Hildener bestimmten die erste Halbzeit, ohne sich jedoch die ganz klaren Chancen zu erarbeiten. Immerhin standen sie so kompakt, dass der Gegner offensiv nicht in Erscheinung trat.

Nach dem Wiederanpfiff landete ein 25-Meter-Hammer von Mockschan an der Latte (46.). Auf der anderen Seite klärte Heinson in höchster Not zur Ecke, den anschließenden Kopfball parierte Yannic Lenze (47.). Der eingewechselte Amin Bouzraa prüfte SC-Keeper Felix Burdzik mit einem Schuss aus 20 Metern. (65.). Kurz vor dem Ende zog Bouzraa erneut ab, doch ein Verteidiger fälschte den Ball ab (85.). Zwei Minuten später tankte sich Gatzke ein weiteres Mal in den gegnerischen Strafraum, verfehlte aber den Kasten.

St. Tönis setzte in der zweiten Halbzeit hingegen auf Konter, zumal sich die Hildener im Vorwärtsgang einige Ballverluste leisteten. Doch trotz der Einwechslung frischer Stürmer konnten die Platzherren daraus kein Kapital schlagen. Besser machte es Lukas Lier, der den Ball nach einer Temiz-Flanke technisch versiert ins Netz bugsierte.

Aufrufe: 015.4.2024, 17:30 Uhr
RP / Birgit SickerAutor