2024-05-28T14:20:16.138Z

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Hilden II hat mit Mühe gewonnen.
Hilden II hat mit Mühe gewonnen. – Foto: Thomas Haesler

VfB 03-Zweite besiegt DV Solingen mit Mühe

Die Hildener Landesliga-Fußballer machen den wichtigen Heimerfolg trotz 20-minütiger Überzahl erst spät klar.

VfB 03 Hilden II – DV Solingen 3:1 (1:1). Erst mit dem Treffer von Mittelfeldspieler Lukas Lier,der sich in der Nachspielzeit beherzt durchsetzte und aus halblinker Position in die kurze Ecke traf, war das Landesliga-Derby entschieden. Was Trainer Manuel Mirek vor der Partie eingefordert hatte, setzten die Hildener, wenn auch mit einigen Problemen, doch noch erfolgreich um.

Zunächst liefen die Gastgeber dem 0:1-Rückstand hinterher, den der freistehende DV-Kapitän Tarkan Türkmen bereits nach fünf Minuten erzielte. Nach Kopfballvorlage des Ex-VfBers Ismail Cakici, den die Hildener bei der Vorbereitung auf das Duell noch als sogenannten „Zielspieler“ ausgemacht hatten. In dieser Szene, und auch einige Male im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten wurde Cakici dieser Aufgabe gerecht, weil sich die VfB 03-Defensive nur unzureichend auf das oft durch lange Pässe in Richtung gegnerischen Strafraum geprägte Offensivspiel der Solinger einstellte.

Nach einer Viertelstunde bekamen die Einheimischen einen besseren Zugriff auf Ball und Gegner, gingen nun energischer in die Zweikämpfe. So fiel das 1:1 durch den direkt verwandelten Freistoß von Simon Metz, der das Spielgerät aus halbrechter Position an Freund und Feind vorbei in die lange Ecke beförderte, zum richtigen Zeitpunkt. Der Ausgleich beflügelte die Hildener. Der mit einer starken Leistung überzeugende Calvin Mockschan schoss einen Freistoß (27.) an den „zweiten Pfosten“, den Nachschuss von Kunzl wehrte DV-Torsteher Robert Marabian zur Ecke ab. Der VfB 03 blieb am Drücker. Lukas Lier, der kämpferisch sehr präsente Dominik Rodrigues Figueiredo und der spielfreudige Mockschan kurbelten die Offensivaktionen an.

Die erste torgefährliche Situation nach dem Seitenwechsel gehörte den Gästen, doch der stets Ruhe ausstrahlende Schlussmann Leon Feher parierte den Schrägschuss von Cakici. Dann war der VfB 03 (und Simon Metz) dran. Dessen lang gezogenen Freistoß von der linken Seite verwandelte Timo Kunzl volley zur Führung. Die Platzherren schienen in dieser Phase auf einem guten Weg, doch die Gäste hielten energisch dagegen. Auch in numerischer Unterzahl nach der „Ampelkarte“ (72.) für Mittelfeldspieler Jens Perne. Der bereitete zwei Minuten zuvor noch die Chance für Musa Sagkulak vor, der den Ball allerdings in die zweite Etage drosch. Auf der Gegenseite zeichnete sich Marabian gegen Marco Tassone aus (76.).) und Mockschan (79.) verzog nur knapp.

Elfmeter gefordert

Aufregung kurz vor Ende der regulären Spielzeit nach einem vermeintlichen Handspiel im Hildener Strafraum. DV-Coach Engin Kizilarslan forderte vehement „Elfmeter“, sah dafür die gelbe Karte. Nach dem Abpfiff fasste der DV-Trainer zusammen: „Da waren heute ein paar fifty-fifty Entscheidungen, die der Schiri zu unserem Nachteil auslegte. Wie kurz vor Schluss, das war ein klares Handsspiel im Hildener Strafraum. Wir haben hier gut angefangen, gingen früh in Führung. Die ersten beiden Gegentore nach Standards hätten wir aber verhindern müssen. Nach dem 1:2 war es schwer, dennoch haben die Jungs das in Unterzahl ordentlich gemacht.“

Auch VfB 03 II-Trainer Manuel Mirek sprach die sogenannten Standards an: „Diesmal haben wir das Spiel durch zwei Freistöße entschieden. Vom Ansatz war das schon ganz gut, dennoch haben wir uns viele unnötige Ballverluste erlaubt. Dass wir uns erst nach dem Rückstand besser auf die uns eigentlich bekannte Spielweise des Gegners einstellten, hat mir nicht gefallen. Genausowenig, dass wir nach dem Platzverweis nicht konsequent die Initiative übernommen haben. Kein schöner, aber doch wichtiger Sieg.“

Aufrufe: 06.11.2023, 14:45 Uhr
RP / Elmar RumpAutor