2024-03-04T12:27:13.471Z

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Ein Biebricher Sturm-Talent, das derzeit durch starke Form besticht: Der 20-jährige Elias Walter, beim 3:1 gegen Hadamar als einzige Spitze aufgeboten, glänzt als Torschütze und Vorlagengeber.
Ein Biebricher Sturm-Talent, das derzeit durch starke Form besticht: Der 20-jährige Elias Walter, beim 3:1 gegen Hadamar als einzige Spitze aufgeboten, glänzt als Torschütze und Vorlagengeber. – Foto: Frank Heinen/rscp

Verbandsliga: Wallufer erkämpfen in Unterzahl 1:1

Elfmetertor führt zum Ausgleich gegen Niedernhausen +++ Becht ein Thema?+++ 02er mir bärenstarker Vorstellung

Region. Nach der Trennung von Chefcoach Daniel Dillitz kam Verbandsligist SG Walluf im Derby gegen den SV Niedernhausen zu einem 1:1. Wobei die Rheingauer nach der Gelb-Roten-Karte gegen Niklas Berger eine gute halbe Stunde in Unterzahl spielten. Woraus Niedernhausen lediglich beim Führungstreffer Kapital schlug. Der SVN hielt aber auf jeden Fall den Sechs-Punkte-Puffer zu den Wallufern. Beim Letzten verloren, gegen Ex-Hessenligist RW Hadamar beim 3:1 eine prima Vorstellung gezeigt – Biebrich 02 fährt derweil Achterbahn.

FV Biebrich 02 – RW Hadamar 3:1 (1:1). – Nach Balleroberung von Nazeem Aboubakari leitete das Dribbling von Nikos Iosifidis die Führung ein. Nach seiner Vorlage brauchte Elias Walter nur abzustauben. Der Ausgleich nach einer Ecke durch den Kopfball von Junmoon Park schreckte die Biebricher nicht. Sie blieben dran und hatten auch immer das von einer kleinen Gruppe junger Fans aufgehängte große Banner auf dem Kunstrasen im Auge. „Wer alles gibt, kann nie verlieren, denn das Herz siegt immer“, stand da in dicken blauen Lettern. Und die 02er agierten nach dem 1:3 bei Schlusslicht Waldgirmes II tatsächlich mit Herz. Im Anschluss an die Hereingabe von Aboubakari legte Walter für den 2:1-Schützen David Meurer auf. Drei Minuten später setzte sich Iosifidis erneut als Vorbereiter in Szene – diesmal nutzte Max Hasenstab die Vorlage zum 3:1. „Wir haben konsequent, kompakt und bissig verteidigt, über 90 Minuten keine Schwächen in der Defensive gezeigt. Dazu kamen unsere Umschaltmomente. Deshalb war der Sieg in Summe verdient“, sagte 02-Chefcoach Nazir Saridogan, der gar nicht auswechselte, auch Torjäger Orkun Zer auf der Bank beließ. Ein starker Auftritt, der Mut macht für das Jahresfinale beim FC Ederbergland (Sa., 14.30 Uhr).

FV Biebrich 02: Simon; Luft, Bolela, Meurer, M. Tahiri, Dorul, Iosifidis, Amoako, M. Hasenstab, Aboubakari, Walter.

Tore: 1:0 Walter (10.), 1:1 Park (27.), 2:1 Meurer (69.), 3:1 Hasenstab (62.). – Schiedsrichter: Philip Pietrowski. – Zuschauer: 90.

SG Walluf – SV Niedernhausen 1:1 (0:0). – Die Rheingauer schnupperten durch Tobias Bellin früh am 1:0, ehe Davide Frusteri auf der Gegenseite SG-Torwart David Staegemann prüfte. Das Derby hatte Fahrt aufgenommen. Die Wallufer blieben bei der Chance von Jan Löwer dran, hatten auch Glück, dass Gäste-Spieler Alexander Scholz aus bester Position vergab. Nach der Pause hatte die Ampelkarte von SG-Spieler Niklas Berger, der kurz vor dem Wechsel wegen angeblichen Ballwegschlagens Gelb gesehen hatte und in der zweiten Szene mit langem Bein versuchte zu klären, sofort Auswirkungen. In Überzahl legte Frusteri für Ivan Rebic auf, der aus 18 Metern abzog und zum 0:1 ins untere Eck traf. Doch damit war es mit der Niedernhausener Herrlichkeit vorüber. „Wir haben das in Überzahl einfach nicht mehr gut gemacht. Walluf hat sich das Unentschieden letztlich verdient“, fand SVN-Sportchef Stephan Mohr. Wobei ein Elfmeter – Gäste-Spieler Marvin Kauer und Gianluca Radtke waren beteiligt – durch Jan Löwer zum Endstand führte. „Es gab ein ganz kurzes Halten. Aber die Mehrzahl der Verbandsliga-Schiedsrichter hätte wohl nicht gepfiffen“, sagte Mohr. SG-Teammanager Timo Sieben, der zusammen mit Nils Balder und Marvin Esser Regie führte, räumte ein, dass der Strafstoß etwas glücklich war, attestierte ansonsten „einen vernünftigen Auftritt. Nach dem Platzverweis und dem Rückstand war unsere Mannschaft extrem gallig“.

Thorsten Becht kennt etliche SG-Spieler und die Liga

Was die Trainerfrage nach der Trennung von Daniel Dillitz angeht, haben die Wallufer Kandidaten ins Visier gefasst. „Es muss aber in Verbindung mit der Mannschaft passen“, sagt SG-Vorsitzender Detlef Dombrowski, ohne Namen zu nennen. Gut möglich aber, dass Thorsten Becht (ehemals Spvgg. Eltville) in den Kandidatenkreis rückt. Er kennt die Verbandsliga aus Eltviller Zeiten, kennt etliche der aktuellen Wallufer Spieler und blickt als Spieler auf eine Vergangenheit im SG-Trikot zurück. Nach seinem Ausscheiden in Eltville hatte es Kontakte zwischen den Wallufern und ihm gegeben. Bleibt abzuwarten, ob sie wieder aufleben. Es könne auch, betont Dombrowski, eine „Zwischenlösung“ geben. Die Wallufer müssen nun nach Pohlheim (So., 14.30 Uhr), Niedernhausen empfängt Waldbrunn (So., 14 Uhr).

SG Walluf: Staegeman; Johannes Buff (70. Reichert), Esser, Hernandez, Berger, J. Dalbert, Kauer, Bellin, Julius Buff, Balder (56. Bienek), Löwer.

SV Niedernhausen: Ozawa; Radtke, Anin Junior (85. Fujinaga), L. Blenske, Waldraff, Burkhardt, Scholz, Ortega Tapia (84. Ciolak), Asgharpour Meinagh, Frusteri, I. Rebic.

Tore: 0:1 Rebic (51.), 1:1 Löwer (76./Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Oleg Koraliov. – Zuschauer: 150. – Gelb-Rot: Berger (49.).

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.

Aufrufe: 026.11.2023, 23:00 Uhr
Stephan NeumannAutor