– Foto: Christian Haas

Gruppe 1: Nervenkrimi in der Bezirksliga

Ratingen II, TV Kalkum-Wittlaer und DSC 99 kämpfen gegen den Abstieg.

Selbst Alfred Hitchcock hätte das Saisonfinale in der Bezirksliga kaum spannender inszenieren können. Am letzten Spieltag fällt in Gruppe 1 die Entscheidung darüber, wer neben den bereits feststehenden Absteigern SV Uedesheim, SV Hösel und Novesia Neuss als viertes Team den schweren Gang in die Kreisliga A antreten muss.

Im Dreikampf mit Ratingen 04 II (10, Platz; 30 Punkte) und dem TV Kalkum-Wittlaer (11.; 29) hält der DSC 99 (12.; 28) vor dem finalen Showdown die schlechtesten Karten.

Doch das kann die positive Grundstimmung von Sascha Walbröhl in keinster Weise trüben. „Ich bin unverändert mega stolz auf meine Mannschaft. Dass wir überhaupt in der Lage sind, uns vor dem letzten Spieltag noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen zu dürfen, kann man ihr gar nicht hoch genug anrechnen“, sagt der Trainer des DSC 99 vor dem abschließenden Derby beim Lohausener SV (Sonntag; 15.30 Uhr). Auch wenn der „Club“ auf dem Weg zur Rettung noch auf fremde Schützenhilfe angewiesen ist, sind die Chancen auf den Ligaverbleib gar nicht so gering. Denn bei Punktgleichheit nach Abschluss aller Spiele zählt im Abstiegskampf der direkte Vergleich. Und diesen hat der DSC sowohl gegen Ratingen als auch gegen den TV Kalkum-Wittlaer für sich entschieden. Heißt: Der Walbröhl-Elf würde in Lohausen schon ein Unentschieden genügen, sofern der TV Kalkum-Wittlaer zeitgleich beim Tabellenvierten DJK Neuss-Gnadental (Sonntag, 15 Uhr) verliert. Gewinnt der DSC in Lohausen, würde selbst Ratingens Reserve ein Remis zu Hause gegen den BV Wevelinghoven aufgrund des direkten Vergleichs nicht mehr genügen. Ratingen legt in diesem Nervenkrimi am Sonntag bereits um 13 Uhr vor.

Ein Vorteil für den DSC könnte sein, dass die Spiele der Konkurrenten schon früher angepfiffen werden. Zudem kann Sascha Walbröhl im Gegensatz zu den Vorwochen personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Allerdings trifft der „Club“ auf einen hochmotivierten Gegner. „Wir wissen um unsere Rolle und werden im Sinne der Fairness natürlich Vollgas geben. Die Jungs sind heiß auf das Spiel“, verspricht SVL-Coach Torsten Schedler.

Aufrufe: 018.6.2022, 16:30 Uhr
RP / Marcus GiesenfeldAutor