Bereits seit dem Jahreswechsel war klar, dass Kocadal am Wendelweg nicht weitermachen würde, weil Oliver Zapel zur neuen Saison übernimmt. Sportlich blieb Dassendorf in der Oberliga Hamburg zwar erneut ein Spitzenteam, verpasste aber den Sprung in die Regionalliga-Relegation. Nun folgt nicht nur auf der Trainerposition ein Wechsel, sondern auch im Kader ein deutlicher Einschnitt.
Große Namen sagen Tschüss
Besonders emotional waren die Abschiede von Spielern, die Dassendorf über viele Jahre geprägt haben. Kristof Kurczynski, Benno Dettmann und Mattia Maggio wurden bereits vor dem Spiel verabschiedet. Nach der Partie folgten weitere Spieler und Trainer.
Kurczynski und Dettmann standen jeweils seit 2014 für die TuS auf dem Platz. Beide wurden mit Dassendorf zweimal Hamburger Pokalsieger und sechsmal Hamburger Meister. Maggio kam 2018 zum Verein, gewann einmal den Hamburger Pokal und wurde zweimal Hamburger Meister.
Allein diese drei Namen stehen für eine Phase, in der Dassendorf den Hamburger Amateurfußball über Jahre mitgeprägt hat. Kurczynski wechselt bekanntlich zum SV Curslack-Neuengamme zurück und soll dort nach dem Oberliga-Abstieg beim Landesliga-Neustart eine zentrale Rolle übernehmen.
Abschied von viel Erfahrung
Neben Kurczynski, Maggio und Dettmann verlassen auch mehrere weitere Spieler den Wendelweg. Verabschiedet wurden Len Strömer, Jordan Brown, Eciyes Palo, Marvin Büyüksakarya, Gianluca Babuschkin, Ashton Götz, Max Wendt, Tobias Braun, Yannik Nuxoll und Maximilian Grünberg.
Strömer gehörte seit 2019 zum Kader und wurde mit Dassendorf zweimal Hamburger Meister. Andere Spieler waren kürzer dabei, doch die Summe der Abschiede zeigt, dass der Verein im Sommer deutlich neu sortiert wird. Für einen Klub, der über viele Jahre von Kontinuität, Erfahrung und hoher individueller Qualität lebte, ist das eine einschneidende Veränderung.
Kocadal geht nach Norderstedt
Auch Kocadals Abschied passt in diesen Umbruch. Der 42-Jährige hatte Dassendorf in einer Saison geführt, in der die Erwartungshaltung hoch war. Dass die Regionalliga-Relegation am Ende verpasst wurde, bleibt sportlich stehen. Gleichzeitig war es keine einfache Aufgabe, einen großen, ambitionierten und stark besetzten Kader über eine komplette Saison zu moderieren.
Nun geht Kocadal den nächsten Schritt und übernimmt Eintracht Norderstedt. Dort wartet in der Regionalliga Nord eine andere Aufgabe: weniger Aufstiegsdruck, dafür frühzeitig Stabilität und möglichst schnell den Klassenerhalt sichern.
Danke am Wendelweg
Dassendorf verabschiedete die scheidenden Spieler und Trainer mit deutlichen Worten: „Danke für euren Einsatz, eure Hingabe und die gemeinsame Zeit am Wendelweg!“ Der Verein wünschte allen für den weiteren Weg nur das Beste und lud sie ein, sich auch künftig immer wieder am Wendelweg blicken zu lassen.
Für TuS Dassendorf beginnt damit ein neues Kapitel. Mit Zapel kommt ein neuer Trainer, gleichzeitig muss der Kader nach vielen Abgängen neu geformt werden. Die Ansprüche am Wendelweg werden auch künftig hoch bleiben - doch nach diesen Abschieden ist klar, dass die nächste Dassendorfer Mannschaft ein anderes Gesicht haben wird.