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Türkspor Rückzug: Hirsch, Mölders & Langeneke mit deutlicher Kritik

Sascha Mölders, Trainer des SC Weidenbrück, und Dietmar Hirsch, Trainer des MSV Duisburg, haben eine klare Meinung zum Rückzug von Türkspor Dortmund. Jens Langeneke kritisiert die Zulassungskriterien für die Regionalliga West.

von André Nückel · 13.03.2025, 11:32 Uhr · 0 Leser
Dietmar Hirsch (l.), Sascha Mölders und Jens Langeneke äußern sich deutlich zum Rückzug von Türkspor Dortmund.
Dietmar Hirsch (l.), Sascha Mölders und Jens Langeneke äußern sich deutlich zum Rückzug von Türkspor Dortmund. – Foto: Pressefoto Eibner, IMAGO/Jens

Der Rückzug von Türkspor Dortmund wird die Regionalliga West noch ein Weilchen beschäftigen, schließlich gleicht sich der Spielplan erst nach dem letzten Spieltag aus. Eventuell dann sogar zum Nachteil von Borussia Mönchengladbach U23 im Aufstiegsrennen. Neben Dietmar Hirsch vom MSV Duisburg haben sich auch Sascha Mölders vom SC Wiedenbrück und Jens Langeneke von Fortuna Düsseldorf U23 klar positioniert.

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Wettbewerbsverzerrung durch Punktabzüge

Durch den Rückzug von Türkspor Dortmund werden allen Teams, die gegen den Absteiger gepunktet haben, diese Zähler abgezogen. Der MSV Duisburg spielte bereits zweimal gegen Türkspor und verliert nach einem 5:0 und einem 3:0 8:0-Tore und sechs Punkte. Dadurch ist der Vorsprung in der Tabelle auf Gladbach II auf fünf Punkte geschmolzen. "Wenn wir als Profiliga gesehen werden, gehe ich davon aus, dass bereits bei der Lizenzvergabe alle Rahmenbedingungen insofern erfüllt sind, dass nicht während der Saison eine Mannschaft zurückziehen kann. In der aktuellen Phase der Saison, in der es um den Aufstieg und gegen den Abstieg geht, wird jetzt in der Tabelle einiges durcheinandergewirbelt. Für mich ist das klare Wettbewerbsverzerrung", sagt der MSV-Coach über das vorzeitige Aus des Rivalen.

Für Mölders ist der Rückzug ein Skandal

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Mölders, der mit dem SC Wiedenbrück im Abstiegskampf steckt. Die Ostwestfalen verlieren drei wichtige Punkte. „Es ist ein Skandal! Das ist miserabel für den ganzen Westdeutschen Fußballverband. Hierbei gibt es keinen Gewinner, das macht so keinen Spaß. Wir sind auch ein kleiner Verein, haben unser Budget, dafür habe ich einfach kein Verständnis. Die holen noch fünf neue Spieler im Winter, das kannst Du nicht machen. Die Mannschaften, die jetzt durch die Spielabsagen aus dem Rhythmus kommen, tun mir alle leid. Es nervt einfach alle", sagte der ehemalige Bundesliga-Spieler dem Reviersport.

Fortuna Düsseldorf U23 trifft das Türkspor-Dortmund in dieser Woche doppelt, denn der Zweitliga-Nachwuchs hat plötzlich spielfrei. Am Samstag hätte F95 II gegen die Dortmunder, die in Hagen ihr Asyl fanden, gespielt. Der Rückzug hat zwar nicht nur finanzielle Gründe, aber eben auch wirtschaftliche Faktoren haben auch eine gewichtige Rolle gespielt. In einem Schreiben an die Mannschaft gab der Vorstand den Spielern eine Teilschuld an der Entscheidung, sofort die Flinte ins Korn zu schmeißen. Unter anderem kritisierte der Klub die schwache Körpersprache seiner Akteure, am vergangenen Wochenende gab es ein 0:7 gegen den SC Paderborn II.

Langeneke sieht Teilschuld beim WDFV

Für Langeneke trägt auch der Verband eine Teilschuld, wie er im RS ausführt: "Ich denke, der Verband sollte sich wirklich Gedanken machen, welche Vereine für die Regionalliga eine Zulassung bekommen. Aktuell scheint es nur wichtig zu sein, dass Gästefans ein Dach über dem Kopf haben, das Finanzielle spielt gar keine Rolle. Es ist ja nicht nur Türkspor, auch Uerdingen ist da Thema, es gibt noch einen Verein, um den es gerade Gerüchte gibt. Es ist komisch, wenn drei oder vier Vereine nicht wissen, ob sie die Saison zu Ende spielen.“

In der Tat wird es für kleinere Vereine und Aufsteiger immer schwieriger, die Voraussetzungen des Westdeutschen Fußballverband (WDFV) für die Regionalliga West zu erfüllen. Immerhin ist der Aufstieg in die Regionalliga West auch mit dem Aufstieg in eine Profi-Liga verbunden. So haben am Niederrhein in der vergangenen Saison die Sportfreunde Baumberg als Meister und die SpVg Schonnebeck als Vizemeister freiwillig auf den Aufstieg verzichtet, um den Klub für ein 1-jähriges Abenteuer nicht zu gefährden. Beim KFC Uerdingen scheint der Spielbetrieb bis zum Sommer gesichert zu sein (Update am Donnerstag), wie es beim 1. FC Düren über die Saison hinaus weitergeht, bleibt abzuwarten.

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