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Türkgücü reagiert auf Spielabsage gegen Schweinfurt: „Wir haben alles versucht“

Schlusslicht erwartet Sportgerichtsverfahren

von Sebastian Isbaner · 14.03.2025, 14:12 Uhr · 0 Leser
Enttäuscht nach der Spielabsage: Türkgücü-Trainer Alper Kayabunar hätte sich gerne mit Spitzenreiter Schweinfurt gemessen.
Enttäuscht nach der Spielabsage: Türkgücü-Trainer Alper Kayabunar hätte sich gerne mit Spitzenreiter Schweinfurt gemessen. – Foto: IMAGO/Michael Sigl

Das Ligaspiel zwischen Türkgücü und dem 1. FC Schweinfurt wird nicht stattfinden. Auf die Münchner kommt jetzt ein sportgerichtliches Verfahren zu.

München – Nun ist es offiziell. Das Regionalliga-Spiel von Türkgücü München gegen den Tabellenführer kann nicht wie erhofft stattfinden. Das gab der BFV in einer Pressemitteilung bekannt.

Türkgücü München wartet auf die finale Entscheidung

Auf die Münchner kommt aufgrund der Spielabsage ein sportgerichtliches Verfahren zu. Die Punktvergabe erfolgt wahrscheinlich am grünen Tisch. „Es ist das Regelwerk, da kann man nichts machen. Wir müssen jetzt abwarten, wie die Entscheidung ausfällt“, sagt Präsident Taskin Akkay im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.

Grund für die Spielabsage ist das Fehlen einer geeigneten Spielstätte. Da das Spiel gegen den FC Schweinfurt ein Risikospiel ist, ist das Dantestadion keine Option. Daher bemühten sich die Münchner um Ausweichmöglichkeiten. Doch sowohl das Grünwalder Stadion als auch der ATS Sportpark in Heimstetten sind bereits ausgelastet. Einer Verschiebung des Spiels auf Sonntag oder einem Termin unter der Woche stimmten die Schweinfurter wiederum nicht zu.

„Es ist kein Nicht-Antritt von uns.“

Präsident Taskin Akkay über die Spielabsage gegen Schweinfurt.

Einen Vorwurf deswegen will Akkay sich und dem Verein allerdings nicht machen. „Wir haben alles versucht und mit allen Beteiligten gesprochen, um eine Lösung zu finden. Es ist kein Nicht-Antritt von uns. Es waren andere Umstände, die dazu geführt haben. Jetzt warten wir ab, was am Ende die Konsequenzen sind.“

Drei Siege aus fünf Spielen – Die Formkurve zeigt bei Türkgücü nach oben

Nichtsdestotrotz kommt die Absage des Spiels zu einem bitteren Zeitpunkt für das Schlusslicht. Mit dem Sieg in Bamberg am vergangenen Wochenende konnten die Münchner drei der letzten fünf Ligaspiele für sich entscheiden. „Ich bin sehr enttäuscht. Wir waren gut in Form und sind wieder an die Relegationsplätze herangerückt. Ich hätte mich gerne mit Schweinfurt gemessen. Da spreche ich auch für die ganze Mannschaft“, sagt Trainer Alper Kayabunar.

Im Kampf um den Klassenerhalt ist Türkgücü weiter unter Zugzwang. Fünf Punkte trennen das Schlusslicht aus München derzeit zu den Relegationsplätzen. Abhängig vom endgültigen Urteil in der Causa Schwaben Augsburg könnte der Abstand sogar auf zwei Punkte schrumpfen. Umso ungünstiger, dass Türkgücü eventuell komplett auf die Chance und den Versuch verzichten muss, auch gegen Schweinfurt etwas Zählbares mitzunehmen.

Die nächste Chance, im Abstiegskampf weiter Boden gutzumachen, gibt es somit erst am kommenden Wochenende gegen die Reserve der Kleeblätter aus Fürth. Anpfiff der Partie ist am Samstag, 22. März, um 14 Uhr. (seb)