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Türkgücü München kündigt Gang vor nächste Instanz an: „Irgendwann läuft es sonst aus dem Ruder“

Nächster Klub will um Punkte kämpfen

von Sebastian Isbaner · 11.03.2025, 15:06 Uhr · 0 Leser
Türkgücü München hatte das Heimspiel Anfang Oktober mit 1:3 gegen Schwaben Augsburg verloren. Der Tabellenletzte will erneut gegen die Wertung vorgehen und die nächste Instanz anrufen.
Türkgücü München hatte das Heimspiel Anfang Oktober mit 1:3 gegen Schwaben Augsburg verloren. Der Tabellenletzte will erneut gegen die Wertung vorgehen und die nächste Instanz anrufen. – Foto: Timo Scharer (www.fupa.net/obe

Die erfolgreiche Berufung des TSV Schwaben Augsburg sorgt für Unmut. Nach Bamberg will auch Türkgücü München gegen das Urteil vorgehen.

München – Noch immer sorgt das Urteil gegen den TSV Schwaben Augsburg und die Kehrtwende des BFV bei der Sanktion für die Schwabenritter für Unmut bei den betroffenen Vereinen. Türkgücü München hat seine Überlegungen abgeschlossen und will gegen die Entscheidung des Verbandes zusammen mit den anderen Mannschaften vorgehen.

BFV spricht nach Einspruch dem TSV Schwaben Augsburg die Punkte zu

Zur Erinnerung: In der laufenden Saison hat der TSV Schwaben Augsburg mehrmals gegen die Regionalliga-Regel verstoßen, mindestens vier deutsche U23 Spieler im Kader zu haben. Die Siege des Aufsteigers gegen den 1. FC Schweinfurt 05 (4:3), Türkgücü München (3:1), den SV Wacker Burghausen (3:2) und den FC Eintracht Bamberg (2:0) wurden deshalb zunächst am grünen Tisch für die unterlegenen Mannschaften gewertet. Insgesamt wäre auf den Aufsteiger ein Punktabzug von zwölf Zählern zugekommen.

Ende Februar ruderte der Bayrische Fußball-Verband mit der Entscheidung nach der Berufung der Augsburger zurück. Die Spiele der Augsburger sollen nun doch ihre Gültigkeit behalten. Zu Unmut der betroffenen Vereine, für die es im Kampf um den Klassenerhalt bzw. im Meisterschaftsrennen (Schweinfurt) um wichtige Punkte geht. Lediglich die Geldstrafe für die Fuggerstädter wurde bestätigt..

„Wenn ich es mir leisten kann, muss ich keine vier U23-Spieler in den Kader nehmen?“

Serdar Yilmaz ist verärgert über die Entscheidung des BFV.

Türkgücüs Vorstand Serdar Yilmaz kann die Entscheidung des BFV nicht nachvollziehen. „Wie soll denn das bis Saisonende weitergehen, wenn wir gegen direkte Konkurrenten spielen? Wenn ich mir das Geld dann leisten kann, dann muss ich keine vier U23-Spieler mit in den Kader nehmen? Irgendwann läuft das dann aus dem Ruder“, sagt Yilmaz im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.

Für ihn ist es die richtige Entscheidung, in dieser Angelegenheit die nächsthöhere Instanz anzurufen. Und das in Absprache mit den anderen betroffenen Teams. Der FC Eintracht Bamberg hat sich bereits Ende letzter Woche in Stellung gebracht. „Wir agieren mit den anderen Mannschaften zusammen. Bambergs Sportlicher Leiter meinte, dass sie auch in die letzte Instanz gehen werden. Wir sind definitiv dafür und werden alles dafür tun, dass sich alle an die Regeln halten.“

Kampf um den Klassenerhalt – Ein Punktabzug für Schwaben Augsburg bedeutet neue Hoffnung für Türkgücü München

Für Türkgücü München wäre der Punktabzug für Schwaben Augsburg und die daraus resultierenden drei Zähler auf dem eigenen Konto ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt. Der Aufsteiger würde ans Tabellenende rücken und die Mannschaft von Alper Kayabunar hätte nur noch zwei Zähler Rückstand auf den ersten Relegationsplatz, auf den die Bamberger vorrücken würden.

Wie es nun endgültig mit dem Urteil des BFV in der Causa Schwaben Augsburg weitergeht, ist derzeit völlig offen. Wacker Burghausen will sich auf Rückfrage von FuPa bislang nicht zur Thematik äußern. Die Frist, bis wann die Vereine Einspruch erheben und vors Oberlandesgericht ziehen können, ist noch nicht abgelaufen. (qw/seb)