
Der Rahlstedter SC muss zur kommenden Saison einen wichtigen Spieler ziehen lassen. Simon Noel Flandrin verlässt den Landesligisten und schließt sich dem TSV Sasel an. Für den Oberligisten ist es eine interessante Verpflichtung, für Flandrin selbst ein nachvollziehbarer Entwicklungsschritt.
Der Defensivspieler spielte zwischen 2023 und 2026 für den RSC und war dort nicht nur Stammkraft, sondern auch Kapitän. Zuvor lief Flandrin mehrere Jahre in der Landesliga Hammonia für Niendorfer TSV II auf. Nun folgt für ihn der Wechsel in die Oberliga Hamburg.
Der Rahlstedter SC verabschiedete Flandrin mit großer Wertschätzung. In der Mitteilung heißt es: „Danke an einen Spieler, der unsere Farben auf und neben dem Platz immer mit voller Leidenschaft vertreten hat. Danke an einen Kapitän, der Verantwortung übernommen und unsere Mannschaft immer wieder angeführt hat.“
Flandrin habe in 76 Spielen alles für das Team gegeben. Drei Tore stehen in seiner Statistik, doch sein Wert sei kaum in Zahlen auszudrücken, heißt es weiter. Der Verein hebt besonders seine Präsenz, Ruhe und defensive Stabilität hervor. Dazu seine kompromisslose Art in Zweikämpfen: Flandrin sei einer gewesen, „der voranging, Zweikämpfe annahm und immer alles investierte“.
Auch neben dem Platz hatte Flandrin eine wichtige Rolle. Der RSC beschreibt ihn als geschätzten Gesprächspartner, Teamplayer und Menschen, der für Verein und Mannschaft gelebt habe. Entsprechend schwer wiegt sein Abschied. Beim TSV Sasel trifft Flandrin nun auf einen Klub, der seit Jahren fest zur Oberliga gehört und 2023 sogar Hamburger Meister wurde. Ein Landesliga-Kapitän bringt auf dem Papier vieles mit, was auch eine Liga höher gefragt ist: Führungsstärke, Spielverständnis, Verlässlichkeit und Erfahrung.
Für Sasel kann Flandrin ein Spieler werden, der dem Kader zusätzliche Stabilität gibt. Für den Rahlstedter SC bedeutet sein Abgang dagegen den Verlust eines Führungsspielers, der die Mannschaft über mehrere Jahre geprägt hat.
Der Schritt in die Oberliga ist für Flandrin dennoch folgerichtig. Nach Jahren in der Landesliga bekommt er nun die Chance, sich auf höherem Niveau zu beweisen. Rahlstedt wünscht ihm dafür „nur das Beste, viel Erfolg und vor allem Gesundheit“.
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