2024-02-22T15:00:42.116Z

Allgemeines
Zwei neue Gesichter bei den TSV-Herren begrüßen (li.) der Sportliche Leiter Wilfried Graupe und Abteilungsleiter Jonas Mertl (re.) mit Trainer Klaus Sigl (2.v.l.) und dem 19-jährigen Heimkehrer Samuel Wambach.
Zwei neue Gesichter bei den TSV-Herren begrüßen (li.) der Sportliche Leiter Wilfried Graupe und Abteilungsleiter Jonas Mertl (re.) mit Trainer Klaus Sigl (2.v.l.) und dem 19-jährigen Heimkehrer Samuel Wambach. – Foto: TSV Aßling

TSV Aßling: Klaus Sigl übernimmt – Eine „plausible“ Neuausrichtung

Auch Samuel Wambach kommt

Klaus Sigl übernimmt beim TSV Aßling den Trainerstuhl von Aleksandar Dimitrijevic und Samuel Wambach verstärkt den Fußball-A-Klassisten.

Aßling – Nach zwei Jahren als Cheftrainer der Aßlinger Fußballherren ist für Aleksandar Dimitrijevic nun Schluss auf der Bank der Büchsenberger. Damit verliert das A-Klasse-Team auch eines seiner in den vergangenen Jahren prägendsten Gesichter im aktiven Bereich. „Wir haben in der Winterpause die Vorrunde analysiert und ich habe mitgeteilt, dass ich definitiv im Sommer aufhören werde“, erzählt der 35-Jährige im Gespräch mit der Ebersberger Zeitung.

In diesem Zusammenhang sei seitens der TSV-Verantwortlichen der Gedanke aufgekommen, Dimitrijevics Nachfolger bereits mit Beginn der sechswöchigen Rückrundenvorbereitung am Dienstag, 7. Februar, die Chance zu geben, seine neue Spielidee einzubringen. „Tabellarisch geht für uns wenig nach oben und wenig nach unten. Daher wollen wir nun zu Winterpause eine Neuausrichtung einleiten“, begründet Aßlings Sportlicher Leiter Wilfried Graupe den vorgezogenen Trainerwechsel.

Ich fand die Idee plausibel, zumal ich schon länger wusste, dass es die entsprechende Option gibt.

Aßlings Ex-Trainer Aleksandar Dimitrijevic über seinen vorzeitigen Abschied.

„Ich fand die Idee plausibel, zumal ich schon länger wusste, dass es die entsprechende Option gibt“, sagt Dimitrijevic. Er werde dem Klub als Jugendtrainer verbunden bleiben und begrüße den „neuen Impuls“ aus der Coachingzone. „Nimmt man die A-Jugend mit, trainiere ich die meisten Jungs schon seit vier, fünf Jahren. Und auch ich habe als Trainer den Plan, mal was anderes zu sehen.“

Als vereinsinterne Nachfolgelösung steht nun der 61-jährige Klaus Sigl parat, der schon mehrere Nachwuchsmannschaften in Aßling gecoacht hat und sogar zwei Jahre lang den Vereinsvorsitz inne hatte. „Klaus ist seit eh und je bei uns am Fußballplatz und traut sich die Traineraufgabe jetzt zu“, freut sich Graupe gleichzeitig, eine Verstärkung für den Spielerkader vorstellen zu können.

19-jähriges Eigengewächs wechselt von Landesligist Bruckmühl an den Büchsenberg

Der 19-jährige Samuel „Sam“ Wambach wechselte aus der Aßlinger D-Jugend zu 1860 Rosenheim und wechselte am Ende seiner A-Juniorenzeit zu den Herren des SV Bruckmühl, wo er zuletzt auch verletzungsbedingt nur zu sieben Kurzeinsätzen in der Landesliga kam. Der Heimkehrer soll im offensiven Mittelfeld für mehr Aßlinger Torgefahr sorgen.

„Es war ja auch ein großes Problem. dass wir in dieser Saison keinen richtigen Stürmer wie die vorderen Teams hatten“, sieht Dimitrijevic die Offensive als eine der großen Baustellen, die sein Nachfolger nun angehen müsse. Ist Dimitrijevic als Trainer, der sich bei Amtsantritt den Wiederaufstieg in die Kreisklasse auf die Fahne geschrieben hatte, letztlich also gescheitert?

Aleksandar Dimitrijevic
Der 35-Jährige räumt seinen Trainerstuhl bei den TSV-Herren.
Aleksandar Dimitrijevic Der 35-Jährige räumt seinen Trainerstuhl bei den TSV-Herren. – Foto: EZ

Der 35-Jährige nimmt sich einige Momente Bedenkzeit. „Gescheitert würde ich so nicht sagen. Das Potenzial für die Kreisklasse ist auf jeden Fall da. Als Trainer versucht man ja immer maximal erfolgreich zu sein. Nur hängt der Erfolg oder Aufstieg minimal von den Verantwortlichen und vielmehr von den Spielern ab, die am Ende aber nur herausbekommen, was sie auch investiert haben.“

Auch Wilfried Graupe bedauert, dass die Aufstiegsmission wohl noch mindestens ein Jahr weitergeführt werden muss. Als Gescheiterten sieht er Dimitrijevic aber keinesfalls: „Er ist mit unseren A-Junioren 2018/19 Triple-Sieger geworden, das hat es hier noch nie gegeben. Außerdem ist Aleks mit der Zweiten aufgestiegen. Wir wollen den neuen Wind nicht reinbringen, weil wir unzufrieden mit Aleks sind.“

Aufrufe: 01.2.2023, 06:35 Uhr
Julian BetzlAutor