
Konstantin Heide steht offiziell bei der SpVgg Unterhaching unter Vertrag. In einem Interview klingt nun aber alles nach einem möglichen Abschied.
Unterhaching – Bis vor einem Jahr war Konstantin Heide die große Hoffnung der SpVgg Unterhaching. Der 2023 zum U17-Europa- und Weltmeister gekürte Nationalspieler hatte sich prächtig entwickelt, unter René Vollath gelernt und nahm nach dessen Wechsel zum TSV 1860 München den vakanten Posten im Tor ein. Schon bevor dem Wechsel stand schon lange fest, dass ab dem Herbst 2024 der damals erst 18-jährige Heide der neue Stammkeeper des Drittligisten wird. Das Ziel war, Heide weiterzuentwickeln und dann an höherklassige Klubs abzugeben. Zu Beginn schien dieser Plan auch noch aufzugehen.
Heide war zum Saisonauftakt 2024/25 die klare Nummer eins im Tor der Vorstädter. Die Mannschaft tat sich jedoch schwer und auch Heide patzte. Im Laufe einer für die Hachinger immer düsterer werdenden Saison verlor Heide seinen ursprünglich sicheren Platz häufiger an den erfahrenen Stellvertreter Kai Eisele.
Am Ende reichte es nicht für den Klassenerhalt und für Heide ging eine Saison zu Ende, die er sich sicherlich anders vorgestellt hatte. Trotz des verlorenen Stammplatzes blieb er Teil der U19-Nationalmannschaft und stand bei der diesjährigen U19-EM als Nummer 1 im Tor. Das Kapitel Unterhaching könnte jetzt jedoch ein Ende finden.
Gegenüber dem Kicker äußerte sich Heide nach der U19-EM bezüglich seiner Zukunft. „Das waren sehr wertvolle Erfahrungen, ich habe auf jeden Fall einen großen Schritt gemacht, sowohl auf als auch neben dem Platz. Ich weiß, dass ich mich konstant verbessern kann und auch will“, sagte Heide rückblickend auf die Saison bei den Vorstädtern. Wie es weitergeht, scheint er selbst noch nicht zu wissen: „Ich will meine Qualitäten in Zukunft maximal ausschöpfen. Ich lasse es auf mich zukommen, wie die kommende Saison und meine Zukunft aussehen werden, bin absolut motiviert.“
Nachdem Heides Konkurrent Eisele die SpVgg Unterhaching inzwischen wieder verlassen hat, wäre er in der Regionalliga wohl wieder die Nummer eins zwischen den Pfosten. Das hätte für ihn den Vorteil, dass er viel Spielzeit bekäme – allerdings nur in der Regionalliga. Ein Verkauf Heides scheint angesichts der Aussagen möglich. In den letzten Testspielen startete zudem der vom TSV 1860 geholte Erion Avdija.
„Ich will meine Qualitäten in Zukunft maximal ausschöpfen. Ich lasse es auf mich zukommen, wie die kommende Saison und meine Zukunft aussehen werden, bin absolut motiviert.“
Konstantin Heide über seine Zukunft.
Die Frage für Heide und die SpVgg Unterhaching ist auch, ob sich ein guter Abnehmer findet, für einen Torhüter, der zunehmend seinen Stammplatz bei einem schwächelnden Drittligisten verloren hat. Fast umsonst wird Unterhaching Heide auch nicht bei noch bis 2026 laufendem Vertrag abgeben. Interessant ist der 19-Jährige mit Sicherheit für Top-Klubs, aber eben nicht als Nummer eins. Doch was Heide dringend für seine Entwicklung bräuchte, ist Spielzeit. (Sarah Georgi)