
Vollgas im Aufstiegsrennen. Sowohl Rot-Weiss Essen und der MSV Duisburg erledigen ihre Hausaufgaben mit klaren Siegen. Alemannia Aachen ist weiter in bestechender Form, wird aber nicht mehr ganz oben angreifen können. Am späten Nachmittag wird der Hansa Rostock, versuchen mit Duisburg Schritt zu halten. Im Keller sammelte der TSV Havelse ungemein wichtige Punkte gegen den 1. FC Saarbrücken, bewahrt somit die Resthoffnung auf den Klassenerhalt.
Der Spannungspegel war vor der Partie nicht besonders hoch. Schweinfurts Abstieg wurde erst am vergangenen Spieltag auch rechnerisch besiegelt, auf der anderen Seite muss sich Hoffenheim nach menschlichem Ermessen auch nicht mehr um die kommende Ligazugehörigkeit sorgen.
So hielt sich der Attraktivitätsgrad der Partie zunächst noch in Grenzen. Erst nach etwas über 20 Minuten brachte Hoffenheims Schlussmann Lúkas Petersson unfreiwillig etwas Schwung in die Paarung. Zunächst konnte er selbst einen ungenauen Pass im Spielaufbau wieder ausbügeln, indem gegen Devin Angleberger parierte (24.). Kurz darauf unterlieg Isländer der nächste Schnitzer. Nach Rückpass von Kelven Frees rutschte der Schlussmann am Leder vorbei. Sebastian Müller musste nur noch ins leere Tore einschieben (27.). Die Schnüdel näherten sich kurz darauf auch durch Kristian Böhnlein (31.) und erneut Müller (32.) dem zweiten Treffer an, bestraften die Sinsheimer jedoch nicht für ihre zwischenzeitliche Passivität. Kurz vor der Pause versuchten die Hausherren wieder mehr, kamen aber zu keinen zwingenden Möglichkeiten.
Die Schweinfurter waren dem nächsten Treffer auch nach dem Seitenwechsel zunächst näher, doch aus kurzer Distanz verfehlte Müller das Ziel deutlich (54.). Stattdessen klingelte es - wie so häufig in dieser Saison für Schweinfurt - auf der Gegenseite. Luca Trslic kam gegen Tiago Poller im Strafraum zu spät. Den folgenden Strafstoß verwandelte Deniz Zeitler zum Ausgleich (58.). Die beiden Torschützen hätten in der Folge auch ihre Ausbeute verbessern können. Doch sowohl Müller (63.) als auch Zeitler (72.) wollte nicht mehr gelingen. So trudelte die Partie in den Schlussminuten auch zunehmend aus. Schlussendlich stand eine unspektakuläre Punkteteilung, die das Tabellenbild nur minimal beeinflussen dürfte.
TSG 1899 Hoffenheim II – 1. FC Schweinfurt 05 1:1
TSG 1899 Hoffenheim II: Lúkas Petersson, Valentin Lässig, Kelven Frees (34. Yannis Hör), Yannik Lührs, Natnael Abraha, Diren Dagdeviren (46. Alex Honajzer), Tiago Poller, Luis Engelns, Paul Hennrich, Deniz Zeitler, Yannick Eduardo
1. FC Schweinfurt 05: Toni Stahl, Luca Trslic, Leonard Langhans, Lucas Zeller, Ekin Çelebi, Nikolaos Vakouftsis, Kristian Böhnlein, Devin Angleberger, Tim Latteier (64. Winners Osawe), Nico Grimbs, Sebastian Müller
Schiedsrichter: Felix Wagner (Glött)
Tore: 0:1 Sebastian Müller (27.), 1:1 Deniz Zeitler (58. Foulelfmeter)
Der MSV hält das Tempo im Aufstiegskampf weiter hoch. Auswärts in Mannheim brachte ein Doppelpack von Dominik Kother die Zebras auf Kurs, die sich den klaren Vorsprung nicht mehr streitig machen ließen.
SV Waldhof Mannheim – MSV Duisburg 1:4
SV Waldhof Mannheim: Thijmen Nijhuis, Niklas Hoffmann, Oluwaseun Ogbemudia (59. Tim Sechelmann), Sanoussy Ba, Samuel Abifade, Janne Sietan, Kushtrim Asallari (46. Terrence Boyd), Diego Michel (46. Maximilian Thalhammer), Vincent Thill, Masca (59. Felix Lohkemper), Lovis Bierschenk (75. Emmanuel Iwe) - Trainer: Luc Holtz
MSV Duisburg: Maximilian Braune, Tobias Fleckstein, Joshua Bitter (83. Leon Müller), Can Coskun (78. Mert Göckan), Niklas Jessen, Ben Schlicke, Rasim Bulic, Christian Viet, Florian Krüger (63. Patrick Sussek), Lex-Tyger Lobinger (63. Thilo Töpken), Dominik Kother (46. Conor Noß) - Trainer: Dietmar Hirsch
Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg) - Zuschauer: 13511
Tore: 0:1 Dominik Kother (8.), 0:2 Dominik Kother (41.), 0:3 Lex-Tyger Lobinger (48.), 1:3 Felix Lohkemper (61.), 1:4 Thilo Töpken (81.)
Über nahezu die gesamte erste halbe Stunde passierte recht wenig. Die Domstädter konnten den Ball insgesamt länger in ihren Reihen halten, doch das Geschehen spielte sich zumeist fernab der beiden Strafräume ab. Zum Ender der ersten Hälfte überschlugen sich dann plötzlich die Ereignisse. Zunächst parierte Noah Brdar den gefährlichen Abschluss von Simon Handle (36.). Daraufhin blieb die Viktoria am Drücker. David Otto nahm nach einer Umschaltsituation Lucas Wolf mit, der im Strafraum unbedrängt zur Führung traf (41.). Direkt darauf traten die gleichen Protagonisten in den Vordergrund. Otto fand erneut Wolf in der Gefahrenzone, der auch zum zweiten Mal die Nerven behielt (44.).
Nach dem Seitenwechsel war der SVWW naturgemäß mehr gefordert und drückte die Hausherren zunehmend in die eigene Hälfte. Lukas Schleimer nahm Niklas May, dessen Abschluss knapp am Pfosten vorbeirauschte (52.). Köln kam nicht mehr ins Spiel und brachte sich selbst noch zusätzlich in die Bredouille. Frank Ronstadt fällte May als letzter Mann und sah folgerichtig die Rote Karte (62.). Als dann auch Verthomy Boboy die Kugel im Strafraum an die Hand flog und Moritz Flotho per Strafstoß verkürzte (71.), wurde es zunehmend brenzlig für die Kölner. In Unterzahl hielten die Gastgeber jedoch stand und ließen keine Großchancen mehr zu. Somit bringt die Viktoria drei hart umkämpfte Punkte ins Ziel, Wiesbadens Negativlauf setzte sich unterdessen fort.
Viktoria Köln – SV Wehen Wiesbaden 2:1
Viktoria Köln: Arne Schulz, Lars Dietz, Meiko Sponsel, Tim Kloss, Verthomy Boboy, Simon Handle (72. Robin Velasco), Lucas Wolf (88. Taylan Duman), Yannick Tonye (25. Frank Ronstadt), Leonhard Münst, Benjamin Zank (72. Jakob Sachse), David Otto
SV Wehen Wiesbaden: Noah Brdar, Justin Janitzek, Florian Hübner (72. Ole Wohlers), Niklas May, Jordy Gillekens, Tarik Gözüsirin, Ben Nink (84. Fabian Greilinger), Robin Kalem (64. Fatih Kaya), Lukas Schleimer (72. Ryan Johansson), David Suárez (64. Donny Bogicevic), Moritz Flotho
Schiedsrichter: Cengiz Kabalakli
Tore: 1:0 Lucas Wolf (41.), 2:0 Lucas Wolf (44.), 2:1 Moritz Flotho (71. Foulelfmeter)
Rot: Frank Ronstadt (63./Viktoria Köln/)
Eine highlightarme erste Hälfte stand in gewisser Weise auch bezeichnend für den bisherigen Eindruck, den beiden Seiten über den Saisonverlauf zeigten. Im zweiten Durchgang nahm die Partie plötzlich Fahrt auf. Eine Flanke von Emre Aytun landete auf dem Kopf von Leon Sommer, der für den Traumstart des Aufsteigers sorgte (46.). Wenig später erneut die Hausherren, die mit einem platzierten Abschluss von Lorenzo Paldino auch das 2:0 nachlegten (52.). Nun war Saarbrücken gefordert und wurde auch wieder aktiver. Dominic Baumann kam dem Anschlusstreffer innerhalb kürzester Zeit zwei Mal nahe (56., 58.). Der Joker vergab in der Folge auch die nächste ordentliche Möglichkeit, indem er aus kurzer Distanz nur über den Querbalken schoss (73.). Dem FCS lief die Zeit davon, konnten sich für seine intensivierten Mühen aber nicht belohnen. Noah Plume klärte gegen Maurice Multhaup auf der Linie (84.), direkt darauf zielte Florian Pick etwas zu hoch (85.). Somit hält der TSV seine winzig kleinen Hoffnungen auf den Klassenerhalt am Leben, Saarbrücken kann sich am rettenden Ufer noch nicht ausruhen.
TSV Havelse – 1. FC Saarbrücken 2:0
TSV Havelse: Norman Quindt, Emre Aytun, Noah Plume, Leon Sommer, Semi Belkahia, Dennis Duah, Julius Düker (80. Jannik Oltrogge), Johann Berger, Nassim Boujellab (90. Marko Ilic), Arlind Rexhepi (65. Robin Müller), Lorenzo Paldino (65. Christopher Schepp)
1. FC Saarbrücken: Phillip Menzel, Calogero Rizzuto, Lasse Wilhelm, Niko Bretschneider (75. Philip Fahrner), Robin Bormuth, Patrick Sontheimer, Tim Civeja (87. Elijah Krahn), Sebastian Vasiliadis (56. Maurice Multhaup), Florian Pick, Kai Brünker (56. Dominic Baumann), Rodney Elongo-Yombo (75. Amine Naïfi)
Schiedsrichter: Niclas Rose (Neukloster) - Zuschauer: 1012
Tore: 1:0 Leon Sommer (46.), 2:0 Lorenzo Paldino (52.)
Stuttgart schien in der Anfangsphase zwar mehr vom Ball zu haben, die Alemannia überließ den Schwaben aber nur ungefährliche Räume und schaltete bei Gelegenheit blitzschnell um. Nach einer ersten solchen Situation agierte Niklas Castelle etwas zu eigensinnig, stellte Florian Hellstern mit seinem Distanzschuss vor keinerlei Probleme (7.). Direkt darauf erneut die Hausherren. Lars Gindorf steckte herausragend auf Jonas Oehmichen durch, der mit der Sohle für Castelle. Diesmal ließ sich die Leihgabe des SSV Ulm nicht zweimal bitten und schloss sicher ins untere Eck ab - herausragender Spielzug der Aachener (9.). Wenig später auch die nächste dicke Gelegenheit. Nach flacher Hereingabe von Joel da Silva Kiala auf Mika Schroers traf dieser aus kurzer Distanz seine Direktabnahme nicht ordentlich (14.). Aachen war daraufhin weiter am Drücker, agierte phasenweise aber etwas zu verspielt um den Strafraum. So hätte nach einem langen Ball Mohamed Sankoh den Spielverlauf auf den Kopf stellen können, prallte jedoch an dem herauseilenden Fotios Pseftis ab (43.).
So schien auch für den zweiten Durchgang eigentlich alles auf die Aachener zu zeigen, doch stattdessen sorgten die Schwaben für den ersten Stich. Nach einem Hereingabe ins Zentrum hatte bei den Alemannen niemand Leny Meyer auf dem Zettel, der im Fünfmeterraum einfach nur den Fuß reinhalten musste - 1:1 (48.). Wirkliches Übergewichte erspielten sich die Gäste aber nicht. Stattdessen kombinierten sich die Kaiserstädter zur erneuten Führung. Matti Wagner blieb im Zweikampf standhaft, gab weiter auf Gindorf, der sich einmal um die eigene Achse drehte und den Kopf für Schroers oben behielt. Dieser musste für seinen 17. Saisontreffer nur noch ins leere Eck schieben (58.). Stuttgart wollte sich zwar nicht ganz geschlagen geben, doch erlitt den nächsten Rückschlag. Nach Freistoßflanke von Gianluca Gaudino lenkte Marius Wegmann den Ball ideal in Richtung Tor - 3:1 (72.). Dabei sollte es auch bleiben. Nur Gindorf hätte das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können (87.), schlussendlich stand der sechste Sieg aus den vergangenen sieben Spielen der Aachener zu Buche.
Alemannia Aachen – VfB Stuttgart II 3:1
Alemannia Aachen: Fotios Pseftis, Joel Da Silva Kiala, Marius Wegmann, Petros Bagkalianis (22. Lamar Yarbrough), Danilo Wiebe (59. Gianluca Gaudino), Matti Wagner (73. Sasa Strujic), Lars Gindorf, Mehdi Loune (73. Faton Ademi), Jonas Oehmichen, Niklas Castelle (73. Omar Sillah), Mika Schroers
VfB Stuttgart II: Florian Hellstern, Dominik Nothnagel, Leny Meyer, Tim Köhler (84. Paulo Fritschi), Samuele Di Benedetto (46. Alexander Groiß), Nicolas Sessa (73. Kenny Freßle), Justin Diehl (68. Abdenego Nankishi), Julian Lüers, Noah Darvich, Yanik Spalt, Mohamed Sankoh (76. Nuha Jatta)
Schiedsrichter: Timon Oliver Schulz (Lehrte)
Tore: 1:0 Niklas Castelle (9.), 1:1 Leny Meyer (48.), 2:1 Mika Schroers (57.), 3:1 Marius Wegmann (72.)
RWE war von Beginn an bemüht, tat sich aber außerhalb von Standardsituationen schwer, in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Nach einem solchen kam Torben Müsel im Strafraum zum Abschluss, wurde aber noch geblockt (16.). Wenig später brach Rot-Weiss dann endlich durch. Ein Seitenwechsel von Lucas Brumme landete bei Dickson Abiama, der Gustav Christensen alt aussehen ließ und seinen Schuss über den Innenpfosten ins Tor setzte (19.).
Allmählich nahmen die Schanzer auch aktiver am Spielgeschehen teil. Jakob Golz rettete noch nach einem gefährlichen Abschluss von Marcel Costly (25.). Wenig später war er dann auch machtlos: Costlys Eckball landete bei Jasper Maljokoki, der schulbuchmäßig unter die Latte köpfte (28.). Essen musste sich nur kurz schütteln und wurde vor dem Halbzeitipfiff wieder zwingender. Derby-Held Kaito Mizuta (38.) und Lucas Brumme (40.) verfehlten das Gehäuse jeweils nur knapp.
Besser machte es nach dem Seitenwechsel Jannik Hofmann - wenn auch unfreiwillig. Seine Flankenversuch wurde länger und länger und senkte sich schlussendlich hinter Kai Eisele ins Tor (47.). Daraufhin beruhigte sich das Geschehen zunächst. Erst nach einer knappen Stunde brannte es wieder vor dem FCI-Tor. Eisele war jedoch zunächst gegen Müsel zur Stelle, José-Enrique Rios Alonso verfehlte das Ziel mit seinem Abschluss (60.).
Die ganz dicken Möglichkeiten blieben daraufhin lange aus, Essen ließ mit der Führung im Rücken schlichtweg nicht mehr viel vom FCI zu. Stattdessen hätten die Rot-Weissen sogar selbst noch für die Vorentscheidung sorgen können. Nach Flanke von Abiama köpfte Jaka Cuber Potocnik allerdings an den Querbalken (78.). In der Schlussphase machte RWE dann auch alle klar. Klaus Gjasula traf nach schönem Zusammenspiel mit dem eingewechselten Ruben Reisig zum 3:1 (90.+2), wenig später sorgte Cuber Potocnik infolge eines Eckballs auch noch für klare Verhältnisse (90.+5).
Rot-Weiss Essen – FC Ingolstadt 04 4:1
Rot-Weiss Essen: Jakob Golz, José-Enrique Rios Alonso, Lucas Brumme (71. Marvin Obuz), Michael Schultz, Michael Kostka, Torben Müsel, Klaus Gjasula, Kaito Mizuta (88. Ruben Reisig), Jannik Hofmann (78. Ben Hüning), Marek Janssen (71. Jaka Cuber Potocnik), Dickson Abiama (87. Ramien Safi)
FC Ingolstadt 04: Kai Eisele, Yannick Deichmann (83. Linus Rosenlöcher), Jasper Maljojoki, Georgios Antzoulas, Marcel Costly, Lukas Fröde, Max Besuschkow (90. Tomislav Bagarić), Gustav Christensen (83. Julian Kügel), Dennis Kaygin (61. Yann Sturm), Frederik Carlsen (61. Max Plath), Ognjen Drakulic
Schiedsrichter: Luca Jürgensen
Tore: 1:0 Dickson Abiama (22.), 1:1 Jasper Maljojoki (26.), 2:1 Jannik Hofmann (47.), 3:1 Georgios Antzoulas (90.+1 Eigentor), 4:1 Jaka Cuber Potocnik (90.+5)
34. Spieltag
17.04.26 SSV Jahn Regensburg - Alemannia Aachen
18.04.26 1. FC Saarbrücken - TSV 1860 München
18.04.26 FC Ingolstadt 04 - VfL Osnabrück
18.04.26 MSV Duisburg - TSG 1899 Hoffenheim II
18.04.26 SC Verl - Viktoria Köln
18.04.26 1. FC Schweinfurt 05 - F.C. Hansa Rostock
18.04.26 SSV Ulm 1846 Fußball - TSV Havelse
19.04.26 FC Energie Cottbus - Rot-Weiss Essen
19.04.26 VfB Stuttgart II - FC Erzgebirge Aue
19.04.26 SV Wehen Wiesbaden - SV Waldhof Mannheim
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