2024-05-29T12:18:09.228Z

Allgemeines
Der SV Sonsbeck hat sich gegen Kleve durchgesetzt.
Der SV Sonsbeck hat sich gegen Kleve durchgesetzt. – Foto: Arno Wirths

SV Sonsbeck kurz vor dem Klassenerhalt

Der SV Sonsbeck gewinnt das Flutlichtspiel beim 1. FC Kleve mit 2:0. Alexander Maas und Philip Elspaß sorgen mit ihren Toren früh für die Vorentscheidung. Am Sonntag gegen Hamborn sollen die letzten Zweifel beseitigt werden.

Heinrich Losing wirkte nach dem 2:0 (2:0)-Sieg in der vorgezogenen Partie beim 1. FC Kleve gelöst. Und das lag nicht allein daran, dass sich der Trainer des SV Sonsbeck nach sechs erfolglosen Spielen mal wieder über einen „Dreier“ freuen konnte. Der Sieg war für ihn ein großer Schritt in Richtung Oberliga-Verbleib. 37 Punkte hat der SVS jetzt eingesammelt. Mit einem Heimerfolg am Sonntag über Hamborn 07 wären die Rot-Weißen aus dem Gröbsten raus. „In dem Spiel können wir schon den Klassenhalt perfekt machen“, sagte Losing.

Beim 1. FC Kleve sind sieben Spieltage vor Schluss die Aussichten dagegen düster. Dabei begann der Tabellenviertletzte gegen Sonsbeck engagiert, offensiv aber blieben die Hausherren harmlos. Ganz anders die Losing-Elf: In der neunten Minute kombinierten die Sonsbecker schnell, Niklas Binn legte an der Strafraumkante für Alexander Maas quer, der mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 traf. Felix Geister (12.) hätte erhöhen können, doch er traf per Kopf nur die Latte. Besser machte es Philipp Elspaß nach 15 Minuten, indem er völlig unbedrängt zum 2:0 einköpfte. So fiel die Vorentscheidung bereits nach einer Viertelstunde.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit agierten die Teams weitgehend auf Augenhöhe. Die Klever, denen im Spiel nach vorne die Ideen fehlten, luden den Gegner aber immer wieder mit leichtfertigen Fehlern ein. Die Gäste konterten dann schnell, aber nicht immer mit der nötigen Zielstrebigkeit. Die größte Chance des 1. FC Kleve hatte Hasan Akcakaya, der kurz vor dem Seitenwechsel ans Außennetz traf.

SVS behält die Kontrolle

Doch wer auf eine Aufholjagd gehofft hatte, wurde schon wenige Minuten nach Wiederanpfiff enttäuscht. Felix Geisler war in der 51. Minute auf bestem Weg in Richtung Klever Tor, als er von Dano Evrard per Notbremse gestoppt wurde – der Unparteiische zeigte zurecht die Rote Karte. Beim anschließenden Freistoß aus 20 Metern Entfernung hätte Maas zum 3:0 treffen können, er verpasste nur knapp. Binn (66.) köpfte wenige Zentimeter übers Tor.

Kleves Coach Umut Akpinar setzte mit der Einwechselung von Stürmer Danny Rankl noch einen Offensivimpuls, doch er verpuffte in Unterzahl. Stattdessen betrieben die Gäste Chancenwucher, Luca Terfloth (71.) und Geisler (74.) hätten aus kurzer Distanz treffen können. Diwan Duyar (81.) versuchte es auf der anderen Seite noch mal aus spitzem Winkel, doch der Youngster war glücklos. So war die verdiente Niederlage perfekt.

Losing stolz auf seine Mannschaft

Losing: „Ich bin sehr glücklich mit diesem Sieg und sehr stolz auf meine Truppe. Die Mannschaft hat nach dem Negativlauf super reagiert.“ Und: „Wir genießen Oberliga, wir genießen solche Spiele.“ Hatte der SVS-Coach mit mehr Gegenwehr gerechnet? „Ich hatte schon gedacht, dass sie, weil der Druck beim 1. FC Kleve groß ist, ein bisschen mehr abbrennen. Aber vielleicht war der Druck auch zu groß, dass sie Respekt hatten – die letzten Spiele gegen uns waren ja nicht erfolgreich“, sagte der Trainer.

Akpinar war bedient. „Ich bin enttäuscht über die erste Halbzeit, die Leistung in den ersten 15 Minuten war absolut nicht in Ordnung, dabei hatten wir uns so viel vorgenommen“, meinte der Coach. „So unkonzentriert, wie wir uns hier präsentiert haben, war die Trainingswoche absolut nicht. Wir machen zwei katastrophale Fehler vor den Gegentoren. So können wir uns nicht präsentieren“, sagte Akpinar. Ein wichtiges Problem: Von erfahrenen Leistungsträgern kommen auf dem Platz kaum Signale, bisweilen hat man den Eindruck, dass sich Protagonisten verstecken.

Und es fehlt beinahe gänzlich Torgefahr. So war auch die Stimmung auf der Zuschauertribüne am Bresserberg über weite Strecken miserabel, die Hoffnung ins Team scheint zu schwinden. Aber: „Die Jungs wissen, worauf es ankommt, sie wissen um die Situation“, sagte Akpinar, dessen Team am Wochenende spielfrei hat und von Hamborn am Sonntag überholt werden kann, sofern die „Löwen“ in Sonsbeck gewinnen sollten.

Aufrufe: 018.4.2024, 15:45 Uhr
RP / Maarten Oversteegen und René PutjusAutor