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FC Bad Oeynhausen: Viel Aufwand, wenig Ertrag

Abstiegsbedrohter FC Bad Oeynhausen wird mehrfach ausgekontert und steckt nach erlittener 1:5-Pleite in Brakel mehr denn je in Schwierigkeiten.

Mit dem unplanmäßig beendeten Aufwärtstrend steckt der Fußball-Landeligist FC Bad Oeynhausen wieder intensiver im Tabellenkeller. Nach vier Partien ohne Niederlage verloren die fast in Bestbesetzung aufgestellten Schützlinge von Trainer Daniel Wehmeyer bei der im bisherigen Saisonverlauf mehrheitlich heimschwachen Spielvereinigung Brakel mit 1:5 (0:1). Nun droht sogar der Absturz auf die Abstiegsplätze, sofern am Sonntag im Krisengipfel kein Heimsieg über den Nachbarn TuS Bruchmühlen gelingt.

„Brakel verfügt eindeutig über eine gute, abgezockte Truppe. Dennoch wurden wir unter Wert geschlagen. Die Niederlage ist für meine Begriffe um zwei Tore zu hoch ausgefallen“, resümierte der mitgereiste FCO-Präsident Dirk Göhner bezüglich des zweiten aufeinanderfolgenden gegnerischen Heimdreiers gegenüber einer durchaus engagierten eigenen Leistung. Damit lag das Vereinsoberhaupt richtig. Auf Seiten seiner Farben fehlte der gelbgesperrte, aber solidarisch im Schlepptau mitgereiste Torjäger Hashem Celik. Ansonsten hatte Physiotherapeut Thorsten Greinert den Kader fitmassiert.

Mit dem ergebnismäßigen Aufwind der vorherigen vier Spieltage entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. So rückten auch die Außendecker Patrick Rosenberg (links) und Jannik Albert (rechts) häufig nach vorn. Erstmalig hatten die Badestädter den Führungstreffer nach sechs Minuten auf dem Puschen, als Benedikt Valldorf die Kugel aus sieben Metern zentraler Position knapp über das leere Tor lupfte.

Aber auch die Hausherren setzten Nadelstiche. Eine Zeigerumdrehung zuvor parierte FCO-Keeper Mirko Göhner in höchster Not gegen einen unbewachten Angreifer. In der 12. Minute entwickelte sich aus einem Ballverlust nach eigenem Einwurf die Brakeler Führung. Das schnelle Umschaltspiel kürte Lucas Morzonek mit einem Flachschuss aus 17 Metern. 120 weitere Sekunden später vereitelte Rosenberg für den bereits geschlagenen Mirko Göhner auf der Torlinie den zweiten Gegentreffer. Im Angriff keimte vor dem Pausenpfiff nochmals Gefahr durch einen abgefälschten Freistoß von Timo Mühlmeier auf, den Fischer um den Pfosten drehte (26.).

Nach 53 Minuten erwies sich die rechte FCO-Abwehrseite bei Matti Rohdes Flügellauf als porös. Dessen flache Hereingabe verwertete abermals Morzonek mit links gegen die Laufrichtung von Göhner. Hoffnung keimte nach einer Stunde auf. Der per Steilpass gesandte und im Laufduell siegreiche Robin Reimer bediente den ins verwaiste Gehäuse einnetzenden Faton Islamaj – 1:2. Doch anstelle der anvisierten Egalisierung stellte Viktor Thomas kurz darauf nach einer Rechtsflanke freistehend den alten Abstand wieder her. Vier von Coach Daniel Wehmeyer eingewechselte frische Kräfte brachten ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg. So scheiterte Joker Maximilian Cuwalsky an Fischer, köpfte darauffolgend über das Gehäuse, während auf Valldorfs Konto noch ein Lattenschuss ging. Demgegenüber bewies die Spielvereinigung in der Schlussphase noch zweimal Effektivität.

„Wir haben gegen eine sehr konterstarke, clevere Mannschaft verloren. Deren Chancen wurden eiskalt genutzt. Wir haben viel investiert, aber Effizienz vermissen lassen. Jetzt heißt es, Mund abputzen und gegen Bruchmühlen gewinnen“, lauten Wehmeyers Fazit und Forderung. Positive Aspekte sind Fehlanzeigen betreffend weiterer gelber Karten und etwaiger Verletzte. So sollte am Sonntag ein volles Aufgebot zur Verfügung stehen. Da einige FCO-Spieler bereits mit vier Verwarnungen vorbelastet waren, trug wenigstens die gezeigte Disziplin zur Vermeidung weiterer Sperren bei.

Aufrufe: 014.5.2022, 12:18 Uhr
Stefan HagebökeAutor