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FC Bad Oeynhausen macht Schritt nach vorne

Der FC Bad Oeynhausen darf nach dem hoch verdienten 3:0 (1:0)-Sieg gegen den TuS Bruchmühlen tief durchatmen im Abstiegskampf

Für die Gäste erlöschen bei mittlerweile acht Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz vor den letzten drei Saisonspielen schon fast alle Lichter auf den Klassenerhalt.Und so schlecht wie der TuS Bruchmühlen in der Tabelle platziert ist, so schlecht präsentierte sich das Team auch am Sonntagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen in der Sparkassen-Arena.

Im gesamten Spiel fanden die Gäste offensiv fast gar nicht statt. Einmal nach etwa 25 Minuten deuteten sie ein wenig Torgefahr nach zwei Ecken mit dann einem Torabschluss von Mats Niemann freistehend an und in der 89. Minute ergab sich für den TuS die größte Torchance. Erneut durch Niemann, der sich auf links zu leicht gegen zwei FCO-Spieler durchsetzte und aus spitzem Winkel abschloss. Doch Torhüter Mirko Göhner war nach der einseitigen Partie noch hellwach und partierte den Ball – und regte sich anschließend laut schimpfend zurecht über die schlampige Defensivarbeit auf.Insgesamt war es aber ein ungefährdeter Heimsieg für den FCO, der bei mehr Konzentration, Passgenauigkeit und Galligkeit im gegnerischen Strafraum ein Torfestival hätte veranstalten können.

Schon in der ersten Halbzeit mussten das 2:0 bis 4:0 fallen. Doch unerklärlicherweise lief nach dem Blitzstart (6.) mit dem Tor von Simon Kunz nach traumhaftem Diagonalpass von Robin Reimer der Ball nicht mehr so unfallfrei durch die eigenen Reihen. Trainer Daniel Wehmeyer brachte es in seiner Analyse treffend auf den Punkt: „Unser Passspiel war zu unpräzise und unser Fußball zu kompliziert mit zu vielen Schnörkeln.“ Es wurde zu lange mit dem Ball gedribbelt statt diesen schneller zum Mitspieler weiter zu leiten, und manchmal wollte der eine und andere FCO-Kicker das Runde irgendwie ins Eckige tragen statt einfach mal draufzuhalten. „Die musst du abschießen“, sagten zurecht einige Schaulustige. Und Torwart Mirko Göhner ergänzte: „Wir hatten sie zu lange am Leben gehalten.“Das klingt martialisch, aber gibt auch das Geschehen auf dem Kunstrasenplatz genau wieder.

Genügend Torchancen zu einem Kantersieg gab es für den FCO durch Hashem Celik (3., 44., 48.), Timo Mühlmeier (16.), Robin Reimer (20., 36., 38.), Xemgin Ali Ammo (66.), Patrick Rosenberg (73.), Robin Schröder (85.) und Fabian Richter (87.). Das Tor zum 3:0 (74.) verdiente sich ein extra Sternchen: Nach einem traumhaften Diagonalball aus der eigenen Hälfte von Marcel Czinski nahm Jannik Albert den Ball auf der linken Seite überragend aus der Luft an, lupfte ihn über Torwart Robin Rentz (bester TuS-Akteur, verhinderte mit klasse Paraden einige Einschläge), setzte nach und schob ihn ins leere Tor. Überragend gemacht von beiden Spielern. Albert lieferte übrigens zuvor die präzise Vorlage zum 2:0 von Celik.

Aufrufe: 016.5.2022, 19:09 Uhr
Egon BieberAutor