– Foto: Jürgen Krüger

Alles oder nichts

Für die SV Eidinghausen-Werste könnte der Abstieg am Sonntag schon feststehen. Auch FCO und Mennighüffen müssen kämpfen.

Die Fußball-Landesliga ist in dieser Saison so spannend, dass Prognosen über Meisterschaft und Aufstieg kaum möglich sind. Noch sind drei Spieltage zu bestreiten, und wahrscheinlich werden die endgültigen Entscheidungen auch erst am letzten Spieltag, Sonntag, 6. Juni, getroffen.

Im Kampf um die Meisterschaft gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem momentanen Tabellenführer SC Verl II und dem FC Kaunitz. Beide Mannschaften haben 72 Punkte, aber Kaunitz hat ein Spiel mehr und das deutlich schlechtere Torverhältnis. Verl II tritt am Sonntag in Maaslingen an, und hat das Spiel dort noch nicht gewonnen. Am 33. Spieltag ist Neuenbeken zu Gast, und am Sonntag, 6. Juni, kommt es zum ultimativen Spitzentreffen zwischen Kaunitz und Verl II.

Die Situation im Abstiegskampf ist genauso spannend. Kirchlengern hat sich durch die beiden Siege zuletzt den Klassenerhalt gesichert. Der TuS Bruchmühlen (22 Punkte) hingegen dürfte nach der 0:3-Niederlage beim FC Bad Oeynhausen nicht mehr zu halten sein. Mit dem VfL Holsen, der seine Mannschaft zurückgezogen hat, steht der erste Absteiger fest. Vier weitere werden noch gesucht. Platz 13 ist der rettende Platz, und auf diese Position hat die SV Eidinghausen-Werste (16. Platz, 26 Punkte) schon vier Punkte Rückstand. Es sieht so aus, als bräuchten die Werster ein kleines Wunder, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Auf jeden Fall aber drei Siege in den letzten drei Spielen gegen Dornberg, in Brakel und am letzten Spieltag gegen Kirchlengern. Sollte die Mannschaft der beiden Interimstrainer Selami Jashari und Samir Ferchichi am Sonntag gegen Dornberg nicht gewinnen, dann sieht es zappenduster aus. Bei entsprechenden Ergebnissen anderer Teams könnte der Abstieg sogar schon besiegelt sein.

Etwas bessere Karten hat der FC Bad Oeynhausen (12. Platz, 31 Punkte), der sich mit Siegen in Bad Westernkotten und gegen Bruchmühlen etwas Luft verschafft hat. Am Sonntag steht das nächste Schlüsselspiel bei SuS Westenholz (14. Platz, 28 Punkte) an. Sollte den Kurstädtern im Delbrücker Land ein weiterer Sieg gelingen, so wäre das ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt. Einiges hängt aber auch von der Ergebnissen der Konkurrenz an. So spielen Bad Westernkotten und Hövelhof direkt gegeneinander, und Steinhagen hat Kirchlengern zu Gast.

Bezirksliga

Die Meister- und Aufstiegsfrage hat sich deutlich geklärt, nun will der Primus TuS Lohe (74 Punkte) am drittletzten Spieltag auch beim FSC Eisbergen und dann in Oetinghausen ungeschlagen aus dieser phänomenalen Saison 2021/22 gehen. Am letzten Spieltag ist der TuS Lohe spielfrei. TuRa Löhne (42 Punkte) möchte den 4. Platz mit einem Sieg gegen den SV Oetinghausen untermauern. Wieder im Abstiegskampf steckt der zuletzt spielfreie VfL Mennighüffen (26 Punkte), der gegen den SC Vlotho am Sonntag auf drei Punkte aus ist, um sich weiterhin aus eigener Kraft zu retten.

•FSC Eisbergen – TuS Lohe. Das erste Spiel der Loher als feststehender Meister, aber auch eine Partie bei einer Mannschaft, die Lohe in der Hinrunde beim 2:2 immerhin zwei Punkte abknöpfte. Eisbergen (32 Punkte) traf in der 90. Minute, wie auch jüngst beim 3:3 gegen TuRa Löhne. Die Mannschaft von Carsten Korff benötigt noch einen Sicherheitspunkt zur Rettung, falls Dützen, Mennighüffen oder Espelkamp II noch die letzten Spielen gewinnen. Auch nach Eisbergen sollte eine stattliche Anzahl an Fans die Loher begleiten.

•TuRa Löhne – SV Oetinghausen. Kein Spiel um die Goldene Ananas, sondern für TuRa-Trainer Michel Ciomber das Spiel um Platz 4. Den hat TuRa derzeit mit 42 Punkten inne, hofft auf weitere Treffer des formstarken Marcel Rinnelt (elf Tore) und Louis Bierbaum (ebenso elf Tore). Oetinghausen (34 Punkte) steht im Mittelfeld.

•VfL Mennighüffen – SC Vlotho. Mennighüffen hat nach dem spielfreien Wochenende nur noch drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (Dützen, 23 Punkte), hat es aber am Sonntag gegen den SC (37 Punkte) und dann in Petershagen sowie gegen Lahde/Quetzen selbst in der Hand, mit sechs oder mehr Punkten für den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sorgen.

Aufrufe: 021.5.2022, 12:30 Uhr
Jürgen Krüger und Wolfgang DöbberAutor