2024-04-16T09:15:35.043Z

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Stephansposching: »Wunschlösung« Windisch folgt auf Köckeis

Buchhofens Chefanweiser wechselt im Sommer zum Deggendorfer Kreisklassisten

Die SpVgg Stephansposching hat die offene Trainerfrage nach dem zum Saisonende angekündigten Rückzug von Spielercoach Andreas Köckeis geklärt und setzt künftig auf einen Übungsleiter an der Linie. Alois Windisch wird in der Spielzeit 2024/25 das Zepter an der Donau schwingen. Der 41-Jährige hatte seinerseits vor einigen Wochen das Ende seiner Amtszeit beim SV Buchhofen vermeldet, mit dem er aktuell an der Tabellenspitze der A-Klasse Plattling steht.

"Nach vielen Jahren mit Spielertrainern haben wir uns für die kommende Spielzeit bewusst für einen Trainer an der Linie entschieden. Wir haben nach wie vor viele junge Spieler in unseren Reihen, die sich vor allem auch während dem Spiel durch Anweisungen von außen noch stark verbessern können. Ein Trainer an der Linie hat hier einfach mehr Übersicht und ist in hektischen Spielen nicht selbst so eingebunden. Außerdem können sich unsere Spieler auf dem Platz nicht mehr hinter einem Spielertrainer verstecken und werden so mehr in die Pflicht genommen. Hier haben wir die Hoffnung, dass sich neue Führungsspieler hervortun", erklärt Stephansposchings sportlicher Leiter Armin Limbrunner, der diese Position mit Alois Windisch für hervorragend besetzt hält.

"Alois ist unsere absolute Wunschlösung und wir sind sehr froh, dass wir seine Zusage bekommen haben. Er hat trotz seines relativ jungen Alters schon viel Erfahrung als Trainer und bemerkenswerte Erfolge vorzuweisen. Er wohnt in der Gemeinde Stephansposching und sein Sohn spielt bei uns in der G-Jugend, dadurch kam es relativ unkompliziert zu ersten Gesprächen. Lois ist ein sehr kommunikativer Trainer, der viel erklärt und begründet. Er setzt sehr auf junge Spieler und Teamgeist, was mir für Posching sehr wichtig ist, ist gleichzeitig ehrgeizig und hat klare Vorstellungen und Erwartungen an die Spieler. Zusammen mit unserem Torwarttrainer Bernd Hilmer und Fitness-Coach Hans-Peter Rostan fühlen wir uns für nächste Saison an der Linie optimal aufgestellt".



Für den aus dem TSV Natternberg hervorgegangenen Windisch ist die SpVgg nach seinem Heimatverein sowie dem FC Aiterhofen-Geltolfing, dem SV Otzing und eben aktuell dem SV Buchhofen die fünfte Station als Chefanweiser. "Der Anruf der SpVgg im Oktober kam doch etwas überraschend, aber nach dem zweiten Treffen und einiger Bedenkzeit habe ich mich dann für Stephansposching entschieden. Es ist schon ein kleiner Luxus, wenn man eine gute Mannschaft trainieren darf und dabei nur drei Minuten zum Sportgelände hat. Der Verein hat sich in den letzten Jahren ein tolles Image erarbeitet und ich bin bin überzeugt, dass die Truppe noch einiges Potenzial hat. Der Weggang beider Spielertrainer wird natürlich nicht einfach zu kompensieren, daher steht schon ein kleiner Umbruch an. Eine Revolution muss aber nicht gestartet werden, durch meine Erfahrungen will ich neue Reize setzen und Schritt für Schritt aus den Jungs was rauskitzeln. Fleiß und Ehrgeiz sind gefragt. Ich freue mich auf die Premiere in meiner Gemeinde. Für mich schließt sich in gewisser Weise ein Kreis, denn die SpVgg war auch der erste Verein meines Vaters, zudem spielt auch mein Sohn dort in der Jugend. Vorrang hat aber bis Juni erst mal der SV Buchhofen", gibt der 41-Jährige zu Protokoll.

Bei der SpVgg Stephansposching, die in der Vorsaison der Kreisklasse Deggendorf als Tabellenzweiter erst in der Relegation den Aufstieg verpasst hatte und aktuell auf Rang vier - allerdings mit nur fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang - steht, sieht man sich nun für die Zukunft gut aufgestellt. "Wir haben es in den letzten Jahren geschafft, viele junge Spieler ins Team zu integrieren, was auch für die nächsten Jahre weiter das Ziel sein wird. Klar spielt der sportliche Erfolg eine große Rolle und es wird bei jeder Einheit Ehrgeiz verlangt, aber trotzdem ist es uns wichtig, dass das Drumherum stimmt. Wir sind uns sicher, die Lücke, die Andi Köckeis hinterlässt, im Kollektiv und mit gezielten Neuzugängen schließen zu können. Wofür es schlussendlich aber dann nächste Saison reicht, wird sich zeigen. Druck gibt es für uns keinen", betont Fußballboss Limbrunner.

Aufrufe: 029.2.2024, 16:10 Uhr
Tobias WittenzellnerAutor