Mehr Cleverness wünscht sich Kammerberg-Coach Matthias Koston von seinem Team. Robert Villand (l.) kann mit seiner Erfahrung Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen.
Mehr Cleverness wünscht sich Kammerberg-Coach Matthias Koston von seinem Team. Robert Villand (l.) kann mit seiner Erfahrung Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. – Foto: michalek

SpVgg Kammerberg: Lieber Goldene Ananas als erneuter Abstiegskampf

Koston gibt dennoch Rückrunden-Ziele aus

Die SpVgg Kammerberg überwintert im oberen Mittelfeld der Bezirksliga. Trainer Matthias Koston steckt dennoch Ziele für die Rückrunde, um nicht doch noch hinten reinzurutschen.

Kammerberg – Die Goldene Ananas solle es nicht werden, wenn es nach den Bezirksliga-Fußballer der SpVgg Kammerberg geht. Denn eine Schlussphase der Saison, in der es um nichts mehr geht, will der Tabellenfünfte auf jeden Fall verhindern. „Deshalb setzen wir uns Ziele. Eins ist, in den ausstehenden Spielen unsere Siege zu bestätigen und gegen Teams, gegen die wir in der Hinrunde nicht gewonnen haben, mindestens Unentschieden zu spielen“, erklärt SpVgg-Spielertrainer Matthias Koston. Dass die Kammerberger in wenigen Tagen mit positivem Druck in die Wintervorbereitung starten kann, haben sie sich im bisherigen Saisonverlauf erarbeitet – nach einem holprigen Auftakt.

Koston warnt: „Es sieht gut aus für uns, aber man kann schnell hinten reinrutschen“

Auf den zehnten Platz in der vergangenen Spielzeit folgte ein Start mit wechselhaften Leistungen. Gute Spiele wie das 3:0 in Manching wechselten sich mit schwachen Auftritten wie dem 0:3 in Dornach ab – und ließen Koston teils fassungslos zurück. Doch je länger die Hinrunde dauerte, desto häufiger gewann die Spielvereinigung. Zur Saisonhälfte war der Aufstiegsrelegationsplatz nur drei Punkte entfernt. Es folgte ein kleiner Rückschlag mit nur noch einem Punkt aus den drei Rückrundenspielen vor der Winterpause.

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„Trotzdem können wir mit dem Saisonverlauf zufrieden sein“, sagt der Coach. Bei elf Punkten Rückstand sei der Zug nach vorne abgefahren, doch der Aufstieg sei ohnehin nie das Ziel gewesen. Und obwohl der Vorsprung auf die Abstiegsplätze komfortabel ist, vergisst der Kammerberger Spielertrainer den Blick in den Rückspiegel nicht: „Es sieht gut aus für uns, man kann aber schnell hinten reinrutschen.“ Doch dafür ist die SpVgg eigentlich zu gefestigt.

SpVgg Kammeberg: Lukas Ederer kommt vom SEF – Beck und Truntschka gehen im Winter

Im Winter legte der Verein dennoch nach: Lukas Ederer kam vom Landesligisten SE Freising. Dort brachte es der 21 Jahre alte Defensivspieler auf vier Einsätze in dieser Saison. Für die Kammerberger kann Ederer zum Glücksfall werden. „Lukas hat für einen Innenverteidiger eine ideale Größe, ist flexibel einsetzbar und ehrgeizig“, sagt Koston. Und weiter: „In Freising hat er es im ersten Anlauf nicht ganz geschafft. Jetzt will er sich bei uns beweisen.“ Einen Freifahrtschein vergibt sein neuer Coach allerdings nicht: „Lukas wird sich durchbeißen müssen.“

Der 21-Jährige sollte den Abgang von Jascha Beck zum TSV Arnbach kompensieren können. Ein weiterer Wechsel schmerzt jedoch: Denn Marcel Truntschka war in der Offensive häufig ein belebendes Element. Doch in dieser Saison konnte Truntschka nur sechsmal auflaufen. „Er ist beruflich stark eingespannt und hat gefragt, ob er im Sommer wechseln darf“, berichtet Koston. „Da sich Marcel immer top verhalten hat, haben wir ihm angeboten schon im Winter zu wechseln – auch wenn sein Abgang für uns ein brutaler Verlust ist.“

SpVgg Kammerberg: Erfahrene Spieler wie Eichenseer und Villand sollen Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen

Um das Ballgefühl in der trainingsfreien Zeit nicht komplett zu verlieren, haben sich die Kammerberger montags zum Hallenkick verabredet. Die Fitness sollte auf einem guten Niveau sein, wenn die Wintervorbereitung am 26. Januar startet. Koston wird die Intensität dann hochfahren. „Ganz so hart wie im vergangenen Winter wird es wahrscheinlich nicht. Da haben wir ja gegen den Abstieg gespielt. Es wird aber schon fordernd werden. Das wollen die Spieler auch“, so der Spielertrainer.

Kostons Ziel ist, dass seine Mannschaft im restlichen Saisonverlauf cleverer und in der Folge konstanter auftritt. „Das ist mit vielen jungen Spielern gar nicht so einfach.“ Thomas Eichenseer und Robert Villand sind Spieler, die mit ihrer Erfahrung Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen können. Gelingt es den Kammerbergern, sich zu stabilisieren, können sie in der Tabelle sogar noch klettern. Falls nicht, wäre die goldene Ananas eine deutlich bessere Option als der Abstiegskampf. MORITZ STALTER

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Aufrufe: 025.1.2023, 06:00 Uhr
Moritz StalterAutor