2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Spielabbruch und einzigartiges Fairplay in BZL Nord: SVN marschiert – Landesliga-Absteiger im Keller

Srbija nach Umbruch letzter

von Luca Hayden · 28.11.2024, 10:19 Uhr · 0 Leser
Feldmoching steckt (li.) im Abstiegskampf, der SVN will (mi.) nach oben. Fatih Ingolstadt (re.) überraschte.
Feldmoching steckt (li.) im Abstiegskampf, der SVN will (mi.) nach oben. Fatih Ingolstadt (re.) überraschte. – Foto: Johannes Traub, Jürgen Meyer,

Das erste Halbjahr der Bezirksliga Oberbayern Nord ist vorbei. Sowohl im Aufstiegsrennen als auch im Abstiegskampf ist noch nichts entschieden.

München – Alle Bezirksligen befinden sich bereits in der Winterpause, so auch die Bezirksliga Oberbayern Nord. Ganz bereinigt ist die Tabelle zum Winter allerdings nicht. Mit dem TSV Rohrbach, dem BC Attaching, dem SV Untermenzing und dem SV Nord-München Lerchenau habe vier Teams noch ein Spiel in der Hinterhand. Für Schlagzeilen sorgte die Liga zuletzt, als es eine heftige Auseinandersetzung zum Spielabbruch führte.

SVN noch ungeschlagen: Wer sind die Kandidaten für Meisterschaft und Aufstieg?

18 Spiele, dreizehn Siege und keine Niederlage. Der SVN befindet sich auf dem Weg in die Landesliga. Neuperlach-Trainer Dennis Magro sprach gegenüber Fupa von der „geilsten Truppe, die er je trainiert hat“ und kann höchst zufrieden in die Pause gehen. Mit fünf Punkten Vorsprung führt der SVN die Liga an. Die 56 erzielten Treffer sprechen eine deutliche Sprache und sind klarer Liga-Bestwert. Neuperlach scheint zum Winter kaum noch zu stoppen. In der Bezirksliga steigt der Meister direkt auf, der zweite muss in die Relegation.

Die Verfolger des SVN sind Gaimersheim, der ASV Dachau und Freising. Aktuell belegt der ASV punktgleich mit Gaimersheim Rang zwei, der SEF liegt zwei Punkte dahinter. Noch ist also alles drinnen im Rennen um die Aufstiegsplätze. Auch Freisings spielender Co-Trainer will nach oben und sagte zuletzt: „Wir sollten so fokussiert sein, dass wir einen schönen Sommer haben.“ Mit Fatih Ingolstadt und dem FC Aschheim befinden sich zwei weitere Mannschaften in Reichweite.

Wer steigt direkt ab, wer muss in die Relegation?

Das Schlusslicht der Liga ist der SK Srbija München. Der letzte Platz in der Tabelle ist gleichzeitig der einzige direkte Abstiegsplatz. Trotz der schwachen Ausbeute von nur sechs Punkten ist für Srbija noch alles möglich. Der Abstand auf die Relegationsplätze beträgt nur drei Punkte.

Den letzten Relegationsplatz belegt der FC Gerolfing. Als Aufsteiger hat die Mannschaft, bei denen Ex-Profi Christian Träsch aktuell verletzt fehlt, erst neun Punkte auf dem Konto. Die restlichen Abstiegsränge belegen der TSV Rohrbach, Eichstätt II und die SpVgg Feldmoching. Für die Vereine im Tabellenkeller sieht es bereits zum Winter düster aus, gewinnt der BC Attaching im Nachholspiel wird die Lage noch schlechter.

Diese Teams wussten positiv zu überraschen:

Eine der größten Überraschungen im ersten Halbjahr ist Fatih Ingolstadt. Unter Trainer Fatih Topcu liegt der Aufsteiger auf Rang sechs und hat nur sechs Punkte Rückstand auf Rang zwei. Mit den Abstiegsrängen haben die Ingolstädter nichts zu tun. Durch den Transfer von Ex-Löwe Tarik Camdal und einem seltenen Fairplay-Moment gegen den SVN München sorgte der Verein für positive Schlagzeilen.

Der TSV Gaimersheim stieg in der Saison 2022/23 in die Bezirksliga auf und wurde in der ersten Saison direkt sechster. Ein Jahr später ist der TSV nicht nur oben mit dabei, sondern liegt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Erfolgsgarant ist Torjäger Semih Coklar, der bereits 19 Tore erzielen konnte.

Diese Teams enttäuschten:

Im ersten Jahr in der Bezirksliga spielte Srbija München noch oben mit, ein Jahr später rettete man sich knapp und in dieser Saison steht Srbija vor dem Abstieg. Ein Grund dafür ist der große Umbruch, der vollzogen werden musste. Nur zwei Siege in 18 Spielen sind deutlich zu wenig. Was dennoch Hoffnung macht: In der Bezirksliga gibt es nur einen direkten Abstiegsplatz und die Relegationsplätze sind nur drei Punkte entfernt.

Als Landesliga-Absteiger ging die SpVgg Feldmoching in die Saison. Nach dem ersten Halbjahr befindet sich die Spielvereinigung erneut im Tabellenkeller. Feldmoching belegt einen Relegationsplatz und steht vor dem zweiten Abstieg in Folge. Im letzten Spiel vor der Winterpause feierte man drei wichtige Punkte gegen Aschheim und kann dadurch wieder hoffen. Im neuen Jahr braucht Feldmoching dringend eine Steigerung.

Die Torjäger der Bezirksliga Nord: Ein Routinier führt die Liste an

Der beste Torjäger kommt von der besten Mannschaft der Hinrunde. Jose Maximiliano Andrade Ceballos erzielte für den SVN München 21 Tore in 17 Spielen und führt die Torjägerliste klar an. Damit befindet er sich auch auf einem guten Weg, die 15 Kästen Erdinger Weißbier zu gewinnen. Die ersten Verfolger sind Semih Coklar mit 19 Toren (Gaimersheim) und Sebastian Mack mit 16 Toren (Dachau). Damit kommen die drei Toptorjäger von den ersten drei Vereinen der Tabelle.