Viktoria Winnekendonk darf sich über einen neuen Untergrund freuen.
Viktoria Winnekendonk darf sich über einen neuen Untergrund freuen. – Foto: Andre Peters

Ein neuer Kunstrasen zum 100-Jährigen

Das hätten sich die Gründerväter von Viktoria Winnekendonk im Jahr 1922 nicht träumen lassen: Die Fußballerinnen durften den neuen Platz im Sportpark sportlich einweihen. Nach dem Jubiläums-Festakt gab es eine 1:2-Niederlage.

Kevelaer Im Jahr 1963 erlebte der Sportverein Viktoria Winnekendonk seine erste große Platzeinweihung. Dort, wo aktuell ein großes Einkaufszentrum entsteht, bestritt damals der SV Walbeck als Kreismeister das Eröffnungsspiel gegen die erste Winnekendonker Mannschaft. Von diesem typischen Dorfsportplatz hat man sich mit einer „Träne im Knopfloch“ verabschiedet, sagt Peter Schlossarek. „Der Platz hatte natürlich seine besondere Atmosphäre und war zuletzt noch das ,Wohnzimmer‘ unserer Fußballerinnen“, so der Vorsitzende.

Inzwischen isf die Viktoria 100 Jahre jung – am Samstag feierte der Sportverein für das ganze Dorf das Jubiläum mit einem Festakt im neuen Sportpark an der Sonsbecker Straße. Gleichzeitig wurde auch der neue Kunstrasenplatz eingeweiht. Ganz sportlich von den Viktoria-Frauen, die ihr Niederrheinliga-Meisterschaftsspiel gegen die SGS Essen III bestritten.

Die Freude war bei allen Beteiligten riesig – bei den Sportlerinnen und Sportlern und auch bei den vielen Besuchern, die zum Festakt bereits am Morgen zur neuen Sportanlage gekommen waren. Alles stimmte auf den Punkt, schönstes Sommerwetter mit idealen Spielbedingungen für die Akteure, viel Prominenz und Ehrengäste der Sportverbände. Begleitet wurde das Ganze vom Musikverein Winnekendonk.

Peter Schlossarek würdigte in seinem Grußwort das Engagement der vielen Helfer im Verein. Auch der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler hob die Bedeutung des Vereins für das Dorf hervor. Die Einsegnung des Platzes nahmen Pastor Andreas Porten und Pfarrerin Karin Dembeck von der evangelischen Kirchengemeinde Kevelaer gemeinsam vor. Auch sie wünschten nach kurzen Gebeten viel Glück und Freude auf der neuen Sportanlage. Edgar Borgmann, Vorsitzender des Fußball-Kreises Kleve-Geldern, nahm einige Ehrungen vor. So bekam Viktoria-Geschäftsführer Werner Louven für seinen ehrenamtlichen Einsatz die Goldene Nadel des Fußball-Verbandes Niederrhein. Uli Berns, Trainer der Winnekendonker Frauenmannschaft, wurde mit der Silbernen Nadel ausgezeichnet.

Auftaktspiel geht mit 1:2 verloren

Für den Kreissportbund Kleve überbrachte stellvertretender Vorsitzender Lars Reimer die Glückwünsche an den Jubilar. Er hatte noch eine Auszeichnung für Wilfried van Linn mitgebracht, der sich lange Jahre bei der Viktoria in vielen Bereichen engagiert hat. Maria Mertens-Buynck, stellvertretende Vorsitzende des Turngaus Kleve-Geldern, ehrte Maria Hendricks und Dorothe Ophey, die seit mehr als zwei Jahrzehnten als Übungsleiterinnen im Einsatz sind.

Ab 13 Uhr rollte auf dem Kunstrasen erstmals der Ball. Die Frauen der Viktoria spielen als Tabellensiebter der Niederrheinliga im Jubiläumsjahr ihre sportlich erfolgreichste Saison. Zur Feier des Tages verpasste die Mannschaft um Trainer Uli Berns gegen den Tabellendritten SGS Essen III nur knapp eine Überraschung. Die spielerisch starken Gäste behielten am Ende mit 2:1 (2:0) die Oberhand. Nach 25 Minuten nutzten die Essenerinnen einen Foulelfmeter zur Führung. Kurz vor der Pause musste die Viktoria das 0:2 hinnehmen. Mehr Möglichkeiten erspielte sich die Heimelf nach dem Wechsel. Nach einer Stunde verkürzte Jana Claus auf 1:2. Die Gastgeberinnen vergaben in der Schlussphase zwei Hochkaräter zum Ausgleich. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Meine Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und hätte sich mit etwas mehr Glück belohnen können“, sagte Uli Berns.

Viktoria Winnekendonk: Waerder – Vos, Böhm (46. Lamers), Linßen, Tepaß, Selina Berns (81. Samira Berns), Luyven, Klucken, Weyers, Claus, Bousart.

Aufrufe: 014.6.2022, 10:00 Uhr
RP / Klaus SchopmansAutor