Möchte das „Projekt TSV Bad Abbach“ weiterentwickeln: Trainerurgestein Sepp Schuderer.
Möchte das „Projekt TSV Bad Abbach“ weiterentwickeln: Trainerurgestein Sepp Schuderer. – Foto: Christian Brüssel

Sepp Schuderer bleibt Abbach-Trainer

Im Sommer ist die Schonzeit vorbei – Nach wie vor geht Schuderers Team ein echter Mittelstürmer ab

Nach zwölf Jahren in der Landesliga Mitte musste der TSV Bad Abbach im Sommer 2022 den Gang in die Bezirksliga antreten. Mit nur zehn Punkten und 14:71 Toren musste er als abgeschlagener Letzter runter. „Wir sind sang- und klanglos abgestiegen. Viele Vereine sind nach so einem Abstieg auseinandergebrochen und weiter durchgereicht worden. Das wollten wir mit aller Macht verhindern“, erklärt Dietmar Beyer, der sportliche Leiter des Traditionsvereins. Mit Sepp Schuderer verpflichtete er einen namhaften Trainer, der das sinkende und schwankende TSV-Schiff wieder in ruhiges Gewässer führte.

Zur Winterpause befindet sich Bad Abbach mit 28 Punkten (7/7/6) auf Rang acht im gesicherten Mittelfeld. „Wir sind in der neuen Liga angekommen, konnten bis auf die deutliche Niederlage gegen Bach in jeder Partie mithalten. Leider haben wir gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte viele Punkte liegen gelassen. Die sieben Unentschieden wirken sich auf die Tabelle natürlich alles andere als positiv aus“, erklärt Beyer, der vollauf mit Trainer Sepp Schuderer zufrieden ist. „Ein absoluter Glücksfall. Sepp leistet hervorragende Arbeit, ist ein absoluter Fachmann, wie man an seiner Vita unschwer erkennen kann.“


Sepp Schuderer wird auch zur kommenden Saison auf der Kommandobrücke stehen. Beyer verrät: „Wir sind sehr froh darüber, dass wir den Vertrag mit Sepp bereits verlängern konnten. Genauso habe ich mir die Zusammenarbeit mit Sepp vorgestellt. Er spricht eine klare Sprache, die Mannschaft versteht genau, was er möchte. Ebenfalls mit an Bord bleiben Co-Trainer Stefan Schwarz sowie Abteilungsleiter Marcus Preussner.“ Didi Beyer wird weiterhin als sportlicher Leiter und Torwarttrainer fungieren. „Wir alle kommen super miteinander klar. Sepp hat es geschafft, der Mannschaft ein neues Spielsystem näher zu bringen. Die vergangenen beiden Jahre haben wir ausschließlich gegen den Ball gearbeitet. Nun müssen wir selbst wieder mehr agieren als reagieren. Das hat natürlich einige Zeit in Anspruch genommen. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg“, ist Beyer sicher.


Coach Schuderer fühlt sich ebenfalls pudelwohl beim TSV Bad Abbach, bleibt dem Verein gerne erhalten. „Platz acht zeigt, dass wir uns sofort in der neuen Liga zurechtgefunden haben. Die Mannschaft musste sich finden. Die 28 Zähler sind in Ordnung. Damit bin ich nicht unzufrieden, aber auch nicht gänzlich zufrieden“, erläutert Sepp Schuderer mit einem Blick auf die Tabelle.


Dietmar Beyer blickt optimistisch in die Zukunft. „Wir haben vor der Saison als Ziel die Tabellenränge drei bis acht ausgegeben. Aktuell sind wir im Soll, wollen nach der Winterpause aber schon noch ein paar Plätze nach oben.“ Mit dem Kader ist Beyer zufrieden, aber „was uns fehlt, ist ein richtiger Mittelstürmer, der im Zentrum ein Torgarant ist. Das zeigt auch das Torverhältnis von 27:23. Wir haben nur wenig Gegentore zugelassen, aber auch nicht sonderlich viel erzielt.“ Fast die Hälfte der Tore erzielte Max Legler (13 in 19 Partien). Mit weitem Abstand folgt Peter Auchter mit drei Treffern in der internen Torjägerliste.


Der aktuelle Kader bleibt im Winter beisammen. „Wir halten Augen und Ohren offen. Vielleicht ergibt sich ja etwas“, verrät Beyer, der für seinen Ehrgeiz bekannt ist. „Zur neuen Saison wollen wir uns verstärken. Spätestens dann ist die Schonzeit vorbei. Wir wollen weiter oben angreifen. Ohne Wenn und Aber“, fordert Beyer, der seine Fühler in Bezug auf Neuzugänge bereits ausgestreckt hat. Vor allem nach einem Torjäger im Zentrum.

Aufrufe: 029.12.2022, 11:00 Uhr
Markus SchmautzAutor