2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

Rostock lässt Federn, Duisburg für den Moment auf dem Relegationsplatz

3. Liga: Der F.C Hansa Rostock zieht mit einem torlosen Remis gegen den 1. FC Schweinfurt zwar für den Moment an Energie Cottbus vorbei. Weil der MSV Duisburg parallel gegen die TSG Hoffenheim drei Punkte einfuhr, könnte es in der Endbetrachtung ein entscheidender Patzer sein.

von Markus Becker · Heute, 17:43 Uhr · 0 Leser
Empfindlicher Punktverlust für die Kogge.
Empfindlicher Punktverlust für die Kogge. – Foto: Julien Christ / sportfotografi

Dem VfL Osnabrück dürfte der Aufstieg im Normalfall nicht mehr zu nehmen sein. Mit dem 1:0-Erfolg gegen den FC Ingolstadt schraubt der Tabellenführer sein Punktekonto auf 70 hoch. Dahinter ufert ein heißer Kampf um die übrigen Plätze aus. Der MSV Duisburg legte mit dem 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim II vor, gleichzeitig konnte der F.C. Hansa Rostock mit einem Remis beim 1. FC Schweinfurt nicht Schritt halten. Am Sonntag folgt schließlich das mit Spannung erwartete Topspiel zwischen Rot-Weiss Essen und Energie Cottbus.

Regensburg agierte vor heimischer Kulisse zunächst recht passiv, bemühte sich nicht sonderlich um eigenen Ballbesitz, ließ dabei aber auch nicht viel zu. Erst nach über einer Viertelstunde wurde es erstmals brenzlig. Joel da Silva Kiala steckte durch auf Mika Schroers, der alleine vor Yannick Gebhardt das Kreuzeck anvisierte, aber knapp verfehlte (18.). Auch etwas später blieb der Aachener Angreifer glücklos, diesmal war Gebhardt bei seinem Abschluss aus dem Strafraum aber zur Stelle (30.).

Von Regensburg kam offensiv bis dahin nahezu gar nichts. So schlugen die Gastgeber ohne große Vorwarnung plötzlich. Alemannia-Keeper Fotios Pseftis ließ einen Freistoß von Adrian Fein abtropfen. Das Leder fiel Eric Hottmann vor die Füße, der erst wenige Minuten zuvor für den angeschlagenen Lucas Hermes reingekommen war und nun das 1:0 markierte (34.). Noch vor Ende der ersten Hälfte trat der auffällige Hottmann erneut in den Vordergrund, traf nach zuvor starker Bewegung aber nur Aluminium (41.).

Die sieben Spiele ungeschlagenen Gäste mussten sich im zweiten Durchgang nicht lange schütteln und konnten einmal mehr auf ihren Top-Torjäger bauen. Zunächst prallte Lars Gindorf mit seinem Freistoß aus vielversprechender Distanz noch ab (49.), direkt darauf grätschte er aber nach Vorarbeit von Schroers den Ball über die Linie (49.) und schnürte nur drei Spielminuten nach Kombination mit Pierre Nadjombe den Doppelpack (52.). Die direkte Antwort durch Direktabnahme von Kühlwetter vereitelte Pseftis (55.).

Zwischenzeitlich beruhigte sich das Spielgeschehen auch wieder. Mit Anbruch der Schlussphase brannte es jedoch wieder im Aachener Strafraum. Oscar Schönfelder schnappte sich die Kugel von Nadjombe. Der Regensburger fand im Zentrum Florian Dietz, der das Leder aber nicht ordentlich traf. Am langen Pfosten bugsierte Matti Wagner den Ball fast ins eigene Tor, schlussendlich konnten die Alemannen die Gefahr aber doch noch vereiteln (76.).

Regensburg investierte daraufhin immer mehr in den Ausgleich, doch es wurde nicht mehr zwingend genug. Unter anderem war Xaver Posselts Kopfball leichte Beute für Pseftis (86.). So nutzte Schroers im Gegenzug einen zu kurzen Rückpass von Nicolas Oliveira für die 3:1-Vorentscheidung. Aufbäumen konnte sich der Jahn nämlich nicht mehr. So setzen die Aachener ihre beeindruckende Rückserie fort, könnten bei idealer Restausbeute sogar noch den ein oder anderen Platz gutmachen.

SSV Jahn Regensburg – Alemannia Aachen 1:3
SSV Jahn Regensburg: Felix Gebhardt, Oscar Schönfelder, Leopold Wurm, Leo Mätzler (74. Felix Strauss), Nicolas Oliveira, Nick Seidel, Noel Eichinger, Philipp Müller (9. Benedikt Saller), Adrian Fein, Christian Kühlwetter (73. John Xaver Posselt), Lucas Hermes (26. Eric Hottmann) - Trainer: Sascha Hildmann
Alemannia Aachen: Fotios Pseftis, Joel Da Silva Kiala, Pierre Nadjombe, Marius Wegmann (46. Lamar Yarbrough), Petros Bagkalianis, Danilo Wiebe (74. Faton Ademi), Lars Gindorf, Mehdi Loune (74. Matti Wagner), Jonas Oehmichen, Niklas Castelle (64. Gianluca Gaudino), Mika Schroers (90. Bentley-Baxter Bahn) - Trainer: Mersad Selimbegovic - Co-Trainer: Ilyas Trenz
Schiedsrichter: Richard Hempel (Großnaundorf)
Tore: 1:0 Eric Hottmann (34.), 1:1 Lars Gindorf (48.), 1:2 Lars Gindorf (52.), 1:3 Mika Schroers (87.)

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Saarbrücken will der Treffer gegen 1860 nicht gelingen

Saarbrücken war das klar spielbestimmende Team, hatte in letzter Instanz aber stets kein Abschlussglück. Maurice Multhaup vergab bereits zwei mehr als ordentliche Gelegenheiten für den Führungstreffer (17,), der FCS behielt daraufhin aber auch den Fuß auf dem Gaspedal. Nach Vorarbeit von Sebastian Vasialidis schaltete Kai Brünker eigentlich schon Schlussmann Thomas Dähne aus, doch auf der Linie eilte rettete Philipp Maier noch in höchster Not (31.).

Nach dem Seitenwechsel startete Saarbrücken weiter bemüht, ließ die Kaltschnäuzigkeit in Person von Brünker (50.) und Florian Pick (53) aber weiterhin vermissen. Nach einer durch Pyrotechnik verursachten Zwangspause hatte noch Kevin Volland eine ordentliche Möglichkeit, zielte aber knapp am Tor vorbei (78.). So blieb es auch bis zum Schluss beim torlosen Remis. Nach aktuellem Stand dürfte Saarbrücken dennoch nicht in akute Abstiegsnöte geraten.

1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München 0:0
1. FC Saarbrücken: Phillip Menzel, Philip Fahrner, Lasse Wilhelm, Joel Bichsel, Niko Bretschneider, Patrick Sontheimer, Tim Civeja (79. Elijah Krahn), Sebastian Vasiliadis (68. Rodney Elongo-Yombo), Kai Brünker (68. Dominic Baumann), Maurice Multhaup (90. Amine Naïfi), Florian Pick - Trainer: Argirios Giannikis
TSV 1860 München: Thomas Dähne, Raphael Schifferl, Manuel Pfeifer, Siemen Voet, Marvin Rittmüller (88. Loris Husic), Thore Jacobsen, Philipp Maier (46. Tim Danhof), Samuel Althaus (68. Justin Steinkötter), Kevin Volland, Florian Niederlechner (68. Patrick Hobsch), Sigurd Haugen (68. Damjan Dordan) - Trainer: Markus Kauczinski
Schiedsrichter: Christian Ballweg - Zuschauer: 14744
Tore: keine Tore

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Kanias Treffer stößt die Tür zur 2. Bundesliga weiter auf

Die erste ordentliche Gelegenheit der Partie verbuchte Tony Lesueur, der jedoch an Kai Eisele abprallte (11.). Darüber hinaus tat sich nicht besonders viel. Wie so häufig in Spielen mit Osnabrücker Beteiligung versuchte das Team von Timo Schultz ihren Gegner mit zunehmender Kontrolle zu umschlingen. Ein Offensivspektakel war es deshalb auch erwartungsgemäß nicht, erst nach dem Seitenwechsel fand der VfL besser in Richtung des gegnerischen Strafraums. Robin Meißner feuerte einen Abschluss aus dem Rückraum ab, verfehlte das Gehäuse aber knapp (46.). Vom FCI kam bis dahin und in der Folge recht wenig in der Offensive. Die Schanzer konnten sich sogar bei Eisele bedanken, dass dieser den Schuss von Fridolin Wagner rechtzeitig parierte (63.).

In der Folge war es erneut Meißner, der den Führungstreffer doppelt liegen ließ (69., 78.). Die Erlösung erfolgte schließlich durch Julian Kania, dessen abgefälschter Schuss auch von Eisele nicht mehr aufgehalten werden konnte (83.).

Ingolstadt investierte mit dem Rücken zur Wand wieder mehr nach vorne. Marcel Costly (89.) und der eingewechselte Emre Gül (90.) kamen aber nicht mehr an Lukas Jonsson vorbei. Somit dürfte Osnabrück schon mit anderthalb Beinen in der 2. Bundesliga stehen.

FC Ingolstadt 04 – VfL Osnabrück 0:1
FC Ingolstadt 04: Kai Eisele, Yannick Deichmann (81. Mattis Hoppe), Simon Lorenz, Jonas Scholz, Georgios Antzoulas, Marcel Costly, Max Besuschkow (87. Max Plath), Gustav Christensen, Dennis Kaygin (72. Emre Gül), Yann Sturm (87. Ognjen Drakulic), Frederik Carlsen
VfL Osnabrück: Lukas Jonsson, Niklas Wiemann, Jannik Müller, Theo Janotta, Patrick Kammerbauer, Lars Kehl (61. Ismail Badjie), David Kopacz (79. Julian Kania), Bjarke Jacobsen, Fridolin Wagner (91. Bryan Henning), Tony Rudy Lesueur (79. Kai Pröger), Robin Meißner (91. Robert Tesche)
Schiedsrichter: Felix Weller (Neunkirchen)
Tore: 0:1 Julian Kania (83.)

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Lobinger trifft doppelt vor Traumkulisse

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Der MSV Duisburg nimmt für den Moment den Aufstiegsrelegationsplatz ein. Lex-Tyger Lobinger war auf Seiten der Zebras mit zwei Treffern der überragende Mann. Auch die Duisburger werden am Sonntag sich er aufmerksam hinschauen, wie sich der Lokalrivale Rot-Weiss Essen gegen Energie Cottbus schlägt.

MSV Duisburg – TSG 1899 Hoffenheim II 3:1
MSV Duisburg: Maximilian Braune, Tobias Fleckstein, Joshua Bitter, Can Coskun (71. Mert Göckan), Niklas Jessen, Ben Schlicke, Rasim Bulic (87. Dominik Becker), Christian Viet, Dominik Kother (74. Patrick Sussek), Florian Krüger (71. Conor Noß), Lex-Tyger Lobinger (70. Thilo Töpken)
TSG 1899 Hoffenheim II: Lúkas Petersson, Valentin Lässig, Yannis Hör, Luca Erlein (71. Natnael Abraha), Yannik Lührs, Luka Djuric, Paul Hennrich (83. Oskar Hencke), Tiago Poller (65. Nader El-Jindaoui), Luis Engelns (84. Alex Honajzer), Ben Opoku (65. Jykese Fields), Deniz Zeitler
Schiedsrichter: Assad Nouhoum (Oberweikertshofen) - Zuschauer: 27524
Tore: 1:0 Lex-Tyger Lobinger (17.), 1:1 Yannik Lührs (40.), 2:1 Lex-Tyger Lobinger (50.), 3:1 Conor Noß (90.+4)

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Joker Arweiler zieht das Spiel für Verl

Die Ostwestfalen hatten anfangs mehr vom Spiel, konnten sich aber nicht konsequent in die Gefahrenzone der Kölner vorspielen. Auf der anderen Seite vergab die Viktoria ihre erste Chance durch Jakob Sachse, der an Philipp Schulze scheiterte (20.).

Echte Strafraumszene hielten sich darüber hinaus lange in Grenzen. Erst der eingewechselte Jonas Arweiler brachte nach dem Seitenwechsel wieder Schwung rein. Niko Kijewski verlängerte eine Flanke vor die Füße des Jokers, der die Nerven behielt und den Führungstreffer erzielte (57.). Kurz darauf stand er erneut im Fokus. Berkan Taz gab weiter auf Arweiler der im Strafraum recht freistehend den Doppelpack schnürte (59.). Entscheidendes Aufbäumen war daraufhin nicht mehr auf Seiten der Kölner zu verzeichnen. Somit hält sich Verl noch seine kleine Chance im Aufstiegksampf am Leben.

SC Verl – Viktoria Köln 2:0
SC Verl: Philipp Schulze, Berkan Taz (90. Alem Japaur), Joshua Eze (35. Fabian Wessig), Martin Ens, Marco Wörner, Oualid Mhamdi, Dennis Waidner, Michel Stöcker (46. Jonas Arweiler), Fynn Otto, Timur Gayret (41. Julian Stark), Niko Kijewski
Viktoria Köln: Arne Schulz, Simon Handle, Lars Dietz, Tobias Eisenhuth, David Otto (77. Leander Popp), Taylan Duman (77. Joel Vega Zambrano), Robin Velasco (84. Soichiro Kozuki), Tim Kloss, Verthomy Boboy, Jakob Sachse (58. Benjamin Zank), Lucas Wolf
Schiedsrichter: Kevin Behrens (Hasede)
Tore: 1:0 Jonas Arweiler (57.), 2:0 Jonas Arweiler (59.)

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Rückschlag für die Kogge in Süddeutschland

Die bereits abgestiegenen Hausherren agierten durchaus mutig zu Beginn. Sebastian Müller verfehlte zunächst das Ziel nur knapp (16.), daraufhin war Benjamin Uphoff mit dem Schuss von Nico Grimbs erstmals gefordert (20.).

Rostock hat nun einen Drei-Punkte-Rückstand auf Duisburg.
Rostock hat nun einen Drei-Punkte-Rückstand auf Duisburg. – Foto: Imago Images

Die klar favorisierten Gäste konnten sich in der Folge kaum offensiv anmelden, Schweinfurt hielt das Leder auch clever vom eigenen Strafraum fern. Am gefährlichsten wurde es nach einem direkten Freistoß von Jan Mejdr, der nur knapp über das Gehäuse flog (45.).

Im zweiten Durchgang wurde es für den neutralen Zuschauer wieder ansehnlicher. Emil Holten traf aus kurzer Distanz das Tor nicht (47.), daraufhin musste Uphoff gegen Müller eingreifen (48.). Rostock war mit Blick auf das Aufstiegsrennen gefordert, konnte sich aber für zunehmende Aktivität nicht belohnen. Christian Kinsombi (53.) und Andreas Voglsammer (73.) vermissten entweder Glück oder Konsequenz. Mit dem Platzverweis gegen Ekin Celebi (84.) war die Kogge zusätzlich motiviert, auf den Siegtreffer zu drängen. Doch mit Einsatz und einem gut aufgelegten Keeper Toni Stahl ärgerte das Schlusslicht die Rostocker mit einem Punktgewinn zu Hause.

1. FC Schweinfurt 05 – F.C. Hansa Rostock 0:0
1. FC Schweinfurt 05: Toni Stahl, Luca Trslic, Leonard Langhans, Lucas Zeller, Ekin Çelebi, Nikolaos Vakouftsis, Kristian Böhnlein (61. Manuel Wintzheimer), Devin Angleberger (79. Johannes Geis), Sebastian Müller, Tim Latteier (88. Thomas Meißner), Nico Grimbs (61. Michael Dellinger)
F.C. Hansa Rostock: Benjamin Uphoff, Ahmet Gürleyen (78. David Hummel), Jan Mejdr (46. Christian Kinsombi), Florian Carstens, Viktor Bergh, Marco Schuster, Jonas Dirkner, Kenan Fatkic (78. Lukas Wallner), Adrien Lebeau (67. Lukas Kunze), Maximilian Krauß (67. Andreas Voglsammer), Emil Holten
Schiedsrichter: Sebastian Hilsberg (Grünstadt) - Zuschauer: 7675
Tore: keine Tore
Rot: Ekin Çelebi (85./1. FC Schweinfurt 05/tritt auf den rechten Fuß von Carsten)

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Liveticker: SSV Ulm - TSV Havelse

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Liveticker: FC Energie Cottbus - Rot-Weiss Essen

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Liveticker: VfB Stuttgart II - FC Erzgebirge Aue

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Liveticker: SSV Wehen Wiesbaden - SV Waldhof Mannheim

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So geht es weiter

35. Spieltag
24.04.26 Alemannia Aachen - MSV Duisburg
25.04.26 FC Erzgebirge Aue - SV Wehen Wiesbaden
25.04.26 VfL Osnabrück - SC Verl
25.04.26 F.C. Hansa Rostock - SSV Jahn Regensburg
25.04.26 TSV 1860 München - SSV Ulm 1846 Fußball
25.04.26 TSG 1899 Hoffenheim II - FC Ingolstadt 04
25.04.26 SV Waldhof Mannheim - 1. FC Schweinfurt 05
26.04.26 Viktoria Köln - FC Energie Cottbus
26.04.26 Rot-Weiss Essen - 1. FC Saarbrücken
26.04.26 TSV Havelse - VfB Stuttgart II

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