2026-04-28T04:45:54.822Z

Allgemeines

Relegation auf Verbandsebene: Es gibt in diesem Jahr Besonderheiten

In der Relegation zur Regional- und Bayernliga gibt es dieses Mal nur eine Runde

von Thomas Seidl · Heute, 07:30 Uhr · 0 Leser
Nord-Bayernligist FSV Stadeln droht der Gang in die Relegation
Nord-Bayernligist FSV Stadeln droht der Gang in die Relegation – Foto: Wolfgang Zink

Die Relegation auf Verbandsebene ist in diesem Jahr deutlich entzerrt. Grund dafür ist, dass die Liga-Sollstärke von jeweils 18 Vereinen in den beiden Bayernligen wieder erreicht werden muss. Deshalb wird es sowohl zur Regional-, wie auch Bayernliga in diesem Jahr (ausnahmsweise) nur eine Runde, die im gewohnten Modus mit Hin- und Rückspiel stattfindet, geben.

Regionalliga
Die beiden qualifizierten Bayernliga-Vertreter aus dem Norden und Süden bestreiten mit den Teams, die in der Regionalliga Bayern auf den Positionen 15 und 16 abschließen die Relegation. Es kann aber zu einem Sonderfall kommen. Sollten die Profis der SpVgg Greuther Fürth aus der 2. Liga absteigen, muss auch die U23 aus der Regionalliga und wird ans Tabellenende gesetzt. Und alle hinter den Fürther platzierten Mannschaften würden einen Rang nach oben rutschen. Die Ergebnisse des “Kleeblatt”-Nachwuchs hätten im Ranking aber weiter Gültigkeit.

Modus: Ein Bayernligist wird einem Regionalligisten zugelost. Es gibt also zwei Duelle, bei denen der Bayernligist zunächst Heimrecht hat. Die beiden Sieger dürfen 2026/2027 in der vierten Liga an den Start gehen. Da es keine zweite Runde gibt - wie uns aus Kreisen des BFV bestätigt wurde - kann die Regionalliga Bayern in der kommenden Saison eine 19er-Liga sein. Dieser Fall tritt ein, wenn die Würzburger Kickers den Sprung in die 3. Liga verpassen. Die Unterfranken treffen auf den Meister der Regionalliga Nordost, der vermutlich Lok Leipzig sein wird. Als Absteiger aus der 3. Liga steht bereits seit längerer Zeit der 1. FC Schweinfurt 05 fest.






Bayernliga
Bislang spielten immer 12 Klubs (7 Bayernligisten & 5 Landesliga-Vizemeister) in der Bayernliga-Relegation, die in drei regionale Gruppen eingeteilt wurden, aus der sich jeweils ein Team für die zweithöchste Amateurklasse qualifizieren konnte. Um die Sollstärken von jeweils 18 Vereinen - 2025/2026 sind die Nord- und Süd-Staffel lediglich mit je 17 Teams bestückt - zu erreichen, müssen heuer nur 10 Mannschaften (5 Bayernligisten & 5 Landesliga-Vizemeister) in die Relegation. Die Teilnehmer werden in zwei "regionale" Gruppen unterteilt und ein Landesligist wird einem Bayernligisten zugelost. Die Sieger der fünf Duelle haben ihr Bayernliga-Ticket in der Tasche, die Verlierer müssen künftig in der Landesliga an den Start gehen.



Etwas kniffelig wird die Einteilung, zumal in einer Gruppe vier und in der anderen sechs Vereine sein werden. Es steht bereits fest, dass der Tabellensechzehnte der Bayernliga Nord besser als der Süd-Sechzehnte ist und deshalb in die Saisonverlängerung darf. Da in beiden Relegations-Staffeln gleich viele Bayern- und Landesligisten sein müssen, zeichnet sich ab, dass eine Gruppe mit zwei Nord-Bayernligisten - derzeit wären das der FC Coburg und der Würzburger FV - und den zweitplatzierten Mannschaften der Landesliga Nordwest und Nordost besetzt sein wird. Nach aktuellem Stand müsste dann der FSV Stadeln aus Mittelfranken - der von den derzeitigen Releganten der Bayernliga Nord der südlichst gelegene Verein ist - den Klubs aus Schwaben, Ober- und Niederbayern zugeordnet werden. Es ist also durchaus möglich, dass es zu der einen oder anderen Begegnungen kommt, die bei den jeweiligen Kontrahenten für überschaubare Begeisterung sorgen wird.

Der Vizemeister der Landesliga Südwest - der FSV Pfaffenhofen hat in dieser Klasse die besten Karten, Zweiter zu werden - könnte zum Beispiel auf den FC Sturm Hauzenberg, falls dieser den 15. Rang in der Bayernliga Süd behaupten kann, treffen. Der "Vize" der Landesliga Mitte, der wahrscheinlich der TSV Seebach sein wird, kann es mit dem TSV Kottern - falls dieser keinen seiner Tabellenvordermänner mehr einholen kann - zu tun bekommen. Es sind mehrere Konstellationen möglich, daher ist das alles spekulativ. Entscheiden wird letztlich das Los.

Die Hinspiele steigen am 21. Mai, die Rückspiele am 25. Mai (Pfingstmontag). Nach FuPa-Informationen haben in den Hinspielen die Landesligisten Heimrecht, in den Rückspielen die Bayernligisten.



Landesliga
Die einzige Verbandsliga, in der weiter mit zwei Relgationsrunden gespielt wird, ist die Landesliga. 24 Vereine (9 Landesligisten, 15 Bezirksliga-Vizemeister) werden in sechs regionale Gruppen eingeteilt und wetteifern um sechs Plätze. Offen ist noch wer, aus den fünf Landesligisten der bestplatzierte Tabellenfünfzehnte wird, der mit dem direkten Klassenerhalt belohnt wird. Aktuell hätte der TSV Weißenburg aus der Landesliga Nordost die Nase vorne.

Die Gruppenzusammenstellung wird eine gewohnt spannende Angelegenheit. Ein Vertreter aus Oberbayern wird sich wahrscheinlich mit den Teams aus Niederbayern auseinandersetzen müssen. Steigt der FC Teisbach aus der Landesliga Mitte direkt ab, ist sogar eine Kombi aus jeweils einem Vertreter aus der Oberpfalz und Oberbayern sowie zwei Klubs aus Niederbayern möglich. Zudem deutet sich an, dass möglicherweise ein Verein aus Mittelfranken in eine Gruppe mit drei Oberpfälzer Mannschaften muss. Das ist allerdings ebenfalls alles noch ein Stück weit spekulativ.


Termine:
1. Runde:
Hinspiele 20. Mai, Rückspiele 23. Mai

2. Runde
Hinspiele 27. Mai, Rückspiele 30. Mai

Klassenunterer Verein hat im Hinspiel Heimrecht. Bei zwei Klubs aus der gleichen Spielklassenebene entscheidet das Los.