
Vor der laufenden Saison wurden bei Pfaffenthaler Einwohnern und Fans des einstigen FC Red Black Bedenken laut, dass der lokale Faktor riskiere, verloren zu gehen, wenn man zu Heimspielen nach Zessingen ans andere Ende der Stadt Luxemburg fahren müsse.
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„Ich denke, dass sich nicht viele Leute aus den Vereinen und Lokalen (d.Red: aus Pfaffenthal) nach Zessingen verirren werden, um sich ein Spiel anzuschauen. Das ist keine einfache Situation“ äußerte sich Red Black-Fan Laurent Klein Mitte August kurz vor Saisonbeginn gegenüber FuPa. „Zessingen hat nicht viele Vorteile, außer dass es sich um einen Rasenplatz handelt. Dort gibt es nicht einmal einen vernünftigen Ausschank, das ist in Pfaffenthal um Klassen besser. Ich bin kein Fan davon (d.Red.: von Spielen in Zessingen), einzig weiterer positiver Punkt dort ist, dass es mehr Parkplätze gibt.“
Anderen Quellen von vor rund fünf Monaten zufolge wollten Anhänger, die bis dahin jedes Spiel gesehen hätten, sich keine Partien mehr anschauen. Fakt ist, dass die 1.Herren in der Hinrunde insgesamt sechs Pflichtspiele auf dem Zessinger „Boy Konen“-Sportplatz ausgetragen hatten, vier Meisterschaftspartien und zwei Pokalspiele. Danach kehrte man für die Ligapartien gegen Ehleringen und Moutfort sowie für zwei Pokalspiele ins Stade Gaston Diderich nach Pfaffenthal zurück. „Die Spiele, die im ‚Dall‘ gespielt wurden, waren die einzigen, die ich mir anschauen war und das haben viele andere Leute auch so gemacht“ erklärte Klein auf neuerliche Nachfrage Ende dieser Woche. Laut Extranet der FLF sind alle Heimspiele der Rückrunde auf dem Spielfeld in Pfaffenthal angesetzt.
Im vergangenen Frühjahr hieß es zur Standortfrage, dass man während einer Übergangsphase von zwei Jahren die Heimspiele in gleicher Aufteilung in Zessingen und Pfaffenthal austragen wolle. Danach müsse für die Elite (d.h. die 1.Herren-Mannschaft) eine Entscheidung getroffen werden. Der Vereinsvorsitzende Manuel Cruz erklärte am Freitag gegenüber FuPa, was es mit der Rückkehr nach Pfaffenthal auf sich hat und bestätigte auch, dass man sich der Sorgen der Fans bewusst war:
„Es kamen tatsächlich nur wenige Anhänger aus Pfaffenthal nach Zessingen. Den Rest der laufenden und im Prinzip auch die komplette kommende Saison wird die 1.Mannschaft wieder im Stade Gaston Diderich spielen. Dies ist aber auch dadurch zu erklären, dass der Rasenplatz in Zessingen durch einen Kunstrasen ersetzt werden wird. Es wäre nicht logisch, wenn wir jetzt weiter auf Rasen spielen würden, um dann erst später auf Kunstrasen zu wechseln.“
Die Damen des Vereins, die in einer Entente mit Steinsel spielen, treten wie gewohnt in Pfaffenthal an und bestritten in der ersten Saisonhälfte alle fünf Heimspiele im Stade Gaston Diderich. Auch die Herren-Reserven trugen alle ihre Heimspiele in der Hinrunde dort aus, sämtliche Pokalspiele dieser beiden Teams fanden auswärts statt. Im Gegenzug zur Rückkehr von Red Blacks 1.Mannschaft nach Pfaffenthal wechseln die Reserven dagegen nach Zessingen, wie uns Manuel Cruz erläuterte.
So werden die „Daller“ für die kommenden anderthalb Jahre wieder zur AS Red Black und vor allem auf „ihren“ Fußballplatz inmitten des Hauptstadtviertels zu Begegnungen der 1.Mannschaft gehen können. Wie es danach weitergeht, scheint dagegen noch offen zu sein.
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