2024-03-04T12:27:13.471Z

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Die Probleme des Rasens: Die Wetterbedingungen sind für den Spielbetrieb von großer Bedeutung
Die Probleme des Rasens: Die Wetterbedingungen sind für den Spielbetrieb von großer Bedeutung – Foto: Timo Babic

Rasenplätze und der Winter: ein Nachteil für die betroffenen Vereine?

Viele Trainer müssen sich vor allem in den winterlichen Zeiten Alternativen überlegen

Rheinhessen. Die Vorbereitungen auf die zweite Saisonhälfte sind voll im Gange und neigen sich dem Ende zu. Schwierig wird es dann, wenn der eigene Rasen nicht bespielbar ist und man zu anderen Alternativen greifen muss. Bei den Vereinen SG Sponsheim/Dromersheim, TSV Rhenania Rheindürkheim, TSV Uelversheim und TV Albig haben wir nachgefragt, wie sie mit der Situation eines nicht bespielbaren Rasens umgehen und welche Lösungen sie dafür finden.

TSV Rhenania Rheindürkheim (A-Klasse Alzey-Worms):

Die Vorbereitung beim TSV Rhenania Rheindürkheim verlief bisher gemischt. Seit vier Wochen ist das Team wieder im Trainingsbetrieb, berichtet Trainer Steffen Keller. "In der ersten Woche konnten wir ohne Probleme starten. Doch in der zweiten Woche hatten auch wir mit der Frostwelle zu kämpfen. Aufgrund des hohen Rheinpegels sind wir hier in einem Druckwassergebiet, was sich auch auf unseren Rasen auswirkte. Der Untergrund war nass, schwammig und durch die Kälte zugefroren, was ein Training unmöglich machte. In den zwei Wochen danach waren die Folgen spürbar, denn der Rasen war von Unebenheiten geplagt und ausgewühlt", beschreibt Keller die Situation. Trotzdem musste kein Training ausfallen. "Wir mussten Alternativen wie beispielsweise Hallentraining suchen, wodurch die Trainingsbeteiligung jedoch nicht gelitten hat", fügt Keller hinzu. Auf die Frage, ob ein Rasenplatz eine Benachteiligung darstelle, antwortete er: "Als Benachteiligung würde ich es nicht sehen. Natürlich wäre ein Kunstrasen nett, aber die Gegebenheiten sind, wie sie sind. Das weiß man auch vorher, wenn man bei solchen Vereinen anheuert."

SG Sponsheim/Dromersheim (A-Klasse Mainz-Bingen):

Die SG Sponsheim/Dromersheim besitzt zwar auch nur einen Rasenplatz, jedoch stellt dies in der Vorbereitung kein Problem dar. "Wir trainieren auf dem Kunstrasen bei unseren Freunden in Ockenheim. Dort haben wir drei Mal die Woche die Möglichkeit zu trainieren und haben daher keine Probleme in der Vorbereitung", sagt Trainer Clemens Mitterdorfer.

TV Albig (B-Klasse Alzey-Worms Nord):

Auch beim TV Albig musste man kreativ werden. Zwar sei der Rasenplatz in relativ gutem Zustand, trotzdem sei der Platz kurzzeitig gesperrt gewesen, sodass man Ausweichmöglichkeiten schaffen musste, sagt Trainer Sebastian Zohm. "Wir sind auf den Hartplatz ausgewichen, haben einen Spinning-Kurs in der Halle veranstaltet und Teambuilding-Maßnahmen eingebaut. Man muss in dieser Jahreszeit einfach etwas kreativ werden", sagte Zohm zu den Alternativen für das Training. Benachteiligt fühlt er sich und seine Mannschaft jedoch nicht: "Die reine Fitness bekommen wir in der Vorbereitungszeit auch anderweitig. Das Entscheidende sind die Testspiele; hier gilt es, das Fußballerische wieder reinzubekommen", sagt Zohm.

TSV Uelversheim (B-Klasse Mainz-Bingen Ost):

Beim TSV Uelversheim beginnen die Probleme schon viel früher. "Der große Rasenplatz ist viel zu tief, sodass von November bis Februar der Spiel- und Trainingsbetrieb nicht mehr möglich ist. Daher müssen wir uns schon sehr frühzeitig Alternativen überlegen", sagt Spielertrainer Daniel Küting zu den Platzverhältnissen. Da er sich zu den Trainern zählt, die keine Freunde von reinen Laufeinheiten sind, mussten andere Alternativen her. Küting nennt die neue Sporthalle, Soccer-Arenen und Fitnessstudios. Auch sieht er sich und seine Mannschaft nicht benachteiligt: "Die durchmischte Trainingsbeteiligung hat eher andere Faktoren als unseren Platz. Wir haben viele Studenten und Winzer in der Mannschaft, was zu unregelmäßigen Trainingsbeteiligungen führt. Da alle Testspiele auswärts stattfinden, haben wir dennoch eine gute Vorbereitung für die Rückrunde", sagt Küting.

Aufrufe: 010.2.2024, 10:00 Uhr
Philipp WeyerhäuserAutor