2024-06-24T10:12:48.875Z

Spielbericht
Im Vierkampf: Daniel Gerstmayr (gelbes Trikot, links) und Yomi Scintu vom FCP und die Gersthofener Tobi Nickl und Maxime Schneiker.
Im Vierkampf: Daniel Gerstmayr (gelbes Trikot, links) und Yomi Scintu vom FCP und die Gersthofener Tobi Nickl und Maxime Schneiker. – Foto: Bruno Haelke

Pipinsried springt an Tabellenspitze – Räuber dritter Verletzter

Drei Spiele, neun Punkte

Mit einem glatten 3:0-Heimsieg gegen den FC Deisenhofen hat der FC Pipinsried die Tabellenführung in der Bayernliga Süd übernommen. Doch wieder hat sich ein FCP-Spieler womöglich schwerer verletzt.

Pipinsried – Der FC Pipinsried bleibt in der Bayernliga Süd weiter auf der Erfolgsspur – und im Verletzungspech. Mit dem 3:0 im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen übernahm der FCP die Tabellenführung, hat jedoch leider mit Ludwig „Wiggerl“ Räuber den nächsten Verletzten zu beklagen.

Räuber bereits dritter Verletzter der Pipinsrieder – Jelisic vielleicht schneller fit als gedacht

Drittes Spiel, dritter Sieg. Alles in Butter, könnte man meinen. Doch wie schon drei Tage zuvor in Kirchheim konnten sich die Pipinsrieder nicht ausgelassen über den Sieg freuen. Abwehrchef Räuber musste kurz nach der Halbzeit wegen Problemen am Knie ausgewechselt werden. Kurz vor der Halbzeit hatte er einen Pressschlag mit einem Gegner gehabt. Nach Jochi Müller (Kreuzbandriss) und Daniel Jelisic (Leiste) wäre Räuber, bei einer schwerwiegenden Verletzung, bereits der dritte Stammspieler, der längere Zeit ausfallen würde. Zumindest bei Jelisic besteht Hoffnung, dass er in wenigen Wochen wieder zur Verfügung stehen wird.

Gegen einen spielerisch starken FC Deisenhofen hatte der FC Pipinsried gerade im ersten Spielabschnitt das Heft in der Hand. Entsprechend verdient war die 2:0- Pausenführung. Das 1:0 erzielte Kevin Gutia (26.) per Kopf nach einer butterweichen Flanke von Yomi Scintu. Für das 2:0 sorgte Scintu dann persönlich, er reagierte im Strafraum nach einem Getümmel am schnellsten und netzte aus sieben Metern ein.

FCD nur durch Standards gefährlich – Eigentor in der Nachspielzeit entscheidet Spiel endgültig

Nach der Pause hatte der Gast aus Deisenhofen eine optische Überlegenheit, er war allerdings nur, wie schon in der ersten Halbzeit, nach Standards durch Marco Finster und Yasin Yilmaz gefährlich. „Es war immer eine latente Gefahr da. Große Chancen hatte Deisenhofen nicht, aber wenn der Anschlusstreffer gefallen wäre, hätte es nochmal spannend werden können“, so der Pipinsrieder Trainer Martin Weng nach der Partie.

Mit einem Konter in der Nachspielzeit machten die Pipinsrieder den Sack endgültig zu, auch wenn dem Deisenhofener Kapitän Marco Finster ein Eigentor unterlief. Der eingewechselte Benedikt Wiegert war zuvor auf der rechten Seite durchgebrochen und hatte scharf nach innen gepasst. Beim Abwehrversuch bugsierte Finster den Ball ins eigene Tor.

Besonderes Lob für eingewechselte Spieler von FCP-Trainer Weng

„Was mir heute besonders gut gefallen hat, waren die Spieler, die eingewechselt worden sind“, sagte Weng. „Fabian Willibald musste unseren Abwehrchef Wiggerl Räuber ersetzten und machte eine klasse Partie. Bleron Pirku kam ins Mittelfeld, und auch er machte fortan eine klasse Partie. Um nur zwei zu nennen.“

Bei der Frage zum Thema Tabellenführer konnte Weng nur müde lächeln. „Momentaufnahme, mehr nicht“, so sein kurzer Kommentar.

Wengs Deisenhofener Kollege und Ex-Pipinsried-Trainer Andy Pummer war bedient. „Ich hatte mir das Wiederkommen nach Pipinsried natürlich anders vorgestellt. Wir waren heute einfach nicht durchschlagskräftig genug, und auch im Bezug auf die Körperlichkeit wurden uns heute die Grenzen aufgezeigt. Wenn ich jemand anderen einen Sieg vergönne, dann euch. Aber im Rückspiel sieht das anders aus“, sagte Pummer in der Pressekonferenz mit einem Augenzwinkern.

Aufrufe: 030.7.2023, 14:15 Uhr
Bruno HaelkeAutor