Martin Krieg (li.) wurde am Samstag aus der Fußball-Rente geholt
Martin Krieg (li.) wurde am Samstag aus der Fußball-Rente geholt – Foto: Robert Geisler

Ohne Training - das (Kurz-)Comeback von Martin Krieg

Die TSV-Ikone sprang beim 1:1-Heimremis des TSV Waldkirchen gegen den SV Fortuna Regensburg in die Bresche

Unverhofft, kommt oft: Martin Krieg hatte seine Schuhe eigentlich schon an den berühmten Nagel gehängt. Doch nach viereinhalb Monaten Fußballpause gab der 32-Jährige, der über Jahre der Top-Torjäger der Waidler war, ein überraschendes Comeback. Beim 1:1-Heimremis gegen den Aufstiegsanwärter SV Fortuna Regensburg wurde der Routinier knapp 20 Minuten vor Spielende eingewechselt.

Auf die Frage, ob Krieg nun vielleicht wieder voll angreifen wird und das TSV-Sturmproblem damit lösen könnte, wiegelt Waldkirchens Coach Anton Autengruber sofort ab: "Das wäre natürlich für uns super, aber dazu wird es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht kommen. Moarle hat uns dankenswerterweise ausgeholfen, weil wir am Samstag nur mehr 12 Feldspieler zur Verfügung hatten. Wie spontan die ganze Aktion war, zeigt die Tatsache, dass er vorher nicht einmal mit der Mannschaft trainiert hat. Das war alles sehr kurzfristig." Mit der Leistung des Routiniers zeigte sich der A-Lizenzinhaber absolut zufrieden: "Er hat es innerhalb der paar Monate nicht verlernt. Er hat seine Sache gut gemacht und bei einer Strafraum-Attacke an ihm, hätte man sogar Elfmeter pfeifen können. Das war durchaus eine strittige 50:50-Aktion."



Ob es bis zum Winter weitere Krieg-Einsätze geben wird, ließ Autengruber offen: "Ich werde mit ihm reden, vielleicht hilft er uns beim Derby in Hauzenberg nochmal aus. Die personelle Lage wird sich nämlich nicht großartig bessern." Neben den Langzeitausfällen Benedikt Giller und Mario Strahberger fehlten gegen die Regensburger Fortunen unter anderem mit Kapitän Manuel Karlsdorfer und Tobias Krenn zwei absolute Schlüsselspieler. "Tobi Krenn kehrt in den Kader zurück, dafür kann in Hauzenberg Christoph Neuwirth aus privaten Gründen nicht dabei sein. Ob es bei Manuel Karlsdorfer, der einen Muskelfaserriss in der Wade hat, schon wieder reicht, ist mehr als fraglich", informiert Autengruber.



Aufrufe: 031.10.2022, 11:45 Uhr
Thomas SeidlAutor