2025-12-17T10:26:01.779Z

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Ein Bild aus der letzten Oberliga-Saison des DSC Arminia Bielefeld im April 2018 gegen RW Ahlen.
Ein Bild aus der letzten Oberliga-Saison des DSC Arminia Bielefeld im April 2018 gegen RW Ahlen. – Foto: Wolfgang Rudolf

Oberliga mit 20 Mannschaften droht - Arminia Bielefeld II vor Rückkehr

Es kursiert schon seit Anfang März ein heißes Gerücht.

Drittligist DSC Arminia Bielefeld stellt wieder konkrete Überlegungen an, die 2. Mannschaft zu reaktivieren. Von Seiten von Spielerberatern hieß es gegenüber FuPa Westfalen, dass Verträge für eine Bielefelder U21 unterschrieben werden. Und nun ist es tatsächlich offiziell.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) in Person von Manfred Schnieders (Präsident), Andree Kruphölter (Vizepräsident Amateurfußball), Reinhold Spohn (Vorsitzender Verbands-Fußball-Ausschuss) und Thomas Berndsen (Leiter Abteilung Amateurfußball) hat die Oberligisten in einer E-Mail darüber informiert, dass die Ostwestfalen den Antrag gestellt haben, zur Spielzeit 2025/26 mit einer 2. Mannschaft an der Oberliga Westfalen teilzunehmen. Der DSC geht damit genau den gleichen Weg der Wiedereingliederung wie es der VfL Bochum vor einem Jahr getan hat. Der Widerstand unter den Oberligisten war groß, die die Angelegenheit auch sportrechtlich untersuchen ließen. Im Endeffekt sei aber alles regelkonform abgelaufen, war die damalige endgültige Entscheidung.

Schon in der vergangenen Saison gab es Überlegungen beim DSC Arminia Bielefeld, die am Ende aber nicht in die Tat umgesetzt wurden. Sportlich lief es damals auch wenig, selbst der Absturz in die Regionalliga schien möglich. Nun klopft der frühere Bundesligist zumindest wieder an die Tür der 2. Bundesliga (aktuell Platz 4 in der 3. Liga) und steht im DFB-Pokal-Halbfinale. Insbesondere dieser Erfolg hat viel Geld in die Vereinskassen gespült, bereits jetzt sind es über 3 Millionen Euro.

Geld, das nun wieder teilweise in einen eigenen Unterbau fließen soll. Dieser nahm zuletzt in der Oberliga-Spielzeit 2017/18 am Spielbetrieb teil. Wie Bochum II müsste auch Bielefeld II nach "alten Regularien" in die Westfalenliga wieder eingegliedert werden. Doch der VfL hat den Präzedenzfall geschaffen, dass das Präsidium des FLVW hier frei entscheiden und somit auch Bielefeld den Weg in die Oberliga frei machen darf. Alles andere wäre eine große Überraschung.

Für die Oberliga Westfalen würde es eine Aufstockung auf 20 Mannschaften bedeuten. Denn die bestehenden Auf- und Abstiegsregelungen sind unantastbar. Es bleibt dann nur die Frage, wie die Auf- und Abstiegsregelungen in den nächsten Jahren aussehen werden, um die Oberliga wieder auf 18 Mannschaften zu reduzieren.

Nimmt man wieder die "Lex Bochum" als nun geltenden "Regelfall für eine Wiedereingliederung" müsste die Oberliga zwei Jahre mit 20 Mannschaften spielen, bevor ein Übergangsjahr mit 19 Mannschaften und erst dann die Reduzierung auf die Sollstärke von 18 Mannschaften folgt. Alles nach dem jüngsten Credo des FLVW bewertet, dass den Oberligisten zunächst kein Nachteil entstehen soll, der selbstverständlich trotzdem vorhanden ist und einfach nur in die Zukunft verschoben wird.

Am morgigen Mittwoch, den 19. März, ist eine Videokonferenz mit den Oberligisten angesetzt. Interessanterweise, wenn fünf der 19 Oberligisten selbst auf dem Platz stehen. Fingerspitzengefühl sieht anders aus.

Die E-Mail des FLVW an die Oberligisten im Wortlaut:

"Der Verein DSC Arminia Bielefeld hat den Antrag beim Präsidium des FLVW gestellt, mit seiner 2. Mannschaft wieder in den Spielbetrieb aufgenommen zu werden und zwar in die Oberliga Westfalen.

Bevor über diesen Antrag entschieden wird, möchten wir keine Zeit verlieren und uns als erstes mit allen Oberligavereinen in einer Videokonferenz austauschen und unsere Sichtweisen mitteilen."

Aufrufe: 018.3.2025, 15:30 Uhr
redAutor