2026-06-09T05:59:15.975Z

Relegation

Nach "perfektem Tag": Eddersheim könnte im Vereinsheim aufsteigen

Nach dem immensen Aufwand der vergangenen Monate blickt der FCE-Clubchef auf das emotionale Heimspiel gegen Pirmasens zurück +++ Public Viewing am Mittwochabend

von Philipp Durillo · Heute, 12:00 Uhr · 0 Leser
Unter dem Regionalliga-Bogen einlaufen, daran könnten sie sich an der Eddersheimer Staustufe gewöhnen.
Unter dem Regionalliga-Bogen einlaufen, daran könnten sie sich an der Eddersheimer Staustufe gewöhnen. – Foto: RSCP Photo

Hattersheim/Pirmasens. Der Eddersheimer Vorsitzende Erich Rodler hat im Fußball schon so einiges erlebt. Doch als Niklas Kraus am Sonntag im zweiten Spiel der Regionalliga-Aufstiegsrunde den gegnerischen Torhüter umkurvte, zum 4:1 gegen den FK Pirmasens traf und anschließend zum Jubeln in die Eddersheimer Zuschauermeute stürmte, wurde auch der langjährige Funktionär emotional. "Da sind das erste Mal in meinem Fußballer-Leben Tränen geflossen", blickt Rodler mit etwas Abstand auf einen "perfekten Tag" zurück.

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Spätestens in diesem Moment war von Rodler all die Anspannung abgefallen nach zuvor kräftezehrenden Monaten, um überhaupt dem Verein die nach eigenen Angaben "größten Spiele der Vereinsgeschichte" zu ermöglichen. Rodler, dessen stellvertretender Vorsitzender Chrissi Reuter und weitere Mitstreiter in der Vorstandscrew hatten rund um das Lizenzierungsverfahren für die Regionalliga seit Monaten quasi einen Zweitjob zu bewältigen.

"Können uns jetzt schon als Gewinner fühlen"

Ohne die Lizenz wäre Eddersheim auch nicht für die Aufstiegsspiele zugelassen worden. Doch der Verein legte auf organisatorischer Ebene eine Punktlandung hin und erlebte zwei Partien, die allen Beteiligten wohl noch Jahre in Erinnerung bleiben werden. "Wir wollten uns so gut es geht präsentieren und beweisen, dass wir die Regionalliga stemmen können. Das haben wir mehr als gezeigt und können nach diesem Tag und dem Sieg über einen Traditionsverein jetzt schon als Gewinner fühlen", erklärt Rodler.

Obwohl die sportliche Situation nach der 1:4-Niederlage in Mannheim aussichtslos schien, fanden immerhin noch 1.200 Zuschauer den Weg an die Staustufe. Abzüglich der laut Rodler "immensen Kosten" für die Durchführung des Spiels inklusive Abgabe an die Regionalliga Südwest GmbH bleibt wohl auch ein wenig für den FCE hängen, wenngleich der größte Benefit - die überregionale Reputation des Clubs - nicht mit Geld aufzuwiegen ist. Dennoch: Vom Drumherum her habe es sich schon "nach Regionalliga angefühlt", sagt Rodler. Und ergänzt: "Daran könnten wir uns gewöhnen".

Und sportlich hat die Mannschaft mit dem 4:1-Erfolg gegen Pirmasens zumindest die Möglichkeit geschaffen, dass der Aufstieg noch gelingen kann. Dafür wäre ein weiteres Fußball-Wunder nötig: Im Vereinsheim werden Mannschaft, Vereinsmitglieder und Fans das Spiel zwischen Pirmasens und Mannheim beim Public Viewing im Vereinsheim verfolgen.