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Allen voran Innenverteidiger Maximilian Thomasberger, der sichtlich gefasst wirkte: "Es tut jetzt ein bisschen weh, aber wir können unfassbar stolz sein. Was unsere Fans auf die Platte gebracht haben ist unglaublich, einige sind schon um 9 Uhr mit dem Zug angereist."
Jubeln durften die ganz in Weiß gekleideten Gästefans in der 31. Minute, als Demyan Imek per Konter nach Steckpass von Nils Fischer zum 1:1 ausglich. "Spätestens dann sind wir besser ins Spiel gekommen", analysierte FCE-Trainer Carsten Weber. Zuvor hatte Lennart Thum die Gastgeber im heimischen Rhein-Neckar-Stadion in Führung gebracht, Ex-Profi Alexander Esswein bereitete vor.
Durch Videoanaylase: Weber entschied sich für Dreierkette
Weber entschied sich vor dem Spiel für eine Dreierkette. "Weil wir unheimlich viel Video vom Gegner gesehen haben" erklärte er. Und: "Weil wir immer wieder mit unseren Halbverteidigern auf die beiden Zehner des VfR stechen wollten." Bitter nur aus FCE-Sicht, dass Patrick Schur kurz nach dem Ausgleich verletzt raus musste. Benedict Klimmek, der gegen Darmstadts U21 nach längerer Verletzungspause die ersten Minuten sammelte, kam für ihn ins Spiel. Nach der Halbzeit, in der er schon angeschlagen gewesen sei, schleppte er sich bis zur 64. Minute über den Platz.
Trotz gutem Start in 2. Halbzeit: FCE kassiert Nackenschlag
"Wir gehen auf letzter Rille in den letzten Wochen. Hintenraus hat man gemerkt, was wir für eine Saison in den Beinen haben, wieviele Themen wir hatten und wieviele Dinge wir kompensieren mussten", wollte Weber seinem Team in Sachen Einsatz keinen Vorwurf machen. Der Nackenschlag kurz vor der Pause - Kevin Krügers Schuss wurde für Keeper Felix Koob unhaltbar abgefälscht (44.) - habe dann doch zu schwer gewogen. "Wir kommen sehr gut aus der Halbzeit", fand Thomasberger. "Eigentlich war das 1:2 vor der Pause der Genickbruch". Hinzu kam das 1:3 durch Christian Kuhn (61./Kopfball nach Ecke). Kurz zuvor hatte Nils Fischer die Riesenchance auf den Ausgleich. Sein Abschluss glitt Mannheims Schlussmann David Nreca-Bisinger durch die Finger, ehe Imek heraneilte, der bei seinem Versuch, den Ball über die Linie zu drücken, den Keeper aber foulte.
Der VfR Mannheim durfte vor 3000 Zuschauern vier Tore bejubeln. – Foto: Jan-Niclas Grömling Koob bester Eddersheimer
"Die entscheidenden Momenten haben wir nicht zwingend genutzt und im Gegenzug das Tor kassiert. Dann haben wir uns zu weit fallen lassen und waren zu passiv ", fasste Mittelfeldmann Simon Lüders treffend zusammen. Pasqual Pander setzte nach schöner Kombination schließlich den Deckel drauf (79.). Dass es nicht noch höher ausging, war einigen herausragenden Paraden von Koob zu verdanken. Für den Keeper war es nicht die erste Relegation. Gemeinsam mit Kapitän Patrick Schorr und Torschütze Demyan Imek scheiterte Koob vergangene Saison mit Türk Gücü Friedberg an der TSG Balingen.
Weber gibt Versprechen an VfR Mannheim
Einige Spieler erlebten allerdings zum ersten Mal eine solche Situation. Vor 3000 Zuschauern in einem Stadion spielen zu können, darauf müsse man aber stolz sein, sagt Weber. Oder in Lüders Worten: "Dass wir heute hier stehen dürfen, als FC Eddersheim, ist der reinste Wahnsinn. Dafür wollen wir uns am Sonntag belohnen." Dann geht es gegen den FK Pirmasens, Vizemeister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Sollte der FCE nicht gewinnen, ist ein Aufstieg nicht mehr möglich. Ein Unentschieden könnte den Mannheimern derweil in die Karten spielen. Dann bräuchte der VfR gegen Pirmasens nur einen Punkt für den Aufstieg. In der Pressekonferenz nach dem Spiel gab Weber seinem Gegenüber, VfR-Trainer Marcel Abele, ein Versprechen: "Wir werden alles reinhauen."
So., 07.06.2026, 14:00 Uhr
Sich vor heimischer Kulisse für die starke Saison zu belohnen, und auch bei allen Menschen im Verein zu bedanken - das ist laut Weber die Devise für das kommende Heimspiel (So., 14 Uhr), das zeitgleich das letzte in der Saison 25/26 sein wird. "Ein Verein, der absolut lebendig ist. Das ist einzigartig. Ich bin so stolz und glücklich, hier Trainer sein zu dürfen", betonte Weber, der ohnehin schon ligaunabhängig für die kommende Saison zugesagt hatte.