Philipp Krämer ist beim ASV Steinach von seinen Aufgaben entbunden worden
Philipp Krämer ist beim ASV Steinach von seinen Aufgaben entbunden worden – Foto: Harry Rindler

Nach nur zwei Monaten: Steinach gibt Krämer Laufpass

Der noch sieglose Kreisligist hat bereits nach kurzer Zeit die Reißleine gezogen und seinen Coach freigestellt

Die Spielzeit 2022/2023 ist in der Kreisliga Straubing erst ein paar Spieltage jung, dennoch gibt es bereits den dritten Trainerwechsel zu vermelden. Nach der SpVgg Niederalteich und dem SC Zwiesel hat nun auch der ASV Steinach frühzeitig die Reißleine gezogen. Dem erst vor Saisonbeginn verpflichteten Philipp Krämer wurde am vergangenen Freitag-Nachmittag mitgeteilt, dass nach nur zwei Monaten bereits wieder Schluss für den Plattlinger ist.

"Ich war ziemlich überrumpelt von der Entscheidung, möchte mich dazu aber nicht näher äußern", sagt Krämer. Stephan Mandl, Abteilungsleiter und langjähriger Spieler des früheren Bezirksoberligisten, gibt folgendes Statement ab: "Es hat sich relativ schnell herausgestellt, dass die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer nicht passt. Das ist der Hauptgrund, warum wir die Zusammenarbeit beendet haben. Wenn man merkt, dass etwas nicht funktioniert, muss man daraus Konsequenzen ziehen und das haben wir getan."


Beim 2:2-Remis in Geiersthal betreute der frühere Hankofener Bayernligakicker und ASV-Spielertrainer Maximilian Fellinger die Mannschaft. "Maxi ist uns dankenswerterweise in die Bresche gesprungen, wird aber nicht weiter zur Verfügung stehen. Voraussichtlich werden wir bis zum Winter mit einer internen Lösung weitermachen", berichtet Mandl, dem der erneute Wechsel auf der Übungsleiterposition durchaus nachdenklich stimmt: "Wir sind ein Verein, bei dem Kontinuität und Bodenständigkeit sehr groß geschrieben wird. Daher ist es nicht schön, dass es nun schon mit dem zweiten externen Trainer in Folge nicht geklappt hat. Wir haben aber definitiv keine Mannschaft, die untrainierbar ist und wünschen uns, dass es mit dem nächsten Coach möglichst langfristig passen wird."


Auch eine kurzfristige sportliche Zielsetzung hat der ehemalige Verteidiger bereits formuliert: "Nach unserem Fehlstart geht es darum, schnellstmöglich ein Spiel zu gewinnen. Bis zum Winter wollen wir mindestens 18 bis 20 Punkte auf die Habenseite bringen." Bereits in der Vorsaison spielten die Steinacher Fußballer lange Zeit gegen den Abstieg, konnten sich aber mit einem starken Schlussspurt retten. "Potenzial ist genug vorhanden. Wir haben meist um die 30 Leute im Training und unsere Reserve spielt nicht umsonst in der Kreisklasse. Aber wir müssen einfach mehr aus unseren Möglichkeiten machen, auch wenn unser Team noch sehr jung ist", wünscht sich Mandl.

Aufrufe: 029.8.2022, 16:30 Uhr
Thomas SeidlAutor