
Mit 23 Neuzugängen will der FC Alte Haide im Aufstiegsrennen der Kreisliga mitmischen. Sportdirektor Ptygaj hat mit dem Klub langfristig Großes vor.
München – „Wir wollen in den nächsten sieben Jahren in die Landesliga hoch“, sagt Mentor Ptygaj, Sportdirektor des FC Alte Haide, ambitioniert. Bevor Ptygaj 2023 sein Amt antrat, stieg der Verein von der Bezirksliga bis in die Kreisklasse ab. In der vergangenen Spielzeit glückte dann der Wiederaufstieg in die Kreisliga. Der FC Alte Haide schloss die Saison auf einem soliden siebten Platz ab. „Das war auf jeden Fall zufriedenstellend. Wir wollten die Liga halten und uns als Mannschaft etablieren. Das ist uns gelungen.“
In der neuen Saison soll es für den FC Alte Haide noch weiter nach oben gehen, sagt Ptygaj: „Das Ziel ist es, vorne dabei zu sein.“ Um dabei Erfolg zu haben, haben die Münchner in der Sommerpause einen radikalen Kaderumbruch in die Wege geleitet. Sage und schreibe 23 Neuzugänge vermeldete der Verein. „Es war für mich von Anfang an klar, dass wir frischen Wind brauchen. Viele Spieler waren schon lange im Verein. Das war eher eine freundschaftliche Truppe. Es brauchte einen Umbruch“, sagt der Sportdirektor.
Damit sich die Neuzugänge besser kennenlernen, begab sich die Mannschaft von Freitag bis Sonntag in ein Kurztrainingslager. Der Fokus lag vor allem auf dem Teambuilding. Es soll ein Zusammenhalt entstehen, der für die großen Saisonziele unabdingbar ist. Auf der Trainerbank setzt Alte Haide auf Konstanz. Coach Cenkham Kabalakli bleibt weiterhin an Bord.
Unter den zahlreichen Neuzugängen stechen vier besonders hervor. Für das Mittelfeld sicherte sich der Verein Gabriel Ramaj. Der 25-Jährige kam von der SpVgg Feldmoching und kann Erfahrung auf Landes- und Bezirksliga-Niveau vorweisen. „Er ist ein Spieler, der das Spiel lesen kann, dem Ball Sicherheit gibt und in der Lage ist, mit einem Pass den Unterschied zu machen – das ist selten“, beschreibt Ptygaj seinen neuen Mittelfeld-Strategen.
Ein weiterer Neuzugang für das Mittelfeld ist Florian Ujupaj. Der 27-Jährige spielte zuvor bei der SV Ebersbach/Fils in Baden-Württemberg. Ausgebildet wurde Ujupaj im Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart und spielte anschließend in den Nachwuchsmannschaften des 1. FC Kaiserslautern. Trainer Kabalakli sieht in Ujupaj „einen Spieler, der auf dem Platz nicht nur mitspielt, sondern das Spiel lenkt.“ Zusätzlich stieß Said Magomedov zur Mannschaft. Der 27-Jährige lief in der letzten Spielzeit noch für den VfB Forstinning in der Landesliga auf.
Im Angriff verstärkt Lordan Handanovic den FC Alte Haide. In der letzten Saison ging der 23-Jährige in der Bezirksliga Nord für den FC Aschheim auf Torejagd. Dabei erzielte Handanovic in 26 Einsätzen beachtliche 15 Treffer. Der Angreifer sieht in seinem neuen Verein „ein ambitioniertes Projekt mit einer jungen, hungrigen Mannschaft.“
Auch die anderen Neuzugänge haben ihr fußballerisches Talent schon unter Beweis gestellt. Verteidiger Adin Kurtovic lief für den FC Unterföhring bereits in der Landesliga auf und stand schon im Kader des damaligen Bayernligisten VfR Garching. Höherklassig spielten unter anderem auch Zugänge wie Leonard Kubitza, Bleon Krasniqi und Marko Colic. „Mit Spielern, die Bezirksliga, Landesliga und Bayernliga-Erfahrung haben, kann das Ziel nur sein, oben mitzuspielen“, gibt Ptygaj die Marschrichtung vor.
Über die Neuverpflichtungen entschied der Sportdirektor gemeinsam mit Coach Kabalakli. Die Spieler sind auf das System des Trainers zugeschnitten. „In alle Gespräche bezüglich der Kaderplanung war der Trainer involviert. Die Spieler wurden auf seinen Wunsch geholt“, betont Ptygaj.
Die Konkurrenz in der Kreisliga München 2 ist jedoch groß. Für Sportdirektor Ptygaj sind die Hauptkonkurrenten für den Meistertitel der FC Kosova München, der TSV Großhadern, der SV München-West und der FC Fürstenried. Zum Auftakt steht für die Mannschaft von Trainer Kabalakli ein Auswärtsspiel gegen die FT Gern auf dem Programm. Hier wird sich zum ersten Mal zeigen, ob aus den zahlreichen Neuzugängen schon eine Einheit geworden ist.
Neben der ersten Mannschaft richtet Sportdirektor Ptygaj zudem sein Augenmerk auf die Zweitvertretung und den Jugendbereich: „Wir wollen eine starke U19 und eine intakte zweite Mannschaft haben. Junge Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft nicht auf Anhieb schaffen, sollen über die Zweite an das Niveau herangeführt werden.“ Durch gute Jugendarbeit soll dafür gesorgt werden, dass radikale Umbrüche wie in diesem Sommer, nicht mehr notwendig sind. Ob die Mission Landesliga mit diesem Konzept erfolgreich ausfällt, wird die Zukunft zeigen. (ng)