2024-02-22T15:00:42.116Z

Ligavorschau
– Foto: Frank Burghart

Lokalduelle in Kronau und Neudorf

VfR trifft auf Mingolsheim +++ FVgg erwartet Hambrücken +++ Punktet Menzingen auch gegen Büchig?

Am zwölften Spieltag der Kreisliga stehen zwei Lokalduelle besonders im Fokus. Der VfR Kronau empfängt den TuS Mingolsheim und der FV Hambrücken gastiert bei der FVgg Neudorf. Der zuletzt erfolgreiche SV Menzingen misst sich mit dem SV Büchig.

0:1 verlor der VfR Kronau gegen Forst. Nicht nur die Niederlage, sondern auch ihr Zustandekommen war für Julian Bauer äußerst bitter: „Das Spiel gegen Forst ist für uns sehr unglücklich gelaufen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit waren wir in der zweiten Halbzeit die Mannschaft mit den klareren Torchancen. Ein umstrittener Elfmeter führte zum 0:1. Erst nachdem wir mit mehr Risiko nach vorne spielten, kam Forst zu klaren Chancen. Wir haben vieles richtig gemacht, gut verteidigt und klare Chancen herausgespielt. Für uns ist die Niederlage daher sehr bitter.“
Mit zwei Niederlagen in Serie geht es für den VfR nun ins Derby gegen Mingolsheim. Dort will Spielertrainer Bauer die Punkte-Trendwende vollziehen: „Am Sonntag geht es im Derby gegen Mingolsheim darum, uns für unsere Leistungen zu belohnen. Jeder weiß, dass Mingolsheim eine hohe Qualität hat. Wir werden alles ins Spiel reinwerfen und auf Sieg spielen.“

Das 1:4 in Büchig war für Mingolsheim die bereits sechste Saisonniederlage. Moritz Neuburger versteckte seine Enttäuschung über den Spielverlauf in seiner detailreichen Rückschau nicht: „Wir sind eigentlich richtig gut in die Partie gekommen, haben uns ein paar dicke Chancen erspielt und müssen eigentlich in Führung gehen. Leider ist es einfach momentan so, dass wir die Chancen nicht nutzen. Dies rächt sich dann. Büchig geht mit der ersten Chance in Führung, erhöht durch einen wunderschönen Freistoß auf 2:0 und stellt den Spielverlauf damit komplett auf den Kopf. Spielerisch war es ein Spiel auf Augenhöhe mit einem Chancenplus für uns, weshalb das 0:2 zur Halbzeit schon ziemlich ärgerlich war. Auch in der zweiten Halbzeit war es ein ziemlich ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Unsere aktuelle Situation lässt sich im Folgenden bestens beschreiben: Wir erzielen in einer Druckphase den Anschlusstreffer zum 1:2 und Büchig hat in der Folge große Schwierigkeiten, sich zu befreien. Ein Angriff oder eine Standardsituation folgt der nächsten, sodass wir nah am Ausgleich sind. In dieser Phase setzt ein starker Schauer aus Regen und Hagel ein, sodass der Unparteiische die Parte für 20 Minuten unterbricht und uns somit komplett das Momentum nimmt. Nach Wiederanpfiff kassieren wir einen Konter zum 1:3 und somit war das Spiel gelesen, das 1:4 zum Ende setzt dem Ganzen den Deckel auf. Dass die Kickers enorme Qualität haben, steht außer Frage, jedoch spielt das Ergebnis den Spielverlauf nicht wirklich wieder. Der Ausgang wäre sicherlich ein anderer gewesen, wenn wir in Führung gegangen wären. Aber so bleibt uns nichts als die Niederlage und Glückwünsche an die Kickers.“
Langsam kommen die zu Saisonbeginn hoch gehandelten Mingolsheimer der Abstiegszone bedrohlich nahe. So kommt dem Derby in Kronau noch mehr Brisanz zu, wie auch Neuburger klarstellt: „Nun spielen wir das Derby in Kronau, sicherlich für beide Ortschaften das wichtigste Spiel der Saison. Der Sportplatz wird gut besucht sein und auf dem Platz wird es brennen. Tabellarisch steht Kronau vor uns, weshalb wir, unabhängig vom Derbysieg, punkten müssen, um nicht komplett abzurutschen. Ich denke, das Spiel wird sehr intensiv und kampfbetont werden, weshalb es gilt, einfach alles zu geben. Derby hin oder her, wenn wir unsere Chancen endlich nutzen, dann werden wir am Sonntag als Sieger vom Platz gehen! Wir wollen zum Ende des Jahres noch eine kleine Serie starten und am besten fangen wir in Kronau beim Derby damit an.“

PROGNOSE:
Mingolsheim braucht dringend einen Dreier, um nicht noch weiter in die Gefahrenzone zu rutschen. Doch die Kronauer sind auch nur drei Zähler vor dem TuS - beste Voraussetzungen also für ein intensives Derby!

Einen weiteren Sieg holte der FC Forst in Kronau. Dabei war das Ergebnis für Patrick Stucke das Beste an der Partie: „Das Spiel letzten Sonntag in Kronau war ein wenig wie das Wetter, nicht wirklich schön anzuschauen. Ein offenes Spiel, mit vielen Ballverlusten und Zweikämpfen. Eigentlich ein klassisches Unentschieden-Spiel, jedoch haben wir aktuell auch das nötige Glück, um solche Spiele auf unsere Seite zu ziehen.“
Die von Sieg zu Sieg eilende Germania will auch gegen Philippsburg in diesem Fahrwasser bleiben. „Mit nun sechs Siegen in Folge gehen wir natürlich als Favorit in das letzte Heimspiel des Jahres gegen Philipsburg. Diesem Anspruch wollen wir auch gerecht werden und die drei Punkte in Forst behalten, auch wenn wir wissen, dass der SVP eine hohe Hürde darstellt“, bekundet Patrick Stucke aber trotz Favoritenrolle einigen Respekt vor dem Vorletzten.

Zweimal hintereinander musste der SV Philippsburg zuschauen. Erhan Aksu betrachtet das mit gemischten Gefühlen: „Durch die zwei Spielabsagen in Folge sind wir leider etwas aus dem Rhythmus gekommen. Im Gegenzug hat dem einen oder anderen Spieler die Pause geholfen, um an der Fitness zu arbeiten und kleinere Blessuren auszukurieren.“
Am Sonntag soll der Ball aber wieder rollen. Dann wartet auf den SVP eine schwere Aufgabe, wie Aksu weiß: „Jetzt geht es gegen Forst - eine Mannschaft, die drauf und dran ist, sich in die Spitzengruppe zu etablieren. Zudem ist Forst laut FuPa-Formtabelle die formstärkste Mannschaft der Liga. Wir sind uns dessen bewusst und bereiten uns entsprechend vor. Es gilt, die individuellen Fehler abzustellen und gut zu verteidigen. Dass wir dann unangenehm sind, haben wir schon gezeigt. Ich freue mich, dass es für uns wieder losgeht.“

PROGNOSE:
Ohne jeden Zweifel ist der FC Forst der klare Favorit. Die Germania wird sich einen weiteren Sieg holen.

Nicht spielen konnte der FC Karlsdorf am vergangenen Wochenende. Dies hatte einen durchaus außergewöhnlichen und nachdenklich machenden Grund, wie Maximilian Löchner erläuterte: „Eine absolute Premiere war für mich die Absage am vergangenen Wochenende. Das Schiedsrichtergespann wurde kurzfristig wieder in ihren Kreis abgezogen. Leider konnte die Partie nicht nachbesetzt werden. An solchen Tagen merkt man wie wichtig und zum Teil unterschätzt diese Personalie für unseren Sport ist.“
So steht nun der TSV Wiesental auf dem FCK-Spielplan. Löchner rechnet mit einer Partie auf Augenhöhe: „Statt Philippsburg haben wir nun Wiesental vor der Brust. Die letzten Spiele gegen den TSV waren immer sehr knapp und meistens machte nur ein Tor den Unterschied. Genau das erwarte ich am Sonntag. Es werden vermutlich Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden.“

Einen routinierten Auftritt bescheinigte Tim Ronecker seiner Elf beim 4:0-Heimsieg gegen Schlusslicht Neibsheim: „Souveräner Auftritt meiner Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir innerhalb weniger Minuten das Spiel klar gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt.“
„So bleibt der TSV der erste Verfolger des Spitzentrios. Um diese Position zu halten, muss aber auch gegen Karlsdorf gepunktete werden. Das ist Roneckers Ziel: „Jetzt kommt ein schwieriges Spiel in Karlsdorf auf uns zu. Wir wollen aber weiterhin die Spitze nicht aus den Augen verlieren, deshalb wollen wir unbedingt die drei Punkte einfahren.“

PROGNOSE:
Wir schließen uns der Einschätzung von FCK-Spielertrainer Maximilian Löchner an: Kleinigkeiten werden in einem Spiel auf Augenhöhe über Sieg und Niederlage entscheiden. Ein Favorit ist nicht zu erkennen.

Ein weiteres Mal endete für den FC Neibsheim ein Ligaspiel ohne einen eigenen Treffer und ohne einen Zähler. Stattdessen gab es mit dem 0:4 beim TSV Wiesental bereits die achte Saisonniederlage für den Aufsteiger.
So bleibt die Elf von Sakib Nadarevic mit nur zwei Zählern Schlusslicht. Gelingt nun aber der erste Saisonsieg am Sonntag, würde man den Rückstand auf Ubstadt um die Hälfte reduzieren. Im Falle einer weiteren Niederlage dürften die Chancen auf den Ligaverbleib indes frühzeitig schwinden.

Bei seiner Premiere als FVU-Trainer musste Christian Rohr eine 1:3-Niederlage seiner Auswahl gegen Neudorf erleben. „Ein Training und gleich ein Sechs-Punkte-Spiel gehabt gegen Neudorf. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann aber durch einen individuellen Fehler das 0:1 bekommen. Das 0:2 entstand durch eine klare Abseitsposition, aber so ist es nun mal, wenn du unten drinstehst. Ich kann meinen Jungs jedoch keinen Vorwurf machen – im Gegenteil! Die Jungs versuchen, alles umzusetzen, gaben alles auf dem Platz und kämpften sich auch nach dem 0:2 zurück“, äußerte sich Rohr zu seiner Premiere, aus der er trotzdem Positives zog: „Wenn man unten drinsteht, muss man sich das Glück hart erarbeiten und das werden wir auch, da bin ich mir zu 100 Prozent sicher!
In seinem zweiten Spiel für Ubstadt steht das Duell mit den noch sieglosen Neibsheimern an. Rohr weiß um die Wichtigkeit der Partie: „Wir haben diese Woche die Trainingseinheiten genutzt, werden am Sonntag nach Neibsheim fahren und im nächsten Sechs-Punkte-Spiel alles in die Waagschale werfen, damit wir als Sieger den Platz verlassen!“

PROGNOSE:
In seinem zweiten Spiel mit Ubstadt wird Christian Rohr erstmals Punkte holen. Der FVU wird einen wichtigen Sieg erzielen.

Einen wichtigen Sieg fuhr die FVgg Neudorf in Ubstadt ein. Arif Saglam war mit dem 3:1 glücklich: „Das Spiel gegen Ubstadt war von meiner Seite aus zufriedenstellend. Ich bin natürlich froh, dass wir die drei Punkte mit nach Hause genommen haben und jetzt wieder ein bisschen Luft nach unten haben. Meine Spieler waren von Anfang an richtig im Spiel, haben die Zweikämpfe gewonnen und die Tore gemacht.“
Damit hat die FVgg nicht nur den Sprung auf einen einstelligen Platz geschafft, sondern nach Punkten auch zum nächsten Gegner aufgeschlossen. Auf den Vergleich mit Hambrücken freut sich Saglam: „Das wird wieder ein Derby sein, bei dem wir zu Hause unsere drei Punkte wieder daheim lassen möchten.“

Nur eine Halbzeit konnte der FV Hambrücken mit dem FV Wiesental mithalten, was den 1:1-Halbzeitstand in eine 1:4-Niederlage verwandelte. Der FVH-Vorsitzende Daniel Zeisel fand bei der Ursachenforschung Lob für den Gegner und den Unparteiischen, schlug beim eigenen Team gerade mit Blick auf Durchgang zwei ganz andere Töne an: „Die Derbyniederlage geht alles in allem in Ordnung. Wiesental war der erwartet starke Gegner und steht zu Recht an der Tabellenspitze. Glückwunsch nach Wiesental zum Derbysieg. Ein besonderes Lob geht an den Schiedsrichter, der eine mehr als solide Leistung bot. Es gab auch wenig Grund, um einzugreifen, da beide Mannschaften äußerst fair agierten. Den Spielverlauf konnten wir in der ersten Halbzeit noch ausgeglichen gestalten und sind sogar durch einen Freistoßtreffer von Lüdcke in Führung gegangen. Kurz vor der Halbzeit kassierten wir ebenfalls durch einen abgefälschten Freistoßtreffer den Ausgleich. Ärgerlich, da wir um die Freistoßkünste von Noureddine wussten. Was wir dann in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, ist mehr als enttäuschend und spiegelt den aktuellen Tabellenplatz. Wir hatten keinen Zugriff mehr, der Spielaufbau fand so gut wie gar nicht statt und unser Mittelfeld glänzte durch Ballverluste. So kann man ein Derby und vor allem gegen den Tabellenführer nicht gewinnen. Es hilft alles nichts, wir müssen den Blick nach vorne richten und es in Neudorf besser machen.“
Mit dieser Überleitung ist Zeisel schon beim Spiel in Neudorf angelangt. Er bewertet das Aufeinandertreffen als sehr wichtig für den FVH: „Am kommenden Sonntag reisen wir nach Neudorf zum Derby. In Neudorf erwartet uns ein heißer Tanz und wer dort punkten will, muss 100% auf den Platz bringen. Wir werden die Saglam-Truppe keinesfalls unterschätzen und haben uns dementsprechend unter der Woche darauf vorbereitet. Für uns ein absolutes Schlüsselspiel, wo tabellarisch die Reise hingeht. Sollte die Leistungskurve bei unseren Leistungsträgern wieder nach oben gehen, bin ich mir sicher, dass wir in Neudorf punkten können.“

PROGNOSE:
Am Ende eines umkämpften Lokalduells könnte eine Punkteteilung stehen, denn einen wirklichen Favoriten gibt es nicht.

Auch im zweiten Spiel als FVW-Coach gab es für Andreas Bronner einen Sieg. Gleichwohl musste Wiesental in Hambrücken erst einen Rückstand aufholen, um dann auf 4:1 davonzuziehen. „Wie in der Woche zuvor waren die ersten 25 Minuten relativ ausgeglichen. Danach sind wir durch einen Freistoß in Rückstand geraten, was immer mal passieren kann. Leider haben wir dann etwas den Faden verloren. Wir sind hektisch geworden, haben falsche Entscheidungen getroffen und zu schnell das Spiel aufgebaut. Durch einen Standard von Wessam Noureddine haben wir das wichtige 1:1 erzielt. Dadurch wurden die Jungs wieder ruhiger. In der Halbzeit haben wir etwas justiert und in der zweiten Halbzeit das Spiel unheimlich sachlich und geordnet nach vorne gespielt und so den Sieg verdient erzielt. Die Mannschaft hätte sogar noch das ein oder andere Tor mehr schießen können. Am Ende war es ein guter 4:1-Auswärtssieg bei einem Landesligaabsteiger“, fasste Bronner die Geschehnisse zusammen.
Mit vier Siegen hintereinander und der Tabellenführung kann der FV Wiesental das Heimspiel gegen Flehingen mit sehr breiter Brust angehen. Bronner warnt aber davor, den nächsten Landesligaabsteiger auf die leichte Schulter zu nehmen: „Jetzt gehts zu Hause gegen Flehingen weiter. Vor der Runde hätte man gedacht, dass diese Mannschaft im oberen Drittel mitspielt. Ich denke, dass Flehingen momentan in der Tabelle schlechter dasteht, als es eigentlich ist. Die Flehinger haben viele erfahrene Spieler, die einige Jahre in der Kreisliga und Landesliga spielten. Wir werden sicher wieder 120 Prozent und absolute Konzentration geben müssen, um den wichtigen Heimsieg erzielen zu können.“

Der Hoffnungsschimmer, den der FC Flehingen im Pokal gegen Östringen II produziert hatte, verpuffte im Ligaspiel gegen Menzingen gleich wieder. „Gegen Menzingen konnten wir leider nicht annähernd an die Leistung gegen Östringen II anknüpfen. In der Anfangsphase hatten wir zwei Möglichkeiten. Danach kam außer Ballbesitz leider nicht viel zustande. Menzingen war zielstrebiger und hat das 0:1 vor der Pause gemacht. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns keine nennenswerte Chance erspielen. Kurz vor Schluss hat Daniel aus einem Konter heraus den Deckel drauf gemacht“, berichtete Michael Ferentschik und ging im Anschluss auch auf die großen Veränderungen ein, die die neuerliche Niederlage bewirkte: „Senad hat aufgrund der sportlichen Talfahrt leider die Konsequenzen gezogen und ist als Trainer zurückgetreten. Wir respektieren seine Entscheidung und danken ihm auch auf diesem Wege für seine aufopferungsvolle Arbeitsweise. Er wird bei uns in guter Erinnerung bleiben. Leider sind die Ergebnisse ausgeblieben. Glücklicherweise haben wir in und um die Mannschaft sehr viele erfahrenen Spieler, die bis zum Winter übernehmen.“
Die Vorzeichen sind also aktuell trüb aus aktueller Sicht. Beim FV Wiesental ist man klarer Außenseiter. Diese Rolle nimmt der Flehinger Betreuer auch ganz bewusst ein: „Wir fahren zum Tabellenführer und haben nix zu verlieren. Wir werden versuchen, was aus Wiesental mitzunehmen. Wir können an der Stelle nur überraschen.“

PROGNOSE:
Die spannenden Frage lautet, wie die Flehinger auf den Rücktritt von Senad Nadarevic reagieren. So oder so ist aber Wiesental eindeutig in der Favoritenrolle. Die Zeichen deuten auf den fünften FVW-Sieg in Folge hin.

Für Furore sorgt weiterhin der SV Menzingen. Die Kraichtaler ließen sich auch vom FC Flehingen nicht stoppen und landeten durch ein 2:0 den nächsten Sieg. „Letzten Sonntag war ein kontrolliertes Spiel durch die Wetterverhältnisse sehr schwierig. In der Anfangsphase hatte Flehingen zwei oder drei gute Chancen, da hätten wir auch in Rückstand geraten können. Dann wäre es durch das Wetter und den schwer bespielbaren Platz sehr schwer geworden, zurückzukommen. Danach haben wir kaum noch etwas zugelassen und sind Mitte der ersten Halbzeit in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit gab es kaum noch Höhepunkte und wir haben durch einen Konter das Spiel zugemacht“, fasste Daniel Kaiser die Geschehnisse zusammen.
Nach drei Siegen in Folge und der Festigung von Platz fünf kann der SVM das Heimspiel gegen Ligaprimus ohne Sorgen angehen. Spielertrainer Kaiser sieht das ähnlich: „Jetzt erwartet und das absolute Maximum in der Kreisliga – gute Einzelspieler, eine junge, hungrige Truppe und Aufstiegsfavorit Nummer eins. Wir werden mit unseren Mitteln wieder versuchen, die Schwächen des Gegners zu bespielen, und versuchen, uns bestmöglich zu verkaufen. Alles andere als eine Niederlage wäre für uns super, da einmal wieder wichtige Stammkräfte fehlen.“

Den nächsten Sieg sammelte der SV Büchig gegen Mingolsheim ein. Dabei starteten die Kickers eher holprig in die Partie, wie Benjamin Dauenhauer zu Beginn seiner Rückschau anmerkte: „Gegen Mingolsheim sind wir nicht gut in die Partie gekommen. Wir hatten einfach zu viele Ballverluste und kein gutes Positionsspiel, was sich allerdings mit der Führung zum 1:0 änderte. Ab dem Zeitpunkt bekamen wir mehr Ruhe und Spielkontrolle. Mingolsheim war an diesem Tag nicht unbedingt vier Tore schlechter, hätte sich aber auch über mehr Gegentore in der Schlussphase des Spielt nicht beschweren dürfen.“
Nun nimmt der SV Büchig den aktuell auch erfolgreichen SV Menzingen ins Visier. Dauenhauer äußert sich vorab folgendermaßen: „Mit dem SV Menzingen erwartet uns ein Gegner, der ebenfalls mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen wird. Die Ergebnisse der letzten Wochen zeigen, dass Menzingen in der Lage ist, an guten Tagen jede Mannschaft in der Liga schlagen zu können. Wir werden definitiv gut eingestellt sein und die Menzinger nicht unterschätzen.“

PROGNOSE:
Stark waren die Menzinger in den letzten Wochen unterwegs, aber der SV Büchig dürfte dann doch noch ein bisschen stärker sein. Die Kickers setzen ihre Serie fort.

Aufrufe: 010.11.2023, 17:27 Uhr
Florian WittmannAutor