2026-04-02T18:01:11.048Z

Allgemeines

MSV stolpert in Ulm, Chancenverwertung wird RWE zum Verhängnis

Der FC Energie Cottbus hat für den Moment wieder die Tabellenführung inne. Dank eines 3:1-Erfolgs gegen die TSG Hoffenheim II ziehen die Lausitzer am MSV Duisburg vorbei. Direkt dahinter folgt Rot-Weiss Essen, die die Chance verpassen auf einen Aufstiegsplatz zu springen.

von Markus Becker · 01.02.2026, 22:05 Uhr · 0 Leser
RWE spielte Remis gegen den SVWW.
RWE spielte Remis gegen den SVWW. – Foto: Markus Verwimp

Den Auftakt in den 22. Spieltag machte der TSV Havelse mit einem hart umkämpften 3:1-Erfolg gegen Tabellenmitstreiter FC Erzgebirge Aue. Der Aufsteiger rückt damit immer näher ans rettende Ufer. Am Samstag waren schließlich die ersten Top-Teams an der Reihe. Der FC Energie Cottbus setzte sich dabei nach anfänglichem Rückstand gegen die TSG Hoffenheim II durch. Dahinter schob sich der VfL Osnabrück dank eines knappen Sieges am F.C. Hansa Rostock vorbei. Die Kogge zeigte sich parallel nämlich gegen den FC Ingolstadt ungewohnt zahnlos und musste mit einem 0:3 nach langer Zeit wieder als Verlierer vom Platz gehen. Auch der Rückstand des TSV 1860 München vergrößert sich. Die Löwen trennten sich in einem unterhaltsamen Spiel gegen Alemannia Aachen mit einem 2:2-Unentschieden. MSV Duisburg hat beim SSV Ulm das Nachsehen. Nothagel-Platzverweis bringt die Wende und führt den SC Verl zum 4:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart. Marek Janssen trifft wieder für Rot-Weiss Essen, dennoch wird Wehen Wiesbaden zum Spielverderber bei Essens Geburtstagsfeier.

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Havelse dreht im zweiten Durchgang auf

Nach zaghaften Beginn ergab sich die zunächst die einzige nennenswerte Gelegenheit per Zufallsprodukt. Ein eigentlich ungefährlicher Ball in die Spitze wurde von Aues Keeper Martin Männel und Eric Uhlmann noch einmal heiß gemacht, nachdem diese sich nicht eins waren, wer nun drangehen sollte. Bestrafen konnte Havelse das jedoch nicht (14.). Danach tat sich lange Zeit nicht mehr viel, beide Seiten konnten sich fast schon auf ein torloses Remis zur Halbzeit einstellen, bis die Veilchen aus dem Nichts zuschlugen. Ein Eckball von Marvin Stefaniak fand zunächst Mika Clausen, dessen Torschuss noch von Jonah Fabisch entscheidend umgelenkt wurde (45. +1).

Wesentlichen Auftrieb sollte der Treffer den Gästen jedoch nicht geben, Havelse war nach dem Seitenwechsel die aktivere Mannschaft. Es dauerte jedoch auch eine Weile, bis sich der Aufsteiger auf Basis dessen belohnen konnte. Aue bekam rund um den Sechzehner keinen Zugriff, die Kugel ging per Flipper zu Nassim Boujellab, der gekonnt zum 1:1-Ausgleichstreffer abschloss (74.). Havelse blieb weiter dran, durfte sich aber auch bei nervös verteidigenden Auern bedanken. Ein abgeblockter Befreiungsschlag flog quer durch den Sechzehner und vor die Füße von Florian Riedel, dieser feuerte das Leder mit vollem Risiko ins Zentrum zu Lorenzo Paldino, der das Spiel drehte (80.). Auf holprigem Rasen war es beileibe kein Champagner-Fußball, den Havelse anbot, konnte sich mit der Führung im Rücken nun aber auf die eigene Defensive fokussieren. Aue versuchte im Anschluss noch einmal den Ausgleich zu erzwingen, stattdessen machte Robin Müller gegen weit aufgerückte Gäste mit dem 3:1 alles klar (90. +6)

TSV Havelse – FC Erzgebirge Aue 3:1
TSV Havelse: Tom Opitz, Besfort Kolgeci, Emre Aytun (63. Florian Riedel), Noah Plume, Dennis Duah, Julius Düker (85. Jannik Oltrogge), Johann Berger, Nassim Boujellab, Arlind Rexhepi (63. Robin Müller), Marko Ilic, Lorenzo Paldino (92. Christopher Schepp)
FC Erzgebirge Aue: Martin Männel, Anthony Barylla, Pascal Fallmann, Eric Uhlmann (84. Ricky Bornschein), Tristan Zobel, Jamilu Collins, Marvin Stefaniak (79. Julian Guttau), Mika Clausen (46. Luan Simnica), Jonah Fabisch, Marcel Bär (72. Jannic Ehlers), Vincent Ocansey
Schiedsrichter: Cengiz Kabalakli - Zuschauer: 1012
Tore: 0:1 Jonah Fabisch (45.+1), 1:1 Nassim Boujellab (74.), 2:1 Lorenzo Paldino (80.), 3:1 Robin Müller (90.+6)

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Osnabrück ringt Saarbrücken glanzlos nieder

Aufgrund eines verspäteten Osnabrücker Fanzugs, begann die Partie auch rund eine halbe Stunde später als geplant. Davon sollten sich die Auswärtsfahrer aber nicht wesentlich beeinflussen lassen. Nach Hereingabe von Lars Kehl hatte niemand beim FCS Niklas Wiemann auf dem Zettel, der das Leder ins Tor beförderte (11.). Wie man es vom VfL kennt, war der Fokus daraufhin auf einer stabilen Defensive gegen die Saarbrücken auf Lösungssuche war. Zwei Chancen ergaben sich immerhin. Dominic Baumann scheiterte an Lukas Jonsson (24.), nach einem ruhenden Ball zielte Robin Bormuth knapp über den Querbalken (40.).

Ähnlich hantierte es nach dem Seitenwechsel auch Tim Civeja, dessen Kopfball das Ziel nur knapp verpasste (50.). Saarbrücken wusste sich für einen zunehmend beherzten Auftritt nicht zu belohnen. Auch Patrick Schmidt scheiterte mit seinem Kopfball aus guter Position an Jonsson (64.). Die vergebenen Chancen wären den Hausherren beinahe um die Ohren geflogen, doch Philipp Menzel rettete gegen den Schuss von Ismail Badjie (70.). So brachte der VfL den knappen Vorsprung glanzlos über die Zeit und springt für den Moment auf den Aufstiegsrelegationsplatz.

1. FC Saarbrücken – VfL Osnabrück 0:1
1. FC Saarbrücken: Phillip Menzel, Calogero Rizzuto, Lasse Wilhelm, Niko Bretschneider (84. Amine Groune), Robin Bormuth, Patrick Sontheimer (74. Rodney Elongo-Yombo), Tim Civeja (58. Kaan Caliskaner), Elijah Krahn, Sebastian Vasiliadis (58. Patrick Schmidt), Florian Pick, Dominic Baumann
VfL Osnabrück: Lukas Jonsson, Niklas Wiemann, Yigit Karademir, Jannik Müller, Lars Kehl (77. Tony Rudy Lesueur), Kevin Wiethaup (78. Fridolin Wagner), Patrick Kammerbauer (90. Theo Janotta), Bjarke Jacobsen, Frederik Christensen, Robin Meißner (90. Kai Pröger), Julian Kania (59. Ismail Badjie)
Schiedsrichter: Lars Erbst - Zuschauer: 12081
Tore: 0:1 Niklas Wiemann (11.)

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Mannheim schlägt in der Domstadt eiskalt zu

Die Domstädter verteilten schon frühzeitig Geschenke. Florian Engelhardt gab die Kugel im eigenen Strafraum leichtfertig her, Kushtrim Asallari bedankte sich im Geiste und schloss kalt zur Führung ab (3.). Die Domstädter mussten sich nicht lange schütteln, beteiligten sich wieder aktiver am Spielgeschehen, kamen damit aber zu selten zwingend vors Tor. Kurz vor Ende der ersten Hälfte war es stattdessen wieder der SV Waldhof, der in Person von Asallari gefährlich vors Tor kam, sein Lupfer prallte jedoch nur ans Aluminium (43.).

Der zweite Durchgang begann schließlich mit einem Erfolgserlebnis für die Viktoria. Lars Dietz lenkte nach einem Einwurf per Kopf weiter auf Benjamin Zank, der mit einem Aufsetzer für den Ausgleich sorgte (55.). Köln wollte daraufhin mehr, doch der nächste Treffer fiel für die Buwe. Diego Michel chippte auf Arianit Ferati, der aus kurzer Distanz die Nerven behielt und den Vorsprung wiederherstellte (66.). Erneut ergab sich die dicke Chance zum Ausgleich für die Kölner, doch nach Vorarbeit von Leonhard Münst trat David Otto an der Kugel aus höchst vielversprechender Position vorbei (71.). Viel mehr sprang für die Hausherren offensiv dann auch nicht mehr heraus. Kurz vor Schluss machte schließlich Terrence Boyd mit dem 3:1 alles klar (88.).

Viktoria Köln – SV Waldhof Mannheim 1:3
Viktoria Köln: Arne Schulz, Simon Handle (82. Joel Vega Zambrano), Lars Dietz, Meiko Sponsel, Verthomy Boboy (87. Leander Popp), Florian Engelhardt (74. Frank Ronstadt), Lucas Wolf, Benjamin Zank, Tim Kloss, Leonhard Münst (82. Robin Velasco), David Otto (74. Soichiro Kozuki)
SV Waldhof Mannheim: Thijmen Nijhuis, Lukas Klünter, Niklas Hoffmann, Sanoussy Ba, Janne Sietan, Arianit Ferati, Adama Diakhaby (56. Maximilian Thalhammer), Diego Michel (84. Masca), Samuel Abifade (84. Tim Sechelmann), Felix Lohkemper (62. Terrence Boyd), Kushtrim Asallari (84. Lovis Bierschenk)
Schiedsrichter: Luca Jürgensen
Tore: 0:1 Kushtrim Asallari (2.), 1:1 Benjamin Zank (55.), 1:2 Arianit Ferati (67.), 1:3 Terrence Boyd (88.)

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Cottbus erholt sich schnell von der kalten Dusche und übernimmt für den Moment wieder Platz eins

Nach dürftigem Auftritt in der Vorwoche gegen Schweinfurt, machten Energie im negativen Sinne genau dort weiter. Tolcay Cigerci verlor die Kugel an Deniz Zeitler, der diese im Zentrum behauptete und zum ersten Treffer abschloss (4.). Die Antwort folgte auf dem Fuße. Infolge eines Eckballs fand sich Moritz Hannemann in exzellenter Abschlussposition und nutzte dies auch für den prompten Ausgleich (15.). Es blieb weiter ereignisreich. Luca Erlein zielte nach schöner Einzelleistung knapp über den Kasten der Cottbuser (23.). In der Schlussphase der ersten Hälfte waren die Lausitzer dann noch einmal im Kommen. Ein abgefälschter Abschluss von Lukas Michelbrink landete am Pfosten (35.), auch beim Versuch von Hannemann fehlte nicht sonderlich viel (37.). Etwas später wussten sich die Lausitzer dann doch zu belohnen. Cigerci machte seinen Fehler vor dem ersten Gegentreffer wieder gut, schickte Denis Donkor ins Kino und brachte mit seiner Hereingabe seinen kongenialen Angriffspartner Erik Engelhardt ins Spiel, der zur Führung einnickte (44.).

Vor der weißen Wand sammelte Cottbus drei Punkte ein.
Vor der weißen Wand sammelte Cottbus drei Punkte ein. – Foto: Schneider Torsten

Nach dem Seitenwechsel musste Marius Funk für die Cottbuser erstmals wesentlich eingreifen und parierte einen tückischen Schuss von Valentin Lässig (51.). Auf der anderen Seite trat auch der Schlussmann in Aktion. Nach Foul an Justin Butler forderten die Lausitzer nämlich den Platzverweis von Lukas Petersson, es blieb jedoch beim gelben Karton (67.). So blieb es beim zahlenmäßigen Gleichstand, den die Sinsheimer auch fast auf der Anzeigetafel erzielten. Doch als Erlein nach Flanke von Natnael Abraha alleine vorm Tor stand, konnte er den Ball nicht in selbigem unterbringen (80.). So kam es, wie es kommen musste. Nachdem Petersson zunächst noch den Kopfball von Butler parierte, war er wenig später gegen Engelhardt machtlos - die Entscheidung (84.). Denn mehr kam nicht mehr von der TSG, die weiter auf einen Punkt im neuen Jahr warten muss.

FC Energie Cottbus – TSG 1899 Hoffenheim II 3:1
FC Energie Cottbus: Marius Funk, Henry Rorig, Nyamekye Awortwie-Grant, Leon Guwara, King Manu, Axel Borgmann, Dominik Pelivan (83. Merveille Biankadi), Tolcay Cigerci (90. Ted Tattermusch), Lukas Michelbrink (90. Tim Campulka), Moritz Hannemann (61. Justin Butler), Erik Engelhardt (90. Can-Yahya Moustfa)
TSG 1899 Hoffenheim II: Lúkas Petersson, Valentin Lässig, Yannis Hör, Lars Strobl (40. Natnael Abraha), Luca Erlein, Denis Donkor (65. Nader El-Jindaoui), Yannik Lührs, Arian Llugiqi (80. Alex Honajzer), Florian Micheler (80. Diren Dagdeviren), Paul Hennrich (81. Ben Opoku), Deniz Zeitler
Schiedsrichter: Kevin Behrens (Hasede) - Zuschauer: 15645
Tore: 0:1 Deniz Zeitler (4.), 1:1 Moritz Hannemann (15.), 2:1 Erik Engelhardt (44.), 3:1 Erik Engelhardt (84.)

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Ingolstadt kauft der Kogge den Schneid ab

In der Anfangsphase tat sich herzlichst wenig. Beide Teams gingen recht wenig Risiko ein, wodurch die Partie zunächst etwas vor sich hintrudelte. Das änderte sich schlagartig, als die Schanzer plötzlich in Erscheinung traten. Nach einem Umschaltmoment leitete Dennis Kaygin weiter auf Marcel Costly, der vor Benjamin Uphoff die Nerven behielt und das Leder am Schlussmann vorbei beförderte (21.). Beinahe gelang dem FCI sogar der Doppelschlag, doch Fredrik Carlsen brachte den Ball aus guter Position nicht gefährlich auf den Kasten (24.), nach Fehler von Uphoff hatte Costly aus über 20 Metern ein freies Tor vor sich, verfehlte aber das Ziel (27.). Besser machte es wenig später Max Besuschkow,. Nach Hereingabe von Costly unterlief Uphoff den Ball, Besuschkow schob ins leere Tor (35.).

Ingolstadt festigt sich im Mittelfeld.
Ingolstadt festigt sich im Mittelfeld. – Foto: Jürgen Meyer

Die Kogge war nun zunehmend gefordert, konnte sich zunächst aber nicht gegen die aufmüpfigen Schanzer aufbäumen. Kurz vor Halbzeitpfiff hatte Max Schuster noch die Chance zum Anschlusstreffer auf dem Schädel, Kai Eisele war jedoch zur Stelle und lenkte die Kugel aus dem Torwinkel (41.).

Nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst nicht viel, bis Costly seinen zweiten Treffer nachlegte (68.). Damit war der Spielausgang auch schon vorbestimmt, von Rostock kamen in der Folge auch keine entscheidenden Aktionen mehr, um das Ruder erneut herumzureißen.

F.C. Hansa Rostock – FC Ingolstadt 04 0:3
F.C. Hansa Rostock: Benjamin Uphoff, Ahmet Gürleyen, Florian Carstens, Viktor Bergh, Marco Schuster, Jonas Dirkner (46. Christian Kinsombi), Benno Dietze (65. Cedric Harenbrock), Jan Mejdr (81. Nico Neidhart), Kenan Fatkic (46. Maximilian Krauß), Ryan Don Naderi, Andreas Voglsammer (65. Emil Holten)
FC Ingolstadt 04: Kai Eisele, Marcel Costly (87. Yann Sturm), Simon Lorenz, Linus Rosenlöcher, Jonas Scholz, Georgios Antzoulas, Max Besuschkow (46. Emilio Kehrer), Dennis Kaygin (69. Lukas Fröde), Frederik Carlsen (87. Max Plath), Frederik Christensen, Julian Kügel (82. Mason Toye)
Schiedsrichter: Felix Bickel (Vorsfelde)
Tore: 0:1 Marcel Costly (21.), 0:2 Max Besuschkow (35.), 0:3 Marcel Costly (68.)

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Kurzweiliger Traditionsschlager im Grünwaldstadion

Die Aachener waren zunächst eigentlich gut in der Partie, hatten ihre Ballbesitzphasen in der Festung der Münchener Löwen. Doch beinahe aus dem Nichts wurde es dann schon brenzlig. Thore Jacobsen steckte auf David Philipp durch, der im Strafraum von Marius Wegmann zu Fall gebracht wurde, der Unparteiische Martin Wilke verzichtete jedoch auf den Elfmeterpfiff - Glück für die Aachener (8.). Diesen sollte es wenig später auf der gegenüberliegenden Seite geben. Philipp Maier leistete sich zunächst einen haarsträubenden Fehlpass ohne wesentliche Bedrängnis, zu allem Übel zupfte er daraufhin auch noch am Arm von Mika Schroers, der den Kontakt im Strafraum dankend annahm. Den fälligen Strafstoß verwandelte Aachens Torjäger vom Dienst, Lars Gindorf, sicher zur Führung (18.). Wie es der Zufall will, konnte Maier wenig später seinen Fehler wieder gutmachen. Nach einem Eckstoß versuchte es der 31-Jährige mit einer Direktabnahme, die von Gianluca Gaudino unglücklich ins eigene Tor gelenkt wurde (22.). Es blieb bei einem offenen Spiel bis zum Ende der ersten Hälfte, die beste Gelegenheit hatte dabei noch Mehdi Loune, dessen Schuss im Strafraum ausgerechnet vom eigenen Mitspieler Gindorf auf dem Weg ins Tor noch geblockt wurde (45.).

In Durchgang zwei waren zunächst die Löwen and der Reihe, die von einem Fehler von Aachen-Keeper Fotios Pseftis profitierten. Dieser konnte einen Rückpass nicht unter Kontrolle bringen und agierte im Zweikampf genau an der Strafraumgrenze mit Patrick Hobsch zu ungeschickt. Diesmal gab es den Strafstoß für die Hausherren, den Jacobsen verwandelte (54.). Doch auch den Löwen war keine lange Führung vergönnt. Stattdessen nahm sich Schroers aus der Distanz einfach mal ein Herz und wuchtete die Kugel sehenswerte in den Winkel - Thomas Dähme konnte den Einschlag nicht mehr entscheidend abwenden (61.). Ein Doppelschlag für die Kaiserstädter wurde es aber nicht, nachdem Faton Ademi das Leder nur ans Außennetz beförderte (62.).

Beide Seiten zeigten sich daraufhin noch einmal offensiv, doch sowohl Sigurd Haugen für 1860 (78.), als auch Gindorf für die Alemannia (81.) konnten nicht für den entscheidenden Treffer sorgen. Die Schlussphase wurde dann noch einmal aufgrund so manch strittiger Entscheidung hitziger, schlussendlich werden sich beide Teams aber nicht sonderlich über den Punktgewinn beschweren dürfen.

TSV 1860 München – Alemannia Aachen 2:2
TSV 1860 München: Thomas Dähne, Max Reinthaler, Raphael Schifferl, Clemens Lippmann, Kilian Jakob (46. Marvin Rittmüller), Siemen Voet, David Philipp (72. Justin Steinkötter), Thore Jacobsen, Philipp Maier (46. Damjan Dordan), Kevin Volland, Patrick Hobsch (72. Sigurd Haugen) - Trainer: Markus Kauczinski
Alemannia Aachen: Fotios Pseftis, Pierre Nadjombe, Marius Wegmann, Petros Bagkalianis, Gianluca Gaudino (83. Lamar Yarbrough), Faton Ademi (88. Kwasi Wriedt), Danilo Wiebe, Lars Gindorf, Mehdi Loune (83. Bentley-Baxter Bahn), Lukas Scepanik, Mika Schroers (88. Niklas Castelle) - Trainer: Mersad Selimbegovic
Schiedsrichter: Martin Wilke - Zuschauer: 15000
Tore: 0:1 Lars Gindorf (18.), 1:1 Philipp Maier (22.), 2:1 Thore Jacobsen (54.), 2:2 Mika Schroers (61.)

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Regensburg zittert Auswärtssieg in Überzahl über die Zeit

Für Regensburg lief zunächst alles nach Maß. Benedikt Bauer spielte auf Noel Eichinger, dessen wuchtiger Abschluss unhaltbar für Maximilian Weisbäcker im Netz landete (10.). Die Schnüdel mussten sich im Anschluss ein paar Minuten schütteln und kamen allmählich besser in die Partie. Die beste und auch einzige Offensivaktion der Hausherren kam über einen ruhenden Ball zustand. Freistoßspezialist Johannes Geis zirkelte das Leder über die Mauer, doch platzierte dieses nicht genug, um Felix Gebhardt ins Schwitzen zu bringen (36.).

Nichts zu holen für die Schnüdel.
Nichts zu holen für die Schnüdel. – Foto: Julien Christ / sportfotografie.de

In Hälfte zwei verflachte das Geschehen zunehmend. Statt zielstrebigem Offensivfußball war für de anwesenden Zuschauer häufig nur Stückwerk zu beobachten. So brachte ausgerechnet eine Entscheidung des Unparteiischen wieder mehr Schwung in die Partie. Nach einem Foul von Felix Strauss und der darauffolgenden Gelben Karte gab der Regensburger dem Unparteiischen Daniel Bartnitzki wohl noch ein paar unangebrachte Sätze auf den Weg, was prompt einen Platzverweis zur Folge hatte (63.).

Der Jahn fokussierte nun mehr auf die eigene Defensive, Schweinfurt hatte nun natürlich die goldene Möglichkeit für eine Offensivwelle, doch brachte nur wenig zustande. Erst in der Schlussphase wurde es dann noch brenzlig, auch weil Regensburg die Vorentscheidung durch John Xaver Posselt (89.) und Philipp Müller (90. +2) jeweils verpasste. Tief in der Nachspielzeit war noch einmal Schlussmann Gebhardt gefragt, als er mit einer Parade den Versuch von Manuel Wintzheimer mustergültig vereitelte (90. +6). Kurz danach war auch schon Schluss. Der Jahn bekleckerte sich bei den Schnüdel wahrlich nicht mit Ruhm, nimmt die drei Auswärtspunkte aber wohl genauso gerne mit.


1. FC Schweinfurt 05 – SSV Jahn Regensburg 0:1
1. FC Schweinfurt 05: Maximilian Weisbäcker, Luca Trslic (46. Winners Osawe), Leonard Langhans, Pius Krätschmer (70. Tim Latteier), Ekin Çelebi, Kristian Böhnlein, Lauris Bausenwein (46. Sebastian Müller), Devin Angleberger (84. Lucas Zeller), Johannes Geis, Joshua Endres, Erik Shuranov (61. Manuel Wintzheimer)
SSV Jahn Regensburg: Felix Gebhardt, Benedikt Saller, Oscar Schönfelder, Leopold Wurm, Benedikt Bauer (67. Leo Mätzler), Felix Strauss, Malte Karbstein, Noel Eichinger (71. Nicolas Oliveira), Sebastian Stolze (83. Philipp Müller), Adrian Fein (83. Andreas Geipl), Eric Hottmann (83. John Xaver Posselt)
Schiedsrichter: Daniel Bartnitzki (Erfurt) - Zuschauer: 3541
Tore: 0:1 Noel Eichinger (10.)
Rot: Felix Strauss (63./SSV Jahn Regensburg/Beleidigung)

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MSV verpasst die Tabellenspitze

>>> Der ausführliche Bericht zur Partie

SSV Ulm 1846 Fußball – MSV Duisburg 1:0
SSV Ulm 1846 Fußball: Max Schmitt, Jonathan Meier, Marcel Seegert, Luca Bazzoli, Dennis Chessa (90. Felix Vater), Max Julian Brandt (88. Niko Vukancic), Dennis Dressel, Niklas Kölle (80. Lukas Mazagg), Mirnes Pepic, Abu-Bekir Ömer El-Zein (78. Lucas Röser), Leon Dajaku (78. Elias Löder) - Trainer: Pavel Dotchev
MSV Duisburg: Maximilian Braune, Tobias Fleckstein, Joshua Bitter, Alexander Hahn, Gabriel Sadlek (76. Thilo Töpken), Jesse Tugbenyo (46. Jan-Simon Symalla), Rasim Bulic (46. Leon Müller), Conor Noß (65. Dennis Borkowski), Aljaz Casar, Patrick Sussek (65. Florian Krüger), Lex-Tyger Lobinger - Trainer: Dietmar Hirsch
Schiedsrichter: Sebastian Hilsberg (Grünstadt)
Tore: 1:0 Abu-Bekir Ömer El-Zein (27. Foulelfmeter)

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Verl überrollt den VfB in Halbzeit zwei

Die Partie startete genauso, wie es jeder vom Aufeinandertreffen zweier attraktiv nach vorne spielender Mannschaften erwartet hätte. Nach den ersten acht Spielminuten hatte Berkan Taz bereits zweimal eine Abschlussmöglichkeit. Auf der anderen Seite kamen Mansour Ouro-Tagba und Noah Darvich zu nennenswerten Abschlüssen. Der negative Höhepunkt der ersten Halbzeit ist die gelb-rote Karte für VfB-Kapitän Dominik Nothagel (45.+2). Nothagel, der bereits verwarnt war, griff nach einem verlorenen Ball Oualid Mhamdi in die Beine und brachte diesen zu Fall. Das dürfte wohl in die Kategorie „dämlich“ fallen.

Und dieser Platzverweis sollte in Abschnitt zwei letztlich spielentscheidend sein, denn der SC Verl hatte dadurch massiv an Platz gewonnen und konnte seine ganze Klasse ausspielen. Angefangen mit Marco Wörner (56.), bedient von Niko Kijewski blieb der 21-Jährige cool vor dem Tor und erzielte den ersten Treffer an diesem Nachmittag. Dann ging's schnell: Taz spielt einen langen Ball auf Jonas Arweiler (59.), der nicht lang fackelt und mit dem ersten Kontakt auf 2:0 erhöht. Der Doppelschlag reichte dem SCV nicht. Knapp zwei Minuten später legt sich Timur Gayret (61.) das Spielgerät auf den linken Schlappen und schlenzte den Ball von der Strafraumkante ins linke Eck. Ein Foulelfmeter komplettierte den bitteren Spieltag des VfB. Taz trifft zum 4:0-Endstand.

Der Wendepunkt ist der Platzverweis für Nothagel gewesen, der definitiv mehr als vermeidbar war. Die Verler nutzten die Überzahl gnadenlos aus und heften sich so an die Fersen des Spitzenreiters aus Cottbus.

SC Verl – VfB Stuttgart II 4:0
SC Verl: Philipp Schulze, Fynn Otto, Niko Kijewski (72. Michel Stöcker), Oualid Mhamdi, Martin Ens, Berkan Taz (77. Fabian Wessig), Timur Gayret, Joshua Eze (58. Antonio Fóti), Dennis Waidner (72. Julian Stark), Alessio Besio, Marco Wörner (58. Jonas Arweiler) - Trainer: Tobias Strobl
VfB Stuttgart II: Florian Hellstern, Dominik Nothnagel, Leny Meyer, Tim Köhler (60. Julian Lüers), Yanik Spalt, Nicolas Sessa (46. Maximilian Herwerth), Christopher Olivier, Mirza Catovic, Noah Darvich (71. Lauri Penna), Justin Diehl (60. Alexander Groiß), Mansour Ouro-Tagba (79. Nuha Jatta) - Trainer: Nico Willig
Schiedsrichter: Jonah Besong (Duisburg)
Tore: 1:0 Marco Wörner (56.), 2:0 Jonas Arweiler (59.), 3:0 Timur Gayret (61.), 4:0 Berkan Taz (68. Foulelfmeter)
Gelb-Rot: Dominik Nothnagel (45./VfB Stuttgart II/)

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RWE verliert einen Punkt nach Chancenwucher

Über weite Strecken der Partie hatte Rot-Weiss Essen die Fäden in der Hand, konnte sich zu seinem 119. Geburtstag nicht mit einem Dreier belohnen, denn vorne wurden die Chancen einfach nicht gnadenlos genutzt.

Die Anfangsphase der Partie war vor allem durch zwei stabile Abwehrreihen geprägt. In den ersten 30 Minuten war es Ramien Safi auf Seiten der Essener, der kleinere Chancen kreierte. Dann ist es Marek Janssen (34.) der zusticht. Vorher unsichtbar in diesem Spiel, kann der Mann der Stunde eine Hereingabe von Michael Kostka in einer Rückwärtsbewegung in den Winkel köpfen. Noah Brdar im Kasten von Wehen Wiesbaden hat die Finger noch dran, kann bei diesem Kopfball aber nichts mehr ausrichten. Mit dieser 1:0-Führung geht es für die Mannschaften zum Pausentee.

Der zweite Durchgang wirkte dann über weite Strecken so, als müsste Rot-Weiss den Deckel drauf machen. Das große Manko: Die Chancenverwertung. Safi, der extrem viele Tiefenläufe in diesem Spiel machte, kam ein ums andere Mal über den rechten Flügel, konnte seine Pässe aber nicht an den richtigen Abnehmer bringen. Der Spielverderber für die Essener war dann Fatih Kaya (75.). Im Sechzehner kam der 26-Jährige mit dem Rücken zum Tor an den Ball, schloss aus der Drehung ab. Jakob Golz, auf dem falschen Fuß erwischt, glänzte bei diesem Gegentreffer nicht unbedingt. Weitere Bemühungen blieben erfolglos.

Damit verpasst es der Gastgeber erstmals in der laufenden Spielzeit, auf einen Aufstiegsplatz zu springen und reiht sich mit 39 Zählern auf Tabellenplatz vier ein. Die Wiesbadener stehen mit nur vier Punkten Rückstand auf Platz sieben und schielen mit einem Auge auf die Spitzengruppe.

Rot-Weiss Essen – SV Wehen Wiesbaden 1:1
Rot-Weiss Essen: Jakob Golz, José-Enrique Rios Alonso, Lucas Brumme (71. Franci Bouebari), Michael Schultz, Michael Kostka (92. Nils Kaiser), Ben Hüning, Torben Müsel (81. Ahmet Arslan), Ramien Safi (81. Marvin Obuz), Klaus Gjasula, Ruben Reisig, Marek Janssen (46. Danny Schmidt)
SV Wehen Wiesbaden: Noah Brdar, Sascha Mockenhaupt (68. Ole Wohlers), Justin Janitzek, Florian Hübner, Niklas May (69. Fabian Greilinger), Jordy Gillekens, Tarik Gözüsirin, Donny Bogicevic (85. Gino Fechner), Moritz Flotho, Fatih Kaya (92. Tim Neubert), Lukas Schleimer (68. Ryan Johansson)
Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel)
Tore: 1:0 Marek Janssen (34.), 1:1 Fatih Kaya (75.)

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So geht es weiter

23. Spieltag
06.02.26 SV Waldhof Mannheim - SSV Ulm 1846 Fußball
07.02.26 FC Ingolstadt 04 - FC Energie Cottbus
07.02.26 FC Erzgebirge Aue - 1. FC Saarbrücken
07.02.26 VfL Osnabrück - TSV Havelse
07.02.26 SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Schweinfurt 05
07.02.26 SSV Jahn Regensburg - Viktoria Köln
07.02.26 VfB Stuttgart II - TSV 1860 München
08.02.26 TSG 1899 Hoffenheim II - F.C. Hansa Rostock
08.02.26 Alemannia Aachen - Rot-Weiss Essen
08.02.26 MSV Duisburg - SC Verl

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