2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Cottbus steigt auf, RWE entreißt MSV Platz drei in der Nachspielzeit

3. Liga: Am Ende einer ungemein torreichen und spannenden Konferenz stand der Fokus besonders im Kampf um Platz drei. In der Nachspielzeit schoss Rot-Weiss Essen das Siegtor gegen den SSV Ulm und zog somit am MSV Duisburg vorbei, der nicht über ein Remis gegen Viktoria Köln hinauskam.

von Markus Becker · Heute, 16:22 Uhr · 0 Leser
RWE hofft auf den Aufstieg.
RWE hofft auf den Aufstieg. – Foto: Imago Images

Das durchweg spannende Aufstiegsrennen lieferte noch einmal einen atemberaubenden Schlussakkord. In der Nachspielzeit durfte Rot-Weiss Essen den Siegtreffer und damit den Aufstiegsrelegationsrang bejubeln. Der MSV Duisburg schaut auf Platz vier in die Röhre, konnte zu Hause gegen Viktoria Köln mit einem Remis nicht die erhoffte Beute einfahren. Alemannia Aachen feierte zum Abschluss noch einmal ein Torfestival. Lars Gindorf sicherte sich mit einem Dreierpack und insgesamt 28 Treffern sogar einen Torrekord in der 3. Liga.

>>> Folge der 3. Liga auf WhatsApp

>>> Hier geht es zur Tabelle der 3. Liga

>>> Hier geht es zum

Rostocker Willensleistung reicht nur für Platz fünf

Die Kogge begann bemüht, konnten gegen den FCS anfangs aber noch nicht in die entscheidenden Räume stoßen. Adrien Lebeau setzte nach knapp zehn Minuten den ersten Warnschuss, verfehlte das Gehäuse aber knapp. Wenig später wurde ein Abschluss von Emil Holten in höchster Not über das Tor gelenkt (14.). Rostock näherte sich an und belohnte sich. Eine Hereingabe von Kenan Fatkic landete bei Maximilian Krauß, der den wichtigen Führungstreffer für die Rostocker erzielte (24.). Die Kogge legte gleich nach. Diesmal profilierte sich Krauß als Vorarbeiter, fand mit der Hereingabe Holten, der den zweiten Treffer nachlegte (36.). Rostock schien also Hausaufgaben zu erledigen, geriet plötzlich aber ins Straucheln. Florian Pick behauptete die Kugel und gab weiter auf Maurice Multhaup, der zum Anschlusstreffer ins Eck spitzelte (59.). Zunächst vereitelte Philipp Menzel die direkte Antwort von Lukas Wallner (62.), stattdessen sorgte Amine Naifi nach Kopfballvorlage von Sebastian Vasiliadis für leere Gesichter in den Reihen der Rostocker (66.). Tim Civeja stellte wenig später mit dem 3:2 sogar das Spiel komplett auf den Kopf (75.).

Torfestival ohne Ertrag für Rostock.
Torfestival ohne Ertrag für Rostock. – Foto: Imago Images

Während es auch auf den anderen Plätzen rund ging, kämpfte sich die Kogge wieder ins Spiel. Cedric Harenbrock sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich (79.), Joel Bichsel köpfte darauf noch eine Flanke ins eigene Tor und brachte der Hansa immerhin drei Punkte ein (90.). Diese sollten in der Endabrechnung aber nichts wert sein. Rostock beendet die Saison auf Platz fünf.

1. FC Saarbrücken – F.C. Hansa Rostock 3:4
1. FC Saarbrücken: Phillip Menzel, Joel Bichsel, Niko Bretschneider (79. Calogero Rizzuto), Robin Bormuth, Manuel Zeitz (54. Sebastian Vasiliadis), Patrick Sontheimer, Tim Civeja, Philip Fahrner, Maurice Multhaup (78. Rodney Elongo-Yombo), Florian Pick (90. Patrick Schmidt), Kai Brünker (46. Amine Naïfi)
F.C. Hansa Rostock: Benjamin Uphoff (59. Max Hagemoser), Nico Neidhart (81. Benno Dietze), Franz Pfanne, Lukas Wallner, Viktor Bergh (81. Andreas Voglsammer), Adrien Lebeau (78. Cedric Harenbrock), Marco Schuster, Jonas Dirkner, Maximilian Krauß, Kenan Fatkic (78. Christian Kinsombi), Emil Holten
Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel)
Tore: 0:1 Maximilian Krauß (26.), 0:2 Emil Holten (38.), 1:2 Maurice Multhaup (60.), 2:2 Amine Naïfi (66.), 3:2 Tim Civeja (76.), 3:3 Cedric Harenbrock (79.), 3:4 Joel Bichsel (90.+2 Eigentor)

____

Dreifacher Sturm führt Ingolstadt zu souveränem Abschlussdreier

Der FCI hat sich mit einem überzeugenden 5:1-Heimsieg gegen Mannheim aus der Saison verabschiedet. Überragender Mann auf dem Platz war Dreifachtorschütze Yann Sturm, der die Schanzer früh auf Kurs brachte und den Erfolg später endgültig perfekt machte.

Der FCI erwischte einen Traumstart. Bereits nach zwei Minuten kombinierte sich Ingolstadt sehenswert durch die Mannheimer Defensive. Nach einem Doppelpass mit Fredrik Carlsen setzte sich Sturm im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und schob zur frühen Führung ins linke untere Eck ein (2.). Auch danach blieben die Gastgeber die gefährlichere Mannschaft, wenngleich Mannheim zwischenzeitlich besser ins Spiel fand. So verpasste Vincent Thill den schnellen Ausgleich nur knapp, als sein Abschluss am linken Pfosten vorbeistrich (4.).

Nach einer etwas ruhigeren Phase erhöhte Ingolstadt in der 30. Minute. Nach einem starken Tiefenpass von Emre Gül entwischte Marcel Costly seinem Gegenspieler und blieb frei vor Waldhof-Keeper Thijmen Nijhuis eiskalt. Kurz darauf hätte Costly beinahe nachgelegt, traf jedoch gleich zweimal Aluminium (36., 43.). Mannheim fehlte trotz mehr Ballbesitz häufig die Durchschlagskraft im letzten Drittel.

Direkt nach Wiederbeginn sorgte der FCI endgültig für klare Verhältnisse. Wieder war Carlsen beteiligt, der Gül im Strafraum mustergültig bediente. Der Offensivspieler jagte den Ball halb im Fallen zum 3:0 ins linke Toreck (51.). Waldhof zeigte zwar eine Reaktion und verkürzte durch Terrence Boyd, der eine Flanke von Arianit Ferati stark mit der Brust verarbeitete und präzise einschoss (57.). Doch die Hoffnung der Gäste hielt nicht lange.

Erneut schlug Sturm zu. Nach Zuspiel von Carlsen zog der Angreifer von halblinks in den Strafraum, umkurvte seinen Gegenspieler und schob souverän zum 4:1 ein (65.). Spätestens damit war die Partie entschieden.

In der Schlussphase wurde es noch einmal hitzig. Lukas Fröde sah nach einem groben Foulspiel an den eingewechselten Masca die Rote Karte, nachdem er den Mannheimer von hinten mit gestrecktem Bein getroffen hatte (80.). Doch selbst in Unterzahl setzte Ingolstadt den Schlusspunkt. Sturm entwischte nach einem Konter der Waldhof-Abwehr, umkurvte Nijhuis und vollendete zum 5:1-Endstand. Damit machte der Offensivspieler seinen Dreierpack perfekt (81.).

FC Ingolstadt 04 – SV Waldhof Mannheim 5:1
FC Ingolstadt 04: David Klein, Simon Lorenz (86. Jasper Maljojoki), Mattis Hoppe, Jonas Scholz, Georgios Antzoulas, Marcel Costly (70. Julian Kügel), Emre Gül (88. Emilio Kehrer) (89. Berkay Öztürk), Max Plath, Max Besuschkow (70. Lukas Fröde), Yann Sturm, Frederik Carlsen
SV Waldhof Mannheim: Thijmen Nijhuis, Tim Sechelmann, Samuel Abifade, Niklas Hoffmann (46. Oluwaseun Ogbemudia), Sanoussy Ba, Janne Sietan (46. Arianit Ferati), Maximilian Thalhammer, Vincent Thill (78. Julian Rieckmann), Terrence Boyd, Djayson Mendes (66. Masca), Nolan Muteba N'Tumba (46. Lovis Bierschenk)
Schiedsrichter: Christian Ballweg
Tore: 1:0 Yann Sturm (2.), 2:0 Marcel Costly (30.), 3:0 Emre Gül (51.), 3:1 Terrence Boyd (57.), 4:1 Yann Sturm (65.), 5:1 Yann Sturm (82.)
Rot: Lukas Fröde (80./FC Ingolstadt 04/)

____

Torreicher Schlussakt für Meister Osnabrück

Es war zunächst ein entspannter Kick zum Saisonausklang im Schwabenland. Die erste nennenswerte Gelegenheit führte direkt zum Tor. Patrick Kammerbauer fand den Schädel von Bjarke Jacobsen, der gekonnt zur Führung einköpfte (32.). Der Meister hatte nun Gefallen am Spielgeschehen gefunden. Wieder assistierte Kammerbauer, diesmal für Fridolin Wagner, der aus kurzer Distanz Jerik von der Felsen keine Chance ließ (38.). Direkt nach dem Seitenwechsel setzten der VfL seine Kaltschnäuzigkeit fort und sorgte durch das 3:0 von Robin Meißner für die Vorentscheidung (48.). Doch auch die Stuttgarter zeigten sich in Torlaune. Justin Diehl verkürzte auf Vorlage vom frisch eingewechselten Abdenengo Nankishi (57.), woraufhin Lars Kehl den alten Vorsprung wieder herstellte - erneut brachte Kammerbauer die entscheidende Vorlage (63.).

Sieben Tore beim letzten Spiel des Meisters.
Sieben Tore beim letzten Spiel des Meisters. – Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibner

Wenngleich es offensiv in dieser Phase nun richtig fluppte, ließ Osnabrück die komplette Kontrolle bisweilen vermissen. Mansour Ouro-Tagba behauptete sich umzingelt von Gegenspielern stark und traf zielgenau ins Eck (67.). Plötzlich geriet sogar der Spielausgang in Gefahr. Nicolas Sessa verwandelte einen direkten Freistoß zum 3:4 (78.). Dabei sollte es aber bleiben. Osnabrück beendet die Spielzeit mit herausragenden 80 Punkten.


VfB Stuttgart II – VfL Osnabrück 3:4
VfB Stuttgart II: Jerik von der Felsen, Christopher Olivier, Leny Meyer, Samuele Di Benedetto, Nicolas Sessa, Justin Diehl (74. Alexandre Azevedo), Nuha Jatta (64. Mattheos Tsigkas), Noah Darvich, Mohamed Sankoh (45. Mansour Ouro-Tagba), Jordan Majchrzak (45. Abdenego Nankishi) - Trainer: Nico Willig
VfL Osnabrück: Niklas Sauter, Niklas Wiemann, Jannik Müller, Robin Fabinski, Lars Kehl (64. Kai Pröger), Ismail Badjie (84. Robert Tesche), Patrick Kammerbauer (74. Frederik Christensen), David Kopacz (74. Bernd Riesselmann), Bjarke Jacobsen, Fridolin Wagner (64. Bryan Henning), Robin Meißner
Schiedsrichter: Davina Lutz (Poppenhausen)
Tore: 0:1 Bjarke Jacobsen (31.), 0:2 Fridolin Wagner (38.), 0:3 Robin Meißner (48.), 1:3 Justin Diehl (57.), 1:4 Lars Kehl (63.), 2:4 Mansour Ouro-Tagba (67.), 3:4 Nicolas Sessa (78.)

____

RWE sichert sich mit hochverdienten drei Punkten den Relegationsplatz

Rot-Weiss erwischte einen Traumstart. Jaka Cuber Potocnik wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Keeper Christian Ortag wurde dadurch auch aus dem eigenen Tor gelockt und war anschließend machtlos, als Torben Müsel den Querpass von Potocnik schnörkellos im Tor unterbrachte (2.). In der Folge war RWE klar am Drücker und ging klar auf den nächsten Treffer. Schließlich bestand auch noch eine kleine Hoffnung, über die Tordifferenz an den Duisburgern vorbeizuziehen. Die anfängliche Druckphase überstanden die Spatzen allerdings. Nach der ersten Viertelstunde beruhigte sich das Spielgeschehen zunehmend. Aus dem Nichts dann wieder Cuber Potocnik, der nach einem feinen Solo im Strafraum nur noch an Ortag scheiterte. Die Szene war damit aber nicht abgeschlossen, Ulm schaltete um und zog schlussendlich über Lucas Röser den Strafstoß. Tobias Kraulich ließ zuvor im Zweikampf das Bein stehen. Der Gefoulte nahm sich der Verantwortung selbst an und verlud Jakob Golz (28.). Ein mehr als schmeichelhafter Ausgleich bis dahin, RWE hatte die Partie eigentlich unter Kontrolle. Doch es folgte der nächste Nackenschlag, diesmal komplett eigens verschuldet. Jannik Hofmann leistete sich einen haarsträubenden Fehlpass im Aufbau, Dennis Chessa spritzte dazwischen, ließ Golz stehen und schloss unter die Latte ab - Spiel gedreht (35.). Doch auch dabei blieb es nur kurz. Müsel hatte nach einem Klärungsversuch um den Strafraum zu viel Platz und feuerte von dort einfach mal Richtung Tor. Das Leder schlug über den linken Innenpfosten im Tor ein (40.).

Essen belohnte sich für einen starken Auftritt.
Essen belohnte sich für einen starken Auftritt. – Foto: Imago Images

Die Essener wollten noch vor der Pause nachlegen, scheiterten jedoch durch Cuber Potocnik (43.) und Müsel (45.) am überragend aufgelegten Ortag. Dieser stand auch nach dem Seitenwechsel im Vordergrund, vereitelte gegen Kaito Mizuta und Cuber Potocnik (53.) und lenkte wenig später einen Kopfball von Dickson Abiama aus dem Eck (68.). Die Gäste hätten sich den Führungstreffer längst verdient und erhielt durch die Ampelkarte von Lukas Mazagg zusätzlichen Aufwind (71.). Das Team von Uwe Koschinat drückte mit großer Mühe auf die Erlösung, biss sich bisweilen aber die Zähne aus. Müsel traf aus der Distanz nur Aluminium (85.), die Sturmläufe wurden immer intensiver. Tatsächlich wurden die drückend überlegenen Essener erst in der Nachspielzeit erlöst. Ben Hüning feuerte die Kugel im Strafraum unter die Latte und sorgte für Ekstase in Ulm (90.+2). Weil der MSV parallel Federn ließ, zog RWE in letzter Instanz noch vorbei und hat über die Relegation die Chance auf den Aufstieg.

SSV Ulm 1846 Fußball – Rot-Weiss Essen 2:3
SSV Ulm 1846 Fußball: Christian Ortag, Niklas Kölle, Lukas Mazagg, Niko Vukancic, Max Brandt (67. Ensar Aksakal), Dennis Dressel, Elias Löder, Ben Westermeier (90. Felix Vater), Abu-Bekir El-Zein (67. Luis Görlich), Dennis Chessa, Lucas Röser - Trainer: Pavel Dotchev
Rot-Weiss Essen: Jakob Golz, José-Enrique Rios Alonso (45. Dickson Abiama), Tobias Kraulich, Michael Kostka, Jannik Hofmann, Ben Hüning, Torben Müsel, Gianluca Swajkowski (63. Marek Janssen), Kaito Mizuta (90. Ruben Reisig), Ramien Safi (63. Marvin Obuz), Jaka Cuber Potocnik - Trainer: Uwe Koschinat
Schiedsrichter: Florian Exner (Bielefeld)
Tore: 0:1 Torben Müsel (2.), 1:1 Lucas Röser (28. Foulelfmeter), 2:1 Dennis Chessa (35.), 2:2 Torben Müsel (40.), 2:3 Ben Hüning (90.+2)
Gelb-Rot: Lukas Mazagg (71./SSV Ulm 1846 Fußball/Notbremse)

____

Emotionaler Abschied für Mockenhaupt bei SVWW-Heimsieg

Der SVWW kam zunächst besser ins Spiel auch wenn zunächst die Gäste mehr Ballbesitz hatten. Die erste gute Gelegenheit gehörte dennoch Wiesbaden, als Moritz Flotho nach einem Ballgewinn von David Suarez früh abschloss, Hoffenheims Keeper Philipp Petersson aber sicher parierte (7.). Kurz darauf setzte Fatih Kaya einen Kopfball nach Freistoßflanke von Tarik Gözüsirin gefährlich aufs Gehäuse, doch Petersson reagierte herausragend (13.).

Wiesbaden erhöhte in der Folge den Druck. Lukas Schleimer vergab nach Vorarbeit von Gözüsirin eine große Chance freistehend neben das Tor (20.). Auch weitere Abschlüsse von Kaya und Schleimer sorgten für Gefahr, ehe die Gastgeber kurz vor der Pause verdient in Führung gingen. Nach einem schweren Fehler der Hoffenheimer im Spielaufbau schaltete Wiesbaden schnell um. Flotho legte quer auf Kaya, der den Ball trocken zum 1:0 im linken Eck versenkte (45.).

Direkt nach Wiederbeginn blieb Wiesbaden am Drücker. Zunächst köpfte Florian Carstens-Ersatzmann Felix Lewald nach einer Ecke an die Latte (47.), ehe der SVW wenig später nachlegte. Mockenhaupt marschierte ungehindert nach vorne, Schleimer legte anschließend für Flotho auf. Petersson konnte den ersten Versuch noch parieren, beim Nachschuss von Gözüsirin zum 2:0 war der Schlussmann jedoch machtlos (52.).

Die Gastgeber drängten nun auf die Entscheidung. Ein weiterer Treffer von Mockenhaupt wurde wegen Abseits aberkannt (55.). Hoffenheim II kam durch Deniz Zeitler noch zur besten Chance des zweiten Durchgangs, doch Wiesbadens Keeper Arthur Lyska Stritzel verkürzte geschickt den Winkel und verhinderte den Anschlusstreffer (60.). Auf der Gegenseite vergab der eingewechselte Ryan Johansson nach Zusammenspiel mit Nikolas Agrafiotis knapp (82.).

Kurz vor Schluss rückte dann endgültig der Abschied von Sascha Mockenhaupt in den Mittelpunkt. Der Rekordspieler des SVWW wurde in der 88. Minute ausgewechselt und von Mitspielern sowie Fans mit einem Spalier verabschiedet. Die ohnehin ruhige Nachspielzeit geriet dadurch zur emotionalen Bühne für den langjährigen Abwehrspieler.

Mit dem 2:0-Erfolg beendet Wiesbaden rechtzeitig vor dem anstehenden Landespokalfinale seine Sieglos-Serie und verabschiedet sich mit einem positiven Erlebnis aus der Drittligasaison.

SV Wehen Wiesbaden – TSG 1899 Hoffenheim II 2:0
SV Wehen Wiesbaden: Florian Stritzel, Justin Janitzek, Jordy Gillekens, Jakob Lewald, Sascha Mockenhaupt (87. Ben Nink), Tarik Gözüsirin, Niklas May (78. Fabian Greilinger), David Suárez (86. Gino Fechner), Moritz Flotho (68. Nikolas Agrafiotis), Fatih Kaya, Lukas Schleimer (68. Ryan Johansson)
TSG 1899 Hoffenheim II: Lúkas Petersson, Luca Erlein, Florian Bähr, Alex Honajzer, Yannik Lührs (39. Diren Dagdeviren), Luka Djuric, Paul Hennrich, Luis Engelns, Nader El-Jindaoui (60. Tiago Poller), Deniz Zeitler (79. Benjamin Lade), Yannick Eduardo (46. Oskar Hencke)
Schiedsrichter: Michael Näther (Neschwitz)
Tore: 1:0 Fatih Kaya (45.), 2:0 Tarik Gözüsirin (53.)

____

Funks gehaltener Elfmeter macht alles klar für Cottbus

Cottbus übernahm erwartungsgemäß die Spielkontrolle, schnürten den Jahn größtenteils in die eigene Hälfte. Der erste große Ausrufezeichen setzte Kapitän Axel Borgmann, dessen Abschluss ans Lattenkreuz schepperte (20.). Wenig später war es geschehen - und wie. Jannis Boziaris nahm sich aus knapp 20 Metern ein Herz und traf wie gemalt ins obere Kreuzeck, Schlussmann Yannick Gebhardt streckte sich vergebens (28.). Auf der anderen Seite hatten die Lausitzer aber auch etwas Dusel, dass Marius Funk die Top-Chance von Christian Kühlwetter vereiteltet (33.).

Nach dem Seitenwechsel vereitelte Felix Gebhardt zunächst den zweiten Treffer der Lausitzer durch Borgmann (52.). Der SSV versuchten in der Folge noch mehr, kam gegen aufgeweckte Hausherren aber nicht in die entscheidenden Zonen. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal brenzlig. Nyamekye Awortwie-Grant rettete auf der Linie gegen einen Schuss von Noel Eichinger (90.+1), woraufhin Regensburg sogar per Strafstoß hätte ausgleichen können. Doch Funk parierte den Versuch von Florian Dietz (90.+5). Auch mit Blick auf die anderen Plätze brachen dann alle Dämmen in der Lausitz, direkt darauf ertönte ohnehin der Abpfiff. Cottbus steigt somit auf dem zweiten Tabellenrang in die 2. Bundesliga auf.

SSV Jahn Regensburg – FC Energie Cottbus 0:1
SSV Jahn Regensburg: Felix Gebhardt, Robin Ziegele, Leopold Wurm, Felix Strauss, Nick Seidel (46. Sascha Hingerl), Benedikt Saller (46. Noel Eichinger), Noel Eichinger, Adrian Fein, Oscar Schönfelder, Eric Hottmann (66. Florian Dietz), Nicolas Oliveira
FC Energie Cottbus: Marius Funk, Axel Borgmann (76. Anderson Lucoqui), Nyamekye Awortwie-Grant, King Manu, Simon Straudi, Dominik Pelivan, Jannis Boziaris (62. Tolga Cigerci), Lukas Michelbrink, Tolcay Cigerci (90. Ted Tattermusch), Erik Engelhardt, Moritz Hannemann (76. Merveille Biankadi)
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Maichingen)
Tore: 0:1 Jannis Boziaris (28.)
Besondere Vorkommnisse: Florian Dietz (SSV Jahn Regensburg) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Marius Funk (90.).

____

Duisburg gibt Platz drei aus der Hand

Duisburg hat immerhin einen Platz im DFB-Pokal sicher.
Duisburg hat immerhin einen Platz im DFB-Pokal sicher. – Foto: IMAGO / Brauer-Fotoagentur

MSV Duisburg – Viktoria Köln 1:1
MSV Duisburg: Maximilian Braune, Tobias Fleckstein, Joshua Bitter, Can Coskun (72. Jan-Simon Symalla), Niklas Jessen (78. Mert Göckan), Ben Schlicke (56. Patrick Sussek), Rasim Bulic, Christian Viet, Florian Krüger (71. Thilo Töpken), Lex-Tyger Lobinger, Dominik Kother (46. Conor Noß) - Trainer: Dietmar Hirsch
Viktoria Köln: Arne Schulz, Lars Dietz, Simon Handle, Tobias Eisenhuth (90. Christoph Greger), Lucas Wolf, Tim Kloss, Taylan Duman (83. Florian Engelhardt), Robin Velasco (61. Yannick Tonye), David Otto, Leonhard Münst, Jakob Sachse (82. Meiko Sponsel) - Trainer: Marian Wilhelm
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart) - Zuschauer: 30343
Tore: 0:1 Taylan Duman (50.), 1:1 Joshua Bitter (76.)

____

Gindorfs Rekordtreffer bei Torfestival in der Kaiserstadt

Havelse begann mutig, Aachen versuchte über längere Ballbesitzphasen den anfänglichen Rhythmus zu gewinnen. Mit der ersten echten Chance hatten die Kaiserstädter auch schon direkt Erfolg. Nach Vorlage von Bentley-Baxter Bahn umkurvte Goalgetter Lars Gindorf Schlussmann Norman Quindt und schob abgeklärt zum 1:0 ein (7.). Doch auch Havelse war nicht komplett abgemeldet. Zunächst scheiterte Nassim Boujellab am Pfosten (27.), daraufhin brachte Nils Winter Stürmer Marko Ilic im Strafraum zu Fall. Beim folgenden Strafstoß verhinderte allerdings Aachens Schlussmann Manuel Riemann den Ausgleich durch Johann Berger (32.). Im zweiten Durchgang schlug dann auch wie fast schon gewohnte der zweite Teil des Offensiv-Duos in der Kaiserstadt zu.

Mika Schroers ließ Leon Sommer im Strafraum alt aussehen und schoss mit einem flachen Abschluss zum 2:0 ab (46.). Nun wurde es wild: Zunächchst traf Ilic zum Anschlusstreffer (52.), daraufhin waren wieder die gewohnten Protagonisten gefragt. Gindorf verwandelte einen Strafstoß (54.), daraufhin schnürte Schroers aus dem Gewusel im Strafraum auch seinen Doppelpack (56.). Auf einen sehenswerten Volleytreffer von Danilo Wiebe (74.) sorgte - natürlich - Gindorf auf Vorlage von Schroers für den 6:1-Endstand. Mit Tor Nummer 28 krönt sich die Leihgabe von Hannover 96 zusätzlich zum besten Drittliga-Torschützen aller Zeiten.

Alemannia Aachen – TSV Havelse 6:1
Alemannia Aachen: Manuel Riemann-Lorenzen, Mika Hanraths (70. Fabio Torsiello), Petros Bagkalianis (45. Matti Wagner), Sasa Strujic (83. Niklas Castelle), Nils Winter (58. Lukas Scepanik), Bentley-Baxter Bahn, Danilo Wiebe, Lars Gindorf, Mehdi Loune (45. Faton Ademi), Jonas Oehmichen, Mika Schroers
TSV Havelse: Norman Quindt (91. Alexander Dlugaiczyk), Irichad Behrens, Leon Sommer, Semi Belkahia, Dennis Duah, Julius Düker, Johann Berger, Nassim Boujellab (75. Yannik Jaeschke), Arlind Rexhepi (62. Robin Müller), Marko Ilic, Christopher Schepp (62. Lorenzo Paldino)
Schiedsrichter: Luca Jürgensen
Tore: 1:0 Lars Gindorf (7.), 2:0 Mika Schroers (46.), 2:1 Marko Ilic (52.), 3:1 Lars Gindorf (54. Foulelfmeter), 4:1 Mika Schroers (55.), 5:1 Danilo Wiebe (74.), 6:1 Lars Gindorf (90.)
Besondere Vorkommnisse: Johann Berger (TSV Havelse) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart (32.).

____

Verl feiert Rekordplatzierung mit sechstem Tabellenplatz

Der SC Verl tat sich zunächst schwer gegen defensiv kompakte Münchner. Die Partie begann gemächlich, echte Torchancen blieben lange aus. Die Gäste hatten durch Christian Haugen die ersten gefährlichen Szenen. Zunächst verpasste der Angreifer nach einer flachen Hereingabe knapp (31.), wenig später scheiterte er per Kopf an Verl-Keeper Lars Pekruhl.

Verl fehlte offensiv zunächst die Durchschlagskraft. Erst in der 35. Minute wurde es erstmals wirklich gefährlich – und direkt entscheidend. Nach einem Distanzschuss von Taz sprang der Ball an die abgespreizte Hand von Lasse Faßmann, der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Taz trat selbst an und verwandelte den Handelfmeter sicher unten links zum 1:0 (36.).

Die Führung schmeichelte den Gastgebern zur Pause durchaus, denn spielerisch hatte 1860 bis dahin mindestens ebenbürtig gewirkt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff vergab Morris Steinkötter noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich, als er am Elfmeterpunkt beim Abschluss wegrutschte (44.).

Nach dem Seitenwechsel übernahm Verl zunehmend die Kontrolle. Zwar hatten die Münchner zunächst noch eine gute Gelegenheit durch Steinkötter, dessen Seitfallzieher Pekruhl stark parierte (51.), doch danach dominierte der Sportclub die Partie immer klarer.

In der 60. Minute erhöhte Verl sehenswert auf 2:0. Joshua Eze spielte einen starken Außenristpass in die Tiefe, Oualid Mhamdi lief frei auf das Tor zu und blieb vor René Vollath-Vertreter David Richter Dähne cool. Der Angreifer schob flach ins linke Eck ein.

Mit zunehmender Spielzeit ließ Verl Ball und Gegner laufen. 1860 kam kaum noch gefährlich vor das Tor, während die Hausherren weiter Druck machten. Die endgültige Entscheidung fiel in der 78. Minute – und erneut war Taz beteiligt. Der Offensivspieler steckte den Ball halbrechts clever auf Julian Stark durch, der aus zwölf Metern flach ins lange Eck zum 3:0 einschob.

Kurz vor Schluss hätte Verl sogar noch erhöhen können, doch ein Schuss von Tobias Knost strich knapp über das Tor (90.+2).

Parallel hoffte Verl zwischenzeitlich noch auf Platz fünf, weil der 1. FC Saarbrücken gegen Hansa Rostock zwischenzeitlich zum 2:2 ausgeglichen hatte. Da Rostock jedoch nicht verlor, blieb es für Verl bei Rang sechs. Dennoch überwog nach Abpfiff die Freude über die beste Drittligaplatzierung der Vereinsgeschichte – gekrönt vom gelungenen Abschied eines überragenden Berkan Taz.

SC Verl – TSV 1860 München 3:0
SC Verl: Fabian Pekruhl, Michel Stöcker, Niko Kijewski, Oualid Mhamdi (81. Emmanuel Bamba), Martin Ens, Berkan Taz, Joshua Eze (74. Dennis Waidner), Almin Mesanovic, Fabian Wessig (75. Alem Japaur), Yari Otto (59. Julian Stark), Marco Wörner (59. Tobias Knost) - Trainer: Tobias Strobl
TSV 1860 München: Thomas Dähne, Sean Dulic, Tim Danhof (80. Morris Schröter), Kilian Jakob (66. Clemens Lippmann), Lasse Faßmann (70. Siemen Voet), Marvin Rittmüller, Samuel Althaus (85. Max Christiansen), Xaver Kiefersauer, Patrick Hobsch (70. Maximilian Wolfram), Justin Steinkötter, Sigurd Haugen - Trainer: Markus Kauczinski
Schiedsrichter: Martin Wilke
Tore: 1:0 Berkan Taz (36. Handelfmeter), 2:0 Oualid Mhamdi (60.), 3:0 Julian Stark (78.)

____

Schweinfurt verabschiedet sich als schlechtester Drittligist

Der 1. FC Schweinfurt 05 hat sich mit einer bitteren Heimniederlage aus der Saison verabschiedet. Gegen Erzgebirge Aue unterlagen die Schnüdel im Sachs-Stadion mit 2:4 und beenden die Spielzeit damit mit lediglich 21 Punkten. Damit stellt Schweinfurt den Negativrekord für das schlechteste Drittliga-Team der Geschichte auf.

Dabei starteten die Gastgeber mutig in die Partie und setzten Aue früh unter Druck. Die erste gute Gelegenheit gehörte zwar den Gästen durch Julian Günther-Schmidt (6.), doch Schweinfurt versteckte sich keineswegs. Immer wieder sorgte Johannes Geis für Gefahr, ehe Sebastian Müller die verdiente Führung besorgte. Nach Vorarbeit von Nick Doktorczyk tankte sich der Offensivspieler durch die Mitte und traf unhaltbar ins linke Eck (27.).

Aue brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden, kam dann aber durch einen Handelfmeter zurück. Ekin Celebi bekam den Ball im eigenen Strafraum an den Arm, Schiedsrichter Jonah Besong zeigte sofort auf den Punkt. Marcel Bär den folgenden Strafstoß verwandelte sicher zum 1:1 (35.). Kurz vor der Pause drehten die Sachsen die Partie komplett: Bär behauptete stark den Ball und flankte präzise auf Erik Weinhauer, der freistehend zum 2:1 einschob (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel gehörte die Partie zunächst den Hausherren. Schweinfurt spielte deutlich aktiver und drängte auf den Ausgleich. Forkel vergab direkt nach Wiederbeginn eine gute Möglichkeit (46.), Geis scheiterte wenig später mit einem Distanzschuss (53.).

Die Bemühungen wurden schließlich belohnt. Nico Grimbs wurde im Strafraum von Tristan Zobel zu Fall gebracht, erneut entschied Besong auf Strafstoß. Geis trat an und verwandelte souverän zum 2:2 (63.).

In dieser Phase wirkte Schweinfurt dem Führungstreffer näher, doch Aue zeigte sich eiskalt. Nur vier Minuten nach dem Ausgleich flankte Collins punktgenau auf Bär, der aus zwölf Metern zur erneuten Führung einköpfte und seinen zehnten Saisontreffer markierte (67.). Kurz darauf legten die Veilchen nach: Nach einer unzureichenden Klärung setzte Jannic Ehlers einen Volley aus 17 Metern sehenswert zum 4:2 ins Netz (70.).

Danach war bei den Gastgebern die Luft raus. Aue hätte das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können, scheiterte aber mehrfach an Schweinfurts Schlussmann Stahl. So blieb es beim verdienten 4:2-Auswärtssieg der Sachsen, während Schweinfurt mit einem historischen Negativwert aus der Liga verabschiedet wird.

1. FC Schweinfurt 05 – FC Erzgebirge Aue 2:4
1. FC Schweinfurt 05: Toni Stahl, Luca Trslic (45. Dustin Forkel), Nick Doktorczyk, Ekin Çelebi, Nikolaos Vakouftsis, Kristian Böhnlein (74. Michael Dellinger), Devin Angleberger (84. Kevin Fery), Sebastian Müller, Tim Latteier, Johannes Geis, Nico Grimbs
FC Erzgebirge Aue: Louis Lord, Erik Majetschak (63. Eric Uhlmann), Anthony Barylla (78. Maxim Burghardt), Ryan Malone, Tristan Zobel, Jamilu Collins, Erik Weinhauer (64. Marvin Stefaniak), Luan Simnica, Julian Guttau (64. Jannic Ehlers), Marcel Bär (78. Ricky Bornschein), Julian Günther-Schmidt
Schiedsrichter: Jonah Besong (Duisburg)
Tore: 1:0 Sebastian Müller (27.), 1:1 Marcel Bär (35. Foulelfmeter), 1:2 Erik Weinhauer (45.+2), 2:2 Johannes Geis (63. Foulelfmeter), 2:3 Marcel Bär (67.), 2:4 Jannic Ehlers (71.)

Spielplan der 3. Liga

____

📰 Alle aktuellen Nachrichten: https://www.fupa.net/region/niederrhein/news

📝 Alle aktuellen Transfers: https://www.fupa.net/region/niederrhein/transfer

⚽ Die Spiele des Tages: https://www.fupa.net/region/niederrhein/matches

____

Dein Kontakt zur FuPa-Redaktion: