
Mit nur einer Ausnahme – dem 3:0-Erfolg gegen einen akut kriselnden 1. FC Bocholt – blieb Fortuna Düsseldorf in allen Spielen im neuen Jahr ohne Tore und Punkte. Mit der SSVg Velbert wartet nun die Verkörperung der näher rückenden Abstiegszone. Unter diesen Gesichtspunkten gehen die Blauen Löwen vielleicht auch zum ersten Mal in dieser Saison als Favorit in eine Begegnung.
Der statistische Unterschied ist frappierend. In nur fünf Rückrundenspielen übertraf Velbert bereits jetzt die gesamte Punkteausbeute der Hinrunde. Teil der Wahrheit ist aber auch: Die Mannschaft spielt im neuen Jahr nicht zwingend die Sterne vom Himmel. Die erste Hälfte gegen FC Gütersloh war überzeugend, doch spielerische Finesse ist nicht unbedingt die neu hinzugewonnene Qualität. Schon in der Vorrunde agierte Velbert mutig gegen teils etablierte Konkurrenz.
Der entscheidende Unterschied liegt anderswo: Die Mannschaft bringt ihre Führungen nun deutlich konsequenter ins Ziel. In der Hinrunde verspielte Velbert zusammengerechnet 14 Punkte nach anfänglichem Treffer zum 1:0. Mal brach ein Platzverweis das Genick, mal wirkten die Spieler vor Ablauf der 90 Minuten stehend K.o. Nach diesem Muster hätte Gütersloh in knapp 30-minütiger Überzahl eigentlich zuschlagen müssen – doch die Null blieb stehen. Wie schon bei den beiden anderen Siegen im neuen Jahr.
Einen Anteil daran dürften auch die Winterzugänge haben: Kevin Jackmuth, Oguczan Büyükarlan, Artur Golubitskij, Nicolas Westerhoff und Max Wiese übernahmen sofort tragende Rollen im System von Bogdan Komorowski. Insgesamt wirkt die SSVg abgeklärter, reifer in den entscheidenden Momenten. Jene Nuancen, die auf diesem Niveau regelmäßig den Unterschied machen.
Ob der Aufwärtstrend mehr ist als eine Momentaufnahme, wird sich zeitnah zeigen. Mit VfL Bochum II (4. März) und dem Bonner SC (7. März) warten neben Düsseldorf zwei weitere Gegner aus dem direkten oder erweiterten tabellarischen Umfeld. Die Ausgangslage hat sich spürbar verbessert – und sie bietet die Chance, weiter veredelt zu werden.
Gerade angesichts eines stark verbesserten Konkurrenten sollten die Düsseldorfer versuchen, diesem keinen zusätzlichen Auftrieb zu verleihen. Im Falle einer Pleite würde Velbert bis auf einen Zähler an die Fortuna heranrücken. Doch das Team von Jens Langeneke muss sich in dieser Saison nicht nur über den sportlichen Weg um den Klassenerhalt sorgen. Sollten nämlich die ebenfalls strauchelnde Erste Mannschaft den Gang in die 3. Liga antreten müssen, würde die Reserve automatisch in die Oberliga versetzt. In Hinblick dieser prekären Situation wurde den Düsseldorfern zuletzt auch von Tabellenführer Fortuna Köln mehr oder weniger vorgeworfen ein Spiel in der Regionalliga abzusagen, um mit dem bestmöglichen Kader in der 2. Bundesliga anzutreten. Auch wenn dieser Vorwurf sich als unbegründet herausstellte – kein U23-Spieler stand am Wochenende im Kader der Ersten – zeigt es doch die sportlich brenzlige Lage beider Teams auf. Eine Pleite in Velbert würde zumindest den Abwärtstrend der U-Mannschaft weiter fortsetzen.
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