2024-02-23T08:22:50.674Z

Ligavorschau
Keine Berührungspunkte: Bislang läuft die Saison des TuS Hackenheim (blaues Trikot) und der SG Hüffelsheim sehr unterschiedlich ab.	 Fotos: Mario Luge/Screenshot Luge/fussball.de
Keine Berührungspunkte: Bislang läuft die Saison des TuS Hackenheim (blaues Trikot) und der SG Hüffelsheim sehr unterschiedlich ab. Fotos: Mario Luge/Screenshot Luge/fussball.de

LaLiga-Derby: "Qualität auf den Platz bringen"

Aus völlig unterschiedlichen Motiven heraus wollen SG Hüffelsheim und TuS Hackenheim das Derby gewinnen

Gestartet sind beide Mannschaften mit ähnlichen Erwartungen. Erfüllt hat diese in der laufenden Fußball-Landesliga bisher allerdings nur der TuS Hackenheim, der mit 25 Punkten und bei zwei Spielen weniger auf Rang sieben noch absolut in Reichweite zur Tabellenspitze (TuS Steinbach, 31) liegt. Die SG Hüffelsheim, die am Sonntag um 14.45 Uhr den TuS zum Derby empfängt, hinkt dagegen ihren Ansprüchen deutlich hinterher.

18 Punkte aus 15 Spielen und Platz zwölf sind nicht das, was man sich „Auf Palmenstein“ erwartet hat. Und dennoch gleichen sich die Zielsetzungen von Rot-Weiß und Blau-Weiß – jedenfalls bis zur Winterpause: So viele Punkte wie nur möglich wollen beide bis zur spielfreien Zeit sammeln. Um sich weiter oben festzusetzen, wenn man es von Hackenheimer Seite aus betrachtet, respektive um sich endlich aus dem Tabellenkeller zu verabschieden, sollte man es mit der SG Hüffelsheim halten. Davon völlig unabhängig steht im Derby freilich immer auch jede Menge Prestige auf dem Spiel, wie die Trainer beider Klubs verdeutlichen.

Keine Berührungspunkte: Bislang läuft die Saison des TuS Hackenheim (blaues Trikot) und der SG Hüffelsheim sehr unterschiedlich ab.	 Fotos: Mario Luge/Screenshot/fussball.de
Keine Berührungspunkte: Bislang läuft die Saison des TuS Hackenheim (blaues Trikot) und der SG Hüffelsheim sehr unterschiedlich ab. Fotos: Mario Luge/Screenshot/fussball.de

Darum hat das Derby einen besonderen Stellenwert:

Simon Engelbert (SG Hüffelsheim): Weil wir aus dem Hinspiel unbedingt etwas gutmachen wollen, und zwar von A bis Z. Vom Auftreten her, wie wir das Spiel angehen, über die Entschlossenheit bis hin zum Zweikampfverhalten. Damals waren wir einfach nicht bei uns, haben nicht das abgerufen, was wir können. Dass ein Derby an sich immer etwas Besonderes ist, muss ich nicht extra herausstellen.
Tim Hulsey (TuS Hackenheim): Klar, dadurch dass die Eintracht nicht mehr da ist, haben wir die kürzeste Anreise. Es ist immer cool, wenn du nicht weit fahren musst und hoffentlich viele Zuschauer kommen. Aber ansonsten ist an dem Duell für mich jetzt nicht so viel Besonderes, da es sonst sehr wenige Überschneidungen gibt.

Das müssen wir beim Gegner beachten:

Simon Engelbert: Tabellarisch steht Hackenheim deutlich vor uns, gerade auch im Pokal haben sie eine super Serie hingelegt. Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner, der den Blick zudem nach oben richtet. Für uns wird das eine riesengroße Herausforderung, da gilt es, als Mannschaft 90 Minuten lang dagegenzuhalten.
Tim Hulsey: Wenn ich die Berichte der letzten Wochen richtig deute, haben sie es geschafft, über die emotionale Schiene zurück in die Spur zu kommen. In Rieschweiler musst du erstmal so gewinnen und natürlich wollen sie jetzt dranbleiben. Sie werden sich darauf besinnen, auf dem Platz wieder eine gewisse Stimmung zu schaffen und diese Tugenden abrufen. Wir sind ja ähnlich gepolt, was das angeht und da ist eine gewisse Disziplin wichtig und dass wir bei uns bleiben.

Das spricht für uns:

Simon Engelbert: Ich glaube, dass wir in den letzten Spielen schon einen Lauf hatten, auch wenn der sich nicht unbedingt in den Ergebnissen widerspiegelt. Die Jungs wissen, worauf es ankommt, und die Qualität in unseren Reihen ist enorm. Der Punkt ist, diese auch auf den Platz zu kriegen. Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir anders auftreten als im Hinspiel. Dazu müssen wir die Intensität der ersten 70 Minuten von Rieschweiler am letzten Sonntag mitnehmen.
Tim Hulsey: Wir werden wieder ein unangenehmer Gegner sein, sind gut eingestellt und die Jungs wissen, was sie zu tun haben. Dass wir bislang immer die Kurve bekommen haben, zeigt, dass die Mannschaft intakt ist. Zudem haben wir mittlerweile einen guten Mix aus Defensive und Offensive gefunden. Das Momentum spricht vielleicht ein bisschen für uns, dafür können wir uns am Sonntag aber nichts kaufen. Wir müssen unsere Qualitäten immer wieder abrufen, um am Ende erfolgreich zu sein.

Derby wider Willen

Gerne hätten die Hackenheimer das Duell bei der SG Hüffelsheim wann anders gespielt. „In den letzten Tagen ist sehr viel auf uns eingeprasselt“, erklärt TuS-Trainer Tim Hulsey nach der schweren Verletzung von Kirns Nico Schweig und dem damit verbundenen Spielabbruch. „Es wäre schön gewesen, etwas mehr Zeit zu haben, das alles zu verarbeiten“, fragte man am Mittwochabend bei der SGH an. Eine Verlegung kam für die Rot-Weißen jedoch nicht infrage. Man wolle im Rhythmus bleiben und wenn die SG Kirn parallel in Simmertal antreten könne, dann wohl auch die Hackenheimer „Auf Palmenstein“. „Da können wir nichts machen“, kommentiert Tim Hulsey.

Vor dem 4:1-Hinspielsieg des TuS hatten die Hüffelsheimer ebenfalls eine Verlegung angefragt, damals weil einige Spieler auf einer Hochzeit geladen waren. Hackenheim lehnte aufgrund der Kurzfristigkeit ab.

Aufrufe: 024.11.2023, 17:35 Uhr
Jochen Werner und Martin ImruckAutor