2024-02-23T08:22:50.674Z

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Der SV Erbenheim dürfte als Kreisoberliga-Tabellenführer überwintern.
Der SV Erbenheim dürfte als Kreisoberliga-Tabellenführer überwintern. – Foto: Hicham Boukraa

Kreisoberligist SV Erbenheim bleibt auf dem Teppich

Erbenheim ist Kreisoberliga-Tabellenführer +++ Marc Krabler zum FC Naurod

Wiesbaden. Vor der knapp dreimonatigen Winterpause und nach etwas mehr als der Hälfte der absolvierten Partien in der Fußball-Kreisoberliga Wiesbaden ist auch für zwei Clubs der Zeitpunkt gekommen, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Der SV Erbenheim und der FC Naurod sind laut Spielplan am Sonntag-Derby-Gegner, doch die Austragung der Partie ist angesichts Schnee und Kälte höchst unwahrscheinlich (Der Wiesbadener Kurier/Plus-Text berichtet ausführlich).

Davon abgesehen passt beim SV Erbenheim aktuell alles. Das Saisonziel lautete „oben mitspielen“ – nun grüßt die Mannschaft von Karim El Bakkaoui von ganz oben. Doch der SVE-Coach tritt ein wenig auf die Euphoriebremse. „Die Liga ist stark und es wird noch ein langer Kampf. Es kann fast jeder jeden schlagen“, blickt er auf eine noch fast komplette Rückrunde. Im breiten Verfolgerfeld hat die Spvgg. Sonnenberg nur einen Punkt Rückstand auf die Oberfeld-Kicker.

Dalmeida für Erbenheim Gold wert

„Wir sind wie eine Familie“, verrät El Bakkaoui (38), der nicht selten selbst die Fußballstiefel schnürt und noch mitmischt. „Wir sind auch nach dem Training noch lange zusammen und bei uns gibt es keinen Superstar.“ Was ihn besonders freut: Sein Stürmer Kouami Edem Dalmeida, vor etwa einem Jahr von der SKG Walldorf, einem A-Ligisten aus dem Kreis Groß-Gerau gekommen, übernimmt immer wieder gerne eine Trainingseinheit, um El Bakkaoui zu entlasten. „Er ist menschlich ein super Typ“, sagt er zum 33 Jahre alten Lehrer. In 13 Spielen hat Dalmeida bereits 15 Tore geschossen und für sechs Assists verantwortlich gezeichnet. Solche Leute wecken bekanntlich gerne Begehrlichkeiten der Konkurrenz. Aber El Bakkaoui gibt sofort Entwarnung: „Ihm gefällt es bei uns sehr gut.“

El Bakkaoui schon Institution in Erbenheim

Übrigens auch El Bakkaoui selbst, bereits in der siebten Saison beim SVE: „Ich kann hier in Ruhe arbeiten und bekomme viel Unterstützung.“ Der Vereinsvorsitzende gibt das Lob gerne zurück. „Der Hauptfaktor für den Erfolg der Mannschaft ist unser Trainer“, betont Mike Steinbach, der auch froh ist, den Spielausschussvorsitzenden Fred Bürger an seiner Seite zu haben. Bürger wiederum greift gerne das Thema des „fehlenden Superstars“ auf und hält auch große Stücke auf die zweite Mannschaft, sodass er keinen unbedingten Bedarf an Verstärkungen sieht. „Sie steht auf Platz fünf in der B-Klasse und wird sicher dazu beitragen, dass wir uns verjüngen können.“

Erbenheim will sich auf Transfermarkt zurückhalten

Das bestätigt auch SVE-Coach Karim El Bakkaoui. „Wir gehen nicht extra auf den Markt“, sagt er zu möglichen Transfers während der Winterpause. Auch wenn man beim SVE nicht Nein sagen würde, wenn ein oder zwei gute Spieler kommen würden. Training mit dem Ball wird im Winter, so denn Frau Holle für geschlossene Schneedecken sorgt, selbst auf den modernen Kunstrasenplätzen nicht immer ohne Weiteres möglich sein. „Wir halten uns natürlich fit und werden auch Laufeinheiten absolvieren“, kündigt El Bakkaoui an.

Manni Klug mit Nauroder Saison nicht unzufrieden

„Wir gehen auch ins Fitnessstudio und machen etwas im Athletikbereich“, sagt derweil Manni Klug, Coach des FC Naurod. „Ich weiß, dass Platz fünf ein ambitioniertes Saisonziel ist“, weiß er, dass es als aktueller Achter mit 29 Punkte nicht leicht wird, noch die eigene Vorgabe zu erfüllen. Sechs Punkte sind es zum Fünften Kastel 06. „In ein oder zwei Spielen haben wir leider Punkte liegen lassen“, bedauert Klug. „Wir haben aber einen guten Kader, auch in der Breite und viele Sachen gut gemacht“, lobt der im Sommer vom FC Waldems gekommene Coach seine Jungs. „An ein paar Stellschräubchen werden wir noch drehen“, kündigt er an.

Gleich zwei Winterzugänge beim FC Naurod

Da kommen zwei Verstärkungen nicht ungelegen. Zur Rückrunde stößt der 21 Jahre alte Offensivspieler Marc Krabler vom Verbandsligisten SG Walluf zum FCN. Im Wallufer A-Liga-Team steht er aus sieben Spielen mit 13 Treffern und drei Assists zu Buche. Krabler blickt bereits auf A-Jugendeinsätze für den FCN zurück, dürfte sich demnach schnell einleben. Auch der 22-jährige Luis Klaus, Allrounder vom Frankfurter Gruppenligisten FSV Friedsrichsdorf, schließt sich im Winter den Naurodern an.

Aufrufe: 029.11.2023, 18:18 Uhr
Martin GebhardAutor