2024-04-12T13:41:07.504Z

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Sieger im Sechs-Punkte-Spiel in Lorsbach: Germania Schwanheim.
Sieger im Sechs-Punkte-Spiel in Lorsbach: Germania Schwanheim. – Foto: Marcel Lorenz

KOL MTK: Schwanheim siegt im Kellerduell

Germania entführt dank 3:1-Erfolg wichtige drei Punkte aus Lorsbach +++ Kelsterbach tut sich gegen Bad Soden schwer +++ Remis im Spitzenspiel

Main-Taunus. Re-Start in der Kreisoberliga Main-Taunus mit einigen richtungsweisenden Duellen. Während Spitzenreiter Viktoria Kelsterbach mit Schlusslicht SG Bad Soden reichlich zu kämpfen hatte, ziehen beim FC Lorsbach nach der 1:3-Niederlage im Kellerduell gegen Germania Schwanheim dunkle Wolken auf. Im verregneten Spitzenspiel trennten sich Hochheim und Hattersheim Unentschieden.

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Marxheims sportlicher Leiter Tobias Göttner zählte beim Gegner fünf Spieler aus dem Kader der spielfreien Verbandsliga-Mannschaft. Einer von ihnen, Hendrik Sexauer, erzielte nach Traumpass von Ben Weide das Tor des Tages. Nicht nur aufgrund seines gehaltenen Handelfmeters gegen Weide zeigte Marxheims Keeper Noah Straub eine herausragende Leistung. "Er hat sensationell gehalten", lobte Göttner. Der den Gäste-Sieg als "nicht unverdient" einstufte, aber auch die kämpferische Leistung der eigenen Mannschaft guthieß. "Für uns war mehr drin".

Gleich zum Auftakt ein heftiger Rückschlag für den FC Lorsbach, der nach der Pleite auf dem vorletzten Platz verharrt. Im Duell gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Germania Schwanheim präsentierten sich die Gastgeber nach Ansicht des sportlichen Leiters Ugo Capalbo nur in der Viertelstunde nach der Pause auf Augenhöhe, erzielten in der Drangphase auch den Ausgleichstreffer von Tomislav Grubisic nach Hereingabe von Adrian Bauer. Ballverluste im Mittelfeld nutzte die gefällig aufspielende Germania gnadenlos aus, Ufuk Kertel traf doppelt, dazu besorgte Fatih Bilen das wichtige 2:1 zehn Minuten vor dem Ende. "Es ist eine schwierige Situation für uns, wir brauchen dringend Punkte. Ein Stück weit liegen die Nerven blank", sagte Capalbo.

"Gerechtes Unentschieden in einem sehr umkämpften Spiel", resümierte Zeilsheims Vorsitzender Peter Strauch. Den Führungstreffer durch Ilias Aurag glich Youssef Taadou per Elfmeter nach einer Stunde aus.

Erster gegen Letzter: Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, doch die Gäste aus dem Kurort waren wie schon im Hinspiel ein unangenehmer Gegner für die Kelsterbacher. "Wir sind erleichtert, solche Spiele sind immer sehr undankbar. Gegen einen Gegner, der nichts zu verlieren hat, haben wir uns lange sehr schwergetan, Bad Soden hat aber auch gut dagegengehalten", zog Kelsterbachs sportlicher Leiter Daniel Niedermann sein Fazit. Bis zur 68. Minute war das Sodener Tor wie zugenagelt: David Kaltenmark köpfte ans Alu, Brämer spitzelte ans Alu, dazu hielt Gäste-Keeper Tim Swierczek mehrmals stark. Ehe Viktoria-Keeper Dominique Groß die Gastgeber bei guten Kontern der Gäste gar vor dem Rückstand bewahrte. Letztlich brach Noah Brämer in Minute 68 den Bann, ehe Riccardo Schuhmann, erneut Brämer und Vildan Islami per direktem Freistoß den Endstand herstellten.

"Wir waren die bessere Mannschaft, aber das spiegelt sich leider nicht im Ergebnis wieder", kommentierte Neuenhains Co-Trainer Zrinko Tomic. Sein Namensvetter Ranko Tomic traf für die Gäste bei zwei Kontern zur frühen 2:0-Führung, mehr als der Anschlusstreffer durch Serhii Shapoval eine Viertelstunde vor dem Ende war für die Neuenhainer nicht mehr drin.

Bei Dauerregen lieferten sich beide Teams ein "hitziges, aber faires" Spiel, wie Hochheims sportlicher Leiter René Geilert fand. Mit einem Fernschuss brachte Altan Sak die Gäste in Front. Kurz vor der Pause glich Bilal Hassfeld mit einem umstrittenen Foulelfmeter aus. Zuvor hatte Türk-Keeper Tolgahan Gedikoglu Hochheims Stürmer Max Möhn und den Ball abgeräumt. "Ansonsten eine sehr souveräne Spielleitung", lobte Geilert den Referee Terlan Tavasolli. In Abschnitt zwei neutralisierten sich beide Teams, die beste Gelegenheit für die Gastgeber vergab der eingewechselte Amin Lakhal per Kopf.

Zweimal war diese Begegnung in der jüngeren Vergangenheit bereits abgebrochen worden. Diesmal wurde die Partie erfreulicherweise zu Ende gespielt. "Es war eine Partie mit teilweise hartem Körpereinsatz, ist aber im Rahmen geblieben", sagte Schwalbachs Pressesprecher Nico Ghiba. Der einen verdienten, torreichen Sieg seiner Mannschaft war, bei dem zwei Spieler herausragten. A-Jugend-Spieler Julian Colloseus traf doppelt, David Böhm erzielte bei mehreren guten Chancen "nur" ein Tor. "Die beiden harmonieren super", findet Ghiba. Tore für Kriftel: Moritz Dirnbeck (2), Jan Erik Radtke.

Die gute Form gegen Ende des Jahres konnten die Oberliederbacher in Sulzbach nicht bestätigen. Die Führung von Muhamed Sabic glich Aaron Wilson aus, ehe zwei Minuten vor dem Ende Mohamed Asbai per Elfmeter den wichtigen Dreier für die Sulzbacher eintütete. Bei der SGO zählt für die Rückrunde Eckhard Weller zum Kader, der im Laufe der Hinrunde bei Gruppenligist Nassau Diedenbergen geschasst worden war. "Als ehemaligen SGOler wollen wir ihm die Chance geben, auch bis Sommer weiter Fußball zu spielen", sagt Oberliederbachs sportlicher Leiter Tobias Merz.

Aufrufe: 018.2.2024, 18:04 Uhr
Philipp DurilloAutor