2024-06-24T10:12:48.875Z

Allgemeines
– Foto: Bruno Haelke

"Körperlich einfach eine andere Liga" – FCD verliert in Pipinsried

Fußball-Bayernliga Regionalliga-Absteiger schlägt Pummer-Team mit 3:0.

Deisenhofen – Nach einer starken Vorbereitung und einem ordentlichen Bayernligastart musste sich der FC Deisenhofen im dritten Saisonspiel einem der Top-Favoriten klar beugen: Beim Regionalligaabsteiger FC Pipinsried unterlagen die Blauhemden mit 0:3 (0:2).

Das lag einerseits an der bekannten Klasse der Hausherren, die selbst die verletzungsbedingten Ausfälle zweier wichtiger Mittelfeldstützen, nämlich Johannes Müller (Kreuzband- und Meniskusriss) und Daniel Jelisic (Leistenprobleme), gut kompensieren konnten. Andererseits übernahm Andreas Pummer zu einem guten Teil die Verantwortung für den vor allem zu Beginn eher durchwachsenen Auftritt seiner Mannschaft: „Wir sind nicht so gut reingekommen. Ich habe vom System her was umgestellt, was nicht so gut aufgegangen ist“, räumte der FCD-Coach ein, dass seine taktische Idee ihre Wirkung verfehlte.

Ein entscheidender Faktor sei zudem die größere Robustheit des Gegners gewesen: „Uns wurden auch körperlich ganz klar die Grenzen aufgezeigt. Zum Beispiel im Kopfball, bei Pipinsried sind einfach große Typen in der Mannschaft.“ Besonders deutlich trat der Unterschied beim 1:0 (26.) zutage: Nach einer Flanke der Hausherren musste Leon Müller-Wiesen in den Luftkampf mit dem Torschützen Kevin Gutia. Das Portal Transfermarkt.de weist für den Deisenhofner eine Körpergröße von 1,69 Meter aus, für den Pipinsrieder hingegen 1,96 Meter. „Das 1:0 war bitter, wenn man sieht, dass Leon ins Kopfballduell gegen Gutia gehen muss“, so Pummer, der beim 2:0 (36.) mitansehen musste, wie sich Yomi Scintu vor seinem erfolgreichen Abschluss gegen FCD-Innenverteidiger Tobias Nickl durchsetzte: „Auch das war eine Aktion Mann gegen Mann. Pipinsried ist körperlich einfach eine andere Liga.“

Anschließend korrigierte der Trainer seine ursprüngliche Taktik. „Wir haben dann wieder umgestellt, danach ist es besser gelaufen“, so Pummer, doch im Grunde war die Partie bereits entschieden, zumal das Kräfte zehrende 0:0 nur drei Tage zuvor gegen Heimstetten, einen anderen Regionalligaabsteiger, eine Aufholjagd deutlich erschwerte. „Nach dem 2:0 war es ein Abnutzungskampf. Uns haben auch die Körner nach vorne gefehlt, wir sind nicht richtig in Schussposition gekommen“, gab Pummer zu, dass echte Möglichkeiten seines Teams, um zumindest den Anschluss herzustellen, ausblieben.

Stattdessen kassierten die Blauhemden in der Nachspielzeit noch einen dritten Treffer: Dem im Zweikampf mit einem Pipinsrieder Angreifer zum Ball grätschenden Marco Finster unterlief ein Eigentor, das den Gastgebern den Sprung an die Tabellenspitze vor dem TSV Landesberg bescherte, im Grunde aber nur noch statistische Bedeutung hatte (90.+3).

„Der Sieg für Pipinsried geht ganz klar in Ordnung“, bilanzierte Pummer, der die Niederlage jedoch relativ gelassen nahm: „Das ist für uns kein Beinbruch. Wir werden noch mehrere Spiele verlieren. Dieses Spiel sollte lehrreich sein für uns.“

Die Englische Woche zum Saisoneinstieg beurteilte der Deisenhofner Trainer trotzdem positiv: „Wenn man aus den drei Spielen gegen Ismaning, Heimstetten und Pipinsried mit vier Punkten rausgeht, ist das in Ordnung.“

FC Pipinsried – FC Deisenhofen 0:3 (0:2)

FC Deisenhofen: Knauf - Schneiker (81. Jungkunz), Nickl (46. J. Cosic), Köber, Gkasimpagiazov, Müller-Wiesen (70. Sagner), Finster, Lippmann (46. Jost), Yilmaz, Schemat (60. Kurmehaj), Bachhuber Tore: 1:0 Gutia (26.), 2:0 Scintu (36.), 3:0 Finster (90.+3, Eigentor)

Aufrufe: 030.7.2023, 16:15 Uhr
Umberto SavignanoAutor