2024-03-01T12:31:23.136Z

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Die Arbeiten im Stadion am Bresserberg sollen zeitnah beginnen.
Die Arbeiten im Stadion am Bresserberg sollen zeitnah beginnen. – Foto: Arno Wirths

Kleve: Ist für die Tribünen-Instandsetzung ein Teilabriss notwendig?

Für die Arbeiten am Klever Bresserberg-Stadion wartet die Verwaltung auf den endgültigen Förderbescheid. Ärger gibt es rund um den Nutzungsvertrag.

In der Oberliga, immerhin der fünfthöchsten deutschen Spielklasse, fällt der 1. FC Kleve mit seinem Stadion am Bresserberg auf. Es gilt als eines der schönsten mit malerischer Aussicht. So äußern sich zumindest viele Fans beim ersten Hinsehen. Beim zweiten Hinsehen aber fällt auf, dass das Gebäude ein Rohbau ist. Toiletten gibt es nicht, es fehlen eine vernünftige Entwässerung, Fenster und Türen. Lediglich Sitzschalen auf der Stadionseite wurden eingebaut.

Bald aber soll die Sanierung der Wettkampfanlage sowie der Tribüne im Sportzentrum Bresserberg endlich umgesetzt werden, wie Fachbereichsleiterin Daniela Rennecke im Sportausschuss erklärte. Es liege ein Förderbescheid in Höhe von 1,128 Millionen Euro aus Januar 2022 vor, der bis Ende 2025 gültig sei. Doch erst nach baufachlicher Prüfung der Oberfinanzdirektion darf mit der Ausführungsplanung begonnen werden, hieß es von Rennecke. „Der eigentliche Baustart ist abhängig von der Erteilung des endgültigen Förderbescheides“, sagte Rennecke.

Fachplaner seien allerdings mit dem Projekt befasst, im März 2024 soll der Bauantrag eingereicht werden. Mit einer Fertigstellung wird dann Ende 2025 gerechnet. Als weitere Maßnahmen werden der Neubau des Umkleidegebäudes, die Neustrukturierung der Parkplatzflächen sowie die Schaffung von Sportflächen für die Öffentlichkeit ins Auge gefasst. „Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist aber abhängig von Fördermitteln“, sagte Rennecke.

Christian Nitsch (SPD) fragte nach, ob es richtig sei, dass die Stadt mit einem Teilabriss rechnet, weil die Außenschale des Gebäudes durch eindringende Feuchtigkeit schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sei. „Wenn meine Informationen richtig sind, könnten mit der Winterfestmachung erhebliche Mehrkosten verbunden sein“, sagte Nitsch. Bürgermeister Wolfgang Gebing erklärte, die Antwort schriftlich zu erteilen. Aber: Selbst wenn man früher begonnen hätte, wären die Arbeiten umfangreich gewesen, weil die Tribüne bereits zehn Jahre ein Rohbau ist, so Gebing.

Irritationen gibt es nach Informationen unserer Redaktion indes mit Blick auf den Nutzungsvertrag für das städtische Stadion. Der aktuelle ist zwar noch bis in die Dreißigerjahre gültig, doch die Stadt hat dem Oberliga-Klub einen neuen vorgelegt, den der Verein ablehnt. Der Grund: Darin ist vorgesehen, dass all jene Teams ein Spielrecht am Bresserberg haben sollen, die mindestens Männer-Landesliga-Fußball spielen. Ein Landesliga-Team gibt es derzeit in Kleve nicht. Sollte aber etwa der SV Rindern aus der Bezirksliga aufsteigen, könnte es zu Ärger um Spielzeiten kommen. Und dann hätte nicht der 1. FC Kleve das Sagen, sondern einzig die Stadtverwaltung.

Aufrufe: 028.11.2023, 22:00 Uhr
Maarten OversteegenAutor