2024-05-24T11:28:31.627Z

Allgemeines
Die Fans des KFC Uerdingen sind die Leidtragenden der aktuellen Situation.
Die Fans des KFC Uerdingen sind die Leidtragenden der aktuellen Situation. – Foto: Sascha Köppen

KFC Uerdingen: Krebs‘ gefährliche Entgleisung

Kommentar zu den Außerungen von Holger Krebs im Zuge des Sponsoren-Rückzugs beim KFC Uerdingen.

Holger Krebs ist ein Fußballfreund und erfolgreicher Unternehmer. Er unterstützt den KFC Uerdingen als Sponsor seit Jahren, ebenso den SC St. Tönis, wo er Hauptsponsor ist und inzwischen als Sportlicher Leiter fungiert. Dass er und andere Unternehmen beim KFC ihre finanzielle Unterstützung mit sofortiger Wirkung eingestellt haben, ist angesichts der katastrophalen Vereinsführung durch die Vorstandsmitglieder Christian Grummert, Sebastian Thißen, Andreas Scholten und Marcel Brauner nur allzu verständlich.

Absolut unverständlich und auch völlig inakzeptabel, sind allerdings Krebs‘ Ausführungen angesichts der Reaktionen der Grotenburg Supporters und Fans. „Ich wundere mich, wie ruhig diese Menschen bleiben. Eigentlich müssten sie doch da mit Baseballschlägern herumlaufen und alles kurz und klein schlagen. Mich wundert es, dass es beim KFC noch nicht solche Bilder wie am vergangenen Wochenende beim MSV Duisburg gab“, hat Krebs dem Reviersport gesagt. Dass er beschwichtigend hinzufügt, er wünsche sich solche Szenen nicht und zolle Respekt für das kulturelle Benehmen, macht die Sache keinen Deut besser.

Scharfmachen in bedrohlicher Phase

Ob gewollt oder nicht: Holger Krebs agiert als Scharfmacher in einer Phase, die für den Verein schon existenziell bedrohlich genug ist. Und ein (kleiner) Teil der KFC-Fans hat sich in der Vergangenheit mehrfach mit Gewaltexzessen gebrüstet und genießt bereits einen zweifelhaften Ruf. Vor diesem Hintergrund derart Öl ins Feuer zu gießen, ist verantwortungslos. Es zeugt von großen Emotionen und wenig Fingerspitzengefühl.

Hoffen, dass es ruhig bleibt

Bleibt nur zu hoffen, dass sich nicht einige Hitzköpfe von Krebs‘ Äußerungen ermuntert fühlen und derart auftreten. Dann würde das längst arg ramponierte Image des Vereins weiter beschädigt. Dabei benötigt der Pokalsieger von 1985 jetzt nichts dringender als einen endlich klug und konsequent handelnden Verwaltungsrat und Ruhe anstatt Krawall.

Aufrufe: 016.5.2024, 08:00 Uhr
Thomas SchulzeAutor