Der KFC Uerdingen ist doch immer für eine Überraschung gut. Wenige Stunden vor dem Niederrheinpokalspiel gegen den TVD Velbert präsentiert der Regionalliga-Aufsteiger mit Hamadi Al Ghaddioui einen durchaus bekannten Angreifer, der bis 2022 für das Bundesliga-Team des VfB Stuttgart auflief.
Auch Fans der Regionalliga West werden beim Namen Al Ghaddioui aufhorchen, denn der mittlerweile 33-Jährige zählt zu den besten Stürmern der Ligageschichte. Der Deutsch-Marokkaner belegt trotz jahrelanger Abwesenheit immer noch Platz elf; in 153 Einsätzen hat er bislang 60 Tore für Bayer 04 Leverkusen II, Borussia Dortmund II und den SC Verl geschossen. 2017/18 wechselte er vom BVB zu Sportfreunde Lotte in die 3. Liga und empfahl sich mit sieben Toren im Anschluss für einen Wechsel in die 2. Bundesliga. Dort zeigte Al Ghaddioui weiter gute Leistungen und schloss sich nach zwei Jahren beim SSV Jahn Regensburg (19 Tore, zehn Vorlagen) dem VfB Stuttgart an. Beim Champions-League-Teilnehmer war der gebürtige Bonner ein entscheidender Faktor beim Bundesliga-Aufstieg 2020 (acht Tore, vier Vorlagen) und lief auch im Oberhaus für den VfB auf. In der Bundesliga kam er zu 16 Einsätzen und zwei Treffern wie Vorlagen, ehe es 2022 nach Zypern zum Pafos FC ging. Über den SV Sandhausen (2. Bundesliga) und SC Freiburg II (3. Liga) heuert der Routinier nun beim KFC Uerdingen an.
Der Traditionsverein teilt bei der Vorstellung mit, dass dieser Transfer durch Hilfe eines Sponsors realisiert werden konnte. "Wir sind überzeugt davon, dass Hamadi unsere Erwartungen in der Regionalliga West mehr als nur erfüllen wird. Ich bin stolz, einen so erfahrenen Spieler in unseren Reihen begrüßen zu dürfen. Ein besonderer Dank geht an unsere sportliche Beratung M-Soccermanagement und Mehmet Eser", teilt Sportvorstand Adalet Güner mit.
Für die Uerdinger ist Hamadi Al Ghaddioui mit seiner Vita und seiner Erfahrung ein Transfercoup, den die Fans rund um die Grotenburg sicherlich mit offenen Armen empfangen werden.