Am Trainingsgelände von Jeunesse (hier ein Archivbild) kam es am Freitag zu einem folgenschweren Zwischenfall
Am Trainingsgelände von Jeunesse (hier ein Archivbild) kam es am Freitag zu einem folgenschweren Zwischenfall – Foto: Tobias Schätzlein

Jeunesse-Nachwuchsspieler bekamen erste psychologische Unterstützung

Nach Messerangriff: Psychologen des CGDIS trafen sich mit Jugendspielern

Drei Tage nach den verheerenden Vorkommnissen am Trainingsgelände der Escher Jeunesse mit in der Folge einem Todesopfer konnten die betroffenen Kinder bereits auf psychologische Hilfe zurückgreifen.

Es ist schwer vorstellbar, was die am Freitag kurz vor 18 Uhr am Jeunesse-Trainingsgelände anwesenden Personen fühlten, als ein laut unbestätigten Zeugenaussagen mit zwei Messern bewaffneter junger Mann auftauchte. Angaben zufolge, die FuPa am Montag gegenüber gemacht wurden, sei ein Teil der U13 von Jeunesse Esch, die sich zu dem Zeitpunkt im Training befand, ins Vereinsbüro geflüchtet, ein anderer in die Umkleidekabinen sowie zum Platzwart, dies nachdem laute Warnungen von Erwachsenen gerufen worden waren.

Die herbeigerufene Polizei sperrte das Gelände wie bereits am Wochenende berichtet komplett ab, alle Personen, die sich vor Ort befanden, mussten scheinbar bis zwischen 20:30 und 21 Uhr vor Ort bleiben, darunter auch Menschen, die sich in der benachbarten Fechthalle befanden. Die eigentliche Überwältigung des Angreifers sei aber außerhalb der Jeunesse-Anlage auf öffentlicher Straße passiert und nicht auf einem der Trainingsplätze selbst, bemühte man sich von Seiten des Vereins um Klarstellung.

Wie uns am heutigen Montag von Seiten der Jugendkommission von Jeunesse Esch bestätigt wurde, haben betroffene Kinder zusammen mit ihren Eltern und auch Trainer am späten Sonntagnachmittag bereits von einer ersten Sitzung mit mehreren Psychologen und Mitarbeitern des CGDIS profitieren können. Die mentale Aufarbeitung hat entsprechend bereits begonnen, was wohl das Wichtigste nach dem tragischen Freitag ist. Dabei hob man FuPa gegenüber das schnelle, unbürokratische Hilfsangebot des nationalen Rettungsdienstes hervor.

Alles weitere würde nun für die Kinder und Jugendlichen seinen Weg gehen. Jeder, der wollte, hat Kontaktdaten der Hilfskräfte erhalten, neben Polizei und CGDIS stünde der Verein auch im regen Austausch mit der Stadt Esch. Alle Instanzen stehen auch in den kommenden Wochen für Hilfsangebote weiter zur Verfügung.

Künftige Trainingseinheiten werden wie geplant stattfinden, was einem von den Psychologen so auch geraten wurde, um wieder schnell in den Alltagsrhythmus zu finden, auch wenn aufgrund der Lage andere Trainer als gewohnt zum Einsatz kommen werden. Auch intern stehe die Jugendkommission des luxemburgischen Rekordmeisters in permanentem Kontakt untereinander, um die Aufarbeitung voranzubringen.

Aufrufe: 023.1.2023, 16:00 Uhr
Paul KrierAutor